Club schickt den FCK in die zweite Liga

War´s das? So lange bei Club rechnerisch noch ein Abstieg möglich ist, sollten wir nicht feiern. Das wissen wir aus leidvoller Erfahrung. Deswegen fällt auch allen Fußballinteressierten in Deutschland beim Begriff „Depp“ zunächst der 1.FCN ein. Aber dauernd Unken und Bedenken tragen, wer will das schon. Es gibt genug Miesepeter auf der Welt, da müssen wir nicht auch noch dazu gehören. Zumal es Leute gibt, die sehr viel mehr Grund dazu hätten. Zum Beispiel die Fans unseres heutigen Gegners. Der ist praktisch abgestiegen. Denn so wie er sich gegen den Club präsentiert hat, glaubt kein Mensch, dass da noch irgendein Dreier für den FCK drin ist.

Trotzdem war die Konstellation nicht so, dass man sagen konnte: Das war ein Selbstläufer für den Club. Normalerweise verfällt der nämlich in rätselhafte Lässigkeit und Lethargie, wenn alle einen Sieg erwarten, wenn er das Spiel machen muss und wenn ein Gegner fast schon am Boden liegt. Da gibt er gerne mal den Samariter, baut den Schwächeren auf und wundert sich dann über eine blöde Niederlage. Insofern war das also kein selbstverständlicher Dreier.

Dass es dazu kam war auch diesmal wieder Daniel Didavi (links im Bild) zu verdanken. Mit seinem ersten Tor beendete er nicht nur eine Drangperiode des FCK, er ebnete damit auch den Weg zum Sieg. Klar, dass er auch das zweite Tor durch Tomas Pekhart vorbereitete. Blöderweise wurde er so wieder zum „Mann des Spiels“. Blöderweise, weil das dann auch die Stuttgarten mitbekommen und ihn wieder haben wollen.

Insofern herrscht doch noch Spannung. Bleibt er oder geht er? Da wird jetzt Martin Bader zeigen müssen, ob er auch was eintüten kann. Vollstreckerqualitäten sind manchmal auch außerhalb des Platzes gefragt.

Nachtrag: Durch die Niederlage der Kölner in Gladbach kann der Club jetzt nur dann noch auf einen Relegationsplatz abrutschen, wenn er keinen einzigen Punkt mehr holt der 1.FC Köln gleichzeitig die ausstehenden drei Spiele gewinnt und dazu noch 21 Tore gut macht. Ich würde mal sagen, selbst wenn der Club der einzige Verein sein sollte, dem man solche unmöglichen „Aufholjagden“ zutraut: Das Ding ist durch.

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