Zu früh in den Relax-Modus gewechselt

Omeiomei! Da kommt die bislang schlechteste Auswärtsmannschaft, noch dazu einer der Lieblingsgegner des FCN, nach Nürnberg. Nach Nürnberg, wo die Abwehr normalerweise sicher steht und daher sogar als Prunkstück des Clubs gilt. Und dann macht Wolfsburg drei Tore und hätte eigentlich sogar noch höher gewinnen können. Da haben wir als Fans dann doch heftig dran zu schlucken. Das Schlimme war dabei auch der saft- und leblose Auftritt, das fehlende Aufbäumen. Im Grunde genommen spielte der FCN wie ein Absteiger.

Dabei hatte er den Abstieg doch schon abgehakt. Wahrscheinlich war das der Fehler, dass Dieter Hecking da zu schnell Entwarnung gegeben hat. Jetzt schaut es nämlich plötzlich wieder brandgefährlich aus. Augsburg und Freiburg haben gewonnen, der Club muss nächste Woche nach Stuttgart, dann kommen die Bayern. Punkte liegen da nicht unbedingt auf der Straße herum. In drei Wochen geht es dann gegen Freiburg und da kann dann der eine den anderen so richtig in den Abgrund kicken… Und wenn der Club weiter so überheblich und uninspiriert spielt, wird er wohl der Gekickte sein. Da muss also dringend nochmal jemand einen Weckruf starten.

Sorgen macht aber nicht bloß der Spielplan und die Konkurrenz. Wie schon Mainz in der ersten Spielphase demonstrierte auch Wolfsburg, wie man die Clubabwehr unter Druck setzen kann, wenn gleich die Stürmer draufgehen und einen Aufbau von hinten unterbinden. Dann verliert die Clubabwehr Ruhe und Übersicht und irrt wie ein Hühnerhaufen herum. Wenn Philipp Wollscheid dann auch noch (verletzungsbedingt?) neben sich steht, ist es mit der Sicherheit gleich ganz vorbei. Dann baut Dominic Maroh noch Mist, Adam Hlouseks Abwehrverhalten ist ohnehin steigerungswürdig, bei Timmy Simons regiert eh die Unauffälligkeit…

Man könnte sich da jetzt langsam nach vorne lästern, zum Beispiel zu Pekhart, der zwar Mintalsche Phantomqualitäten in punkto Unsichtbarkeit offenbart, nicht jedoch dessen Torgefahr. Aber letztlich war das Spiel generell verkorkst. Da hat sich mancher wohl auch anstecken lassen. Vielleicht hat wirklich nach dem schnellen 1:0 , schönem Sonnenschein und angenehmen Frühlingstemperaturen der eine oder andere bereits in den Relaxmodus geschaltet und kam da nicht mehr raus.

Sorry, da lege ich mich fest: 31 Punkte werden zum Klassenerhalt nicht reichen. Deshalb: Zammreißen, kämpfen!

3 Kommentare in “Zu früh in den Relax-Modus gewechselt

  1. Sorry, aber da muss ich Tomas Pekhart ein wenig in Schutz nehmen. Er bindet immer mindestens einen Abwehrspieler und zieht diesen aus dem Weg (siehe 1:0 gegen Gladbach), und ohne ihn wäre auch heute das 1:0 nicht gefallen. Er spielt mMn in etwa die Rolle von Markus Schroth seinerzeit, der auch nicht gerade als Goalgetter berühmt war, aber den Leuten aus der 2. Reihe (Mintal!) den nötigen Platz verschafft hat. An diesr 2. Reihe mangelt es derzeit am meisten.

    • Stimme ich zu. Pekhart war nicht schlechter als der Rest. Aber von ihm kommt halt auch nichts Produktives. Über Markus Schroth würden wir hier auch nicht reden, wenn nicht andere Tore geschossen hätten. Insofern zieht Pekhart bestenfalls brotlos Abwehrspieler auf sich.

      Vielleicht wird es besser, wenn er da vorne Gesellschaft bekommt. Laut Kicker will der Club den Bayern-Bankdrücker Petersen ausleihen. Ich bin mir nicht sicher, wie ich das finden soll. Mit dem ausgeliehenen Julian Schieber lief es zwar gut, es gibt aber auch genügend Negativbeispiele.

  2. Egal wer Präsident, wer Manager, wer Trainer oder Spieler beim Club ist. Seit zig Jahren ist es so: In 90% der Situationen wo der Club den Befreiungsschlag führen könnte, heißt die nötigen Punkte machen könnte, versagt er. Wieso läuft das so? Wenn die das heuer noch verkacken und absteigen und es sieht nicht sehr rosig aus, VfB, Bayern und Freiburg dann können wir dicke im Abstiegskampf sein. Wieder ein Matschball verdaddelt.

Kommentarfunktion geschlossen.