Eine Niederlage, die Hoffnung macht

Kalt war’s. Ansonsten war’s wie immer, wenn der Club gegen den BVB spielt: Keine Punkte, keine Tore für den FCN, dafür zwei für die Dortmunder. Wie schon bei den letzten vier Aufeinandertreffen. Nichts Neues also, eine sichere Tippbank.

Im Stadion stand deswegen wohl auch das Eckenverhältnis im Vordergrund. Demnach hätte der Club den BVB vom Platz gefegt. Hätte. Aber langsam ist es wie in Vor-Hecking-Zeiten: Aus den Standards wird einfach zu wenig gemacht. Diesmal ging das so weit, dass selbst die Einwürfe selten beim eigenen Mann landeten.

Dabei spielte der Club anfangs wirklich klasse auf, machte richtig Druck und ließ einem die Kälte im Stadion vergessen. Selbst wenn die Chancen leider nicht genutzt wurden (Pekhart). Beeindruckend war auch, wie Schäfer hinten mehrfach die Null festhielt. Da war man zeitweise echt stolz darauf, Clubfan zu sein.

Aber nach der Pause kamen die Dortmunder mit mehr Drive aus der Kabine und erzielten dann prompt das zu diesem Zeitpunkt eher noch unverdiente 1:0. Danach spielte der Club erst so weiter als wäre nichts passiert. Dann wechselte Hecking mehr Offensivkraft ein (Esswein, Bunjaku) und demonstrierte damit, wohin es führt, wenn der Club mit mehr als einem Stürmer agiert: Vorne klappt es trotzdem nicht, dafür brennt es hinten. So konnten dann die Dortmunder ihr Standardergebnis einfahren, während der Club BVB-Keeper Weidenfeller eigentlich nie in Schwulitäten bringen konnte.

Alles wie immer also? Nicht ganz! Zuversichtlich machen immerhin die Kommentare etlicher BVB-Fans, die durchaus angetan davon waren, wie sich der Club präsentierte. Der HSV und Hoffenheim hätten einen weitaus schwächeren Eindruck hinterlassen und wenn der Club diese Leistung gegen Augsburg abrufe, dann gehe er als klarer Sieger vom Platz.

Insofern ist das also eine Niederlage, die Hoffnung macht.