Bunjaku – einfach genial!

Meine Fresse, der Club! Der wird doch nicht…? Gut, mancher wird sagen, das war unverdient, die Gladbacher waren fast doppelt so oft am Ball wie die Nürnberger. Fast 75 Minuten lang hatte man auch nur bei ihnen den Eindruck, als wüssten sie, worauf es beim Fußball ankommt: aufs Tore schießen.

Der (bisherige) Meisterschaftskandidat war auch spielerisch besser, dominierte im Mittelfeld, wo beim Club Daniel Didavi erneut bewies, dass ihn von einem Spielmacher oder Mittelfeldregisseur noch Welten trennen. Andererseits war auch sonst keiner da, der da in irgendeiner Form dabei behilflich war, etwas Struktur in den Spielaufbau zu bringen.

Dafür spielte der Club hinten überzeugend. Vor allem die Innenverteidigung mit Dominic Maroh und Philipp Wollscheid stand wie eine Eins. Man sah dem hochgelobten Marco Reus richtig an, wie seine Lust am Fußballspielen von Minute zu Minute geringer wurde.

Trotzdem hatten wir Clubfans irgendwann das Gefühl, ein Unentschieden sei das Optimum, was die Mannschaft heute erreichen könnte.

Doch so gegen die 77. Spielminute, Christian Eigler und Almog Cohen waren gerade für Hegeler und DIdavi eingewechselt worden, setzte sich der Club auf einmal in der Gladbacher Hälfte fest. Die waren offenbar selber ein wenig überrascht, dass da offensiv noch was kommt vom Club. Dass sich dann ausgerechnet der ebenfalls eingewechselte Albert Bunjaku (Supervorarbeit von Alexander Esswein!) nach langer Verletzungspause und noch längerer Torflaute mit einem Tor kurz vor Spielende zurück meldete: einfach genial!

Dafür lieben wir den Fußball! Den Club lieben wir sowieso. Wenn er gewinnt, dann fällt uns das allerdings erheblich leichter.

1 Kommentar in “Bunjaku – einfach genial!

  1. Ich habe ein anderes Spiel gesehen: 5 Ecken für den Club – keine einzige für Gladbach. Gladbach hatte auch nur in der Anfangsphase Torgelegenheiten und dann halt einfach nichts mehr, gar nichts. Die Ballbesitzstatistik ist auch eigentlich nie aussagekräftig- ich habe oft beobachtet, dass die Mannschaft mit mehr Ballbesitz verloren hat. Der Club war ausserdem extrem zweikampfstark und da sei gesagt, dass zur Vorbereitung des 1:0 auch Wollscheidt genannt weden muss, der nach super Einsatz den Ball überhaupt erst zu Esswein gebracht hat. Sicherlich hat der Club spielerische Mängel, aber Einstellung und Taktik stimmen. In drei Spielen ein Gegentor und vier geschossen. Ich seh das so: kaum ist das Sturmtief vorbei und die Angreifer treffen wieder, zeigt sich die gute taktische und kämpferische Einstellung sowie die exzellente Defensive des FCN und er gewinnt auch gegen sehr starke Gegner, die dann auch richtig, richtig schlecht aussehen.

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