Ohne Spannung geht´s nicht

Soll man jammern über die Leiden des Clubfans? Soll man der vertanen Chance hinterher trauern? Soll man die Blödheit des FCN beklagen, nicht mal eine 2:0-Führung heimzufahren? Freilich, das könnten wir tun. Aber das haben wir ja schon zur Genüge. Mei, so ist er halt, der Club. Der kann einfach nicht solide und frei von Nervenflattern agieren.

Wenn der Club zur Halbzeit komfortabel führt, dann sitzen da doch schon ein paar Kicker in der Kabine und grübeln, wie sie jetzt wieder ein bisschen Spannung in die Partie bringen. So einfach zwei Tore schießen und dann hinten dicht machen, wie langweilig wäre das denn?

Immerhin, bis zur Halbzeit mussten wir nämlich für vieles Abbitte leisten. Da hätten wir fast geschrieben: Der Club ist eine Wundertüte. Es ist nämlich genau das Gegenteil von dem eingetreten, was wir bislang konstatieren mussten. Keineswegs überlegen, auch spielerisch und kämpferisch nicht unbedingt besser, bestach der Club auf einmal durch Effektivität. Machte aus fast nichts zwei Tore und lag glücklich vorne.

Endlich effektiv, endlich mal wieder das Tor getroffen, dachte sich der Fan. Das muss doch heute klappen! Nichts da! Der Club ist eben keine Wundertüte. Der Club vergeigt auch noch so einen Vorsprung. Statt einen Befreiungsschlag zu landen, geht es jetzt weiter mit den Endspielen gegen den Abstieg. Immerhin stand er, wir sollten auch das Positive sehen, am Ende nicht völlig mit leeren Händen da und holte wenigstens einen Punkt im Breisgau.

Dass es selbst mit Glück nur dazu langt, macht uns nicht unbedingt hoffnungsfroher. Aber es hätte noch schlimmer kommen können und die Konkurrenz hat jetzt auch nicht unbedingt gegen uns gespielt.

4 Kommentare in “Ohne Spannung geht´s nicht

  1. Nicht unerwähnt bleiben sollte schon noch die Leistung des „Unparteiischen“ Thorsten Kinhöfer, der zum wiederholten Male einen Eintrag in meinem schwarzen Buch bekommen hat. Die Gelbe Karte gegen Feulner war schon ein schlechter Witz, der leider Folgen hat, und der Elfmeter erst recht. Wobei man der Sperre für Feulner auch etwas Positives abgewinnen kann, er geht jetzt unbelastet ins Saisonfinale mit den wichtigen Spielen gegen Kaiserslautern und HSV.

    • Ja, da habe ich inzwischen auch gerätselt, warum ich Herrn Kinhöfer unerwähnt gelassen habe. Seltsamerweise war er aber während des Spiels eigentlich kein Thema. Die meisten dachten wirklich, der Elfmeter war vertretbar. Wahrscheinlich auch „Verursacher“ Per Nilsson. Insofern stellt sich mir abermals die Frage: Zahlt sich Schiri-Bashing aus? Konkret: Ist Herr Kinhöfer das nächste Mal zurückhaltender, wenn ein Clubberer grenzwertig zum Ball geht? Wenn man diese Fragen mit Ja beantwortet, dann müssten freilich schon die Spieler mit dem Bashing anfangen, sonst stehen die Fans später auf verlorenem Posten. Nichtsdestotrotz möchte ich – immer noch – gerne daran glauben, dass Schiris unparteiisch sind und dass sich deren Fehlentscheidungen auf längere Frist gleichmäßig auf alle Mannschaften verteilen.

Kommentarfunktion geschlossen.