Schwacher Auftritt in Hannover

Auch in Hannover wurde der Club wieder mal seiner Rolle als Samariter des deutschen Profifußballs gerecht. Einem weiteren Not leidenden Gegner half man wieder auf die Beine. 96 Tage waren die 96er ohne Sieg. Da kommt schon mal Mitleid auf. Da will man doch helfen

Mitleid kam aber auch mit dem Club auf. Unter den vielen schlechten ersten Hälften, die der 1.FCN in letzter Zeit ablieferte, war das wohl eine der schlechtesten. Da lief überhaupt nichts zusammen. Hinten keine Ordnung, möglicherweise noch falsches Schuhwerk (Hlousek), im Mittelfeld kam kaum ein Ball an (Didavi) und wenn mal vorne einer einen ergatterte, dann versuchte der (Eigler) den irgendwie nur loszuwerden. Zielstrebigkeit: Null, Torgefahr: Fehlanzeige.

Hannover brauchte da nur mal kurz in den zweiten Gang zu schalten und schon sah die Nürnberger Abwehr ganz alt aus. Beim Torschützen Abdellaoue stand die Innenverteidigung nur beobachtend daneben. Dass es bis zur Pause bei dem einen Tor blieb, war eigentlich schon fast ein Wunder.

In der zweiten Halbzeit gabs dann wenigstens mehr Druck nach vorne. Jetzt war mit Tomas Pekhart auch ein Stürmer drin (Eigler und Esswein waren jedenfalls keine). Nach mehr als einer Stunde kam der Club immerhin endlich zu einer Ecke. Aber zwingend war eigentlich nur die Situation nach dem Freistoß kurz vor Schluß, als Didavi (!) das Tor für den Club verhinderte.

Es gibt Tage, da kann man stundenlang spielen und schießt kein Tor. Beim Club war das aber leider nicht Schicksal oder Pech, sondern hauptsächlich Unvermögen. Dass Dieter Hecking am Schluss mit dem Schiedsrichter haderte, weil er eine Tätlichkeit gegen Philipp Wollscheid nicht ahndete, kann man so sehen. Aber ganz ehrlich: Dieser Club hatte in Hannover keinen Punkt verdient. Schade, denn 96 war echt schlagbar.

Nachtrag: Wenn Trainer Dieter Hecking jetzt noch auf der Szene in der 59. Minute herumreitet, dann macht er sich leider nur noch lächerlich. Wir sind, das haben wir hier schon mehrfach dargelegt, die letzten, die Schiedsrichter verteidigen. Erst recht nicht, wenn sie den Club verpfeifen. Aber die Masche ist dann irgendwann auch durchgenudelt. Dass der Club auf Facebook da ebenfalls aufspringt, wirkt dann erst richtig peinlich. Die zahlreichen Kommentare gehen in die gleiche Richtung.
Bitte: Nicht ablenken! Den Realitäten ins Auge sehen! Wer die Schuld immer nur bei anderen sieht, der schafft den Klassenerhalt nicht.

4 Kommentare in “Schwacher Auftritt in Hannover

  1. In der zweiten Hälfte war das doch gar nicht so schlecht, da hatten wir die Maschmeyer-Kostgänger doch am Rand des Abgrunds 😉

  2. Als Fans der SpVgg Greuther Fürth müssen wir Euch Clubfreunden ausnahmsweise mal aus vollem Herzen zustimmen. Nur, was hilft Eure Einsicht – der Club kommt damit auch nicht weiter! Der braucht das halt so, anders wäre es ja auch langweilig;)

  3. Hier wird wenigstens Klartext geredet. Guter Artikel. Würde der Club den Ball genauso gut treffen wie Ihr den Nagel auf den Kopf, hätten wir keine Abstiegsprobleme.

  4. Stimmt, guter Beitrag!Schon seit Jahren habe ich das Gefühl, dass die „Stimmen nach dem Spiel“ nur dazu da sind, Druck auf die Schiedsrichter auszuüben, damit die einem das nächste Mal freundlicher gesonnen sind. Dieses Verhalten der Trainer wird leider auch oft von vielen Spielern übernommen. Die versuchen dann 90 Minuten lang, den Schiedsrichter dazu zu bekommen, einem gegnerischen Kollegen Rot zu zeigen oder mal auf den Elfmeterpunkt zu deuten. Da wird ein Nebenkriegsschauplatz aufgemacht, der mit dem Fußball nicht mehr viel zu tun hat.

    Wenn ich Schiri wäre, dann würde ich Spieler, die einfach versuchen, Tore zu erzielen, auf alle Fälle lieber mögen als solche, die nur versuchen, auf mich einzuwirken und mich zu bestimmten Entscheidungen zu drängen.

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