Der BR geht lieber nach Fürth

Der Club boykottiert den Bayerischen Rundfunk bzw. dessen Sendung „Blickpunkt Sport“). Na sowas! War es bisher nicht eher umgekehrt? Hat nicht der Bayerische Rundfunk den Club boykottiert? Oder sagen wir genauer: ihn als Randfigur behandelt, die höchstens mal zu fränkischer Folklore für Zwischendurch taugte. Zum Beispiel um einen Christian Eigler vorzuführen, wie er im Schwabacher Slang Daggdigg erklärte. Da lacht der Weltstädter: „Was haben wir doch für lustige Hinterwäldler in unserem Sendegebiet! Rührend!“ Der karrierebewusste Hinterwäldler tut wiederum alles, um sich an die Weltstädtler anzuwanzen (Waldi-Syndrom).

Und da meint Club-Aufsichtsrat und Ex-BR-Mitarbeiter Günther Koch, er könne das reparieren, wenn die Waldis nach Franken kämen und sähen, wie cool wir eigentlich sind. Dass das nicht klappen kann, das hätte man sich denken können. Der BR sagt dann zwar gnädig zu,. schließlich werden auch in Franken Rundfunkgebühren bezahlt, geht aber dahin, wo es noch mehr Folklore gibt und noch mehr Slang gesprochen wird: nach Fürth.

Der Bayerische Rundfunk wird nicht fränkisch (noch nicht mal schwäbisch). Der wird selbst die Boykottmeldungen aus Nürnberg nicht lesen. Der hat seine Nase oben. Zur Zeit in Madrid. Vergesst den, hakt die Rundfunkgebühren als Entwicklungshilfe für menschlich abgedriftete Sendermitarbeiter ab, schaut am Montag halt was anderes und gut isses!

Möglicherweise holt der Club nächstes Jahr einen Titel, dann kann der BR wieder mal spontan eine Luchs-Sendung ins Programm nehmen. Das wäre doch schön!

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20 Kommentare in “Der BR geht lieber nach Fürth

  1. Dem Ratschlag, am Montag halt was anderes zu schauen, werde ich fürderhin sicherlich folgen. Der Herr Othmer ist ja der nächste, der am Waldi-Syndrom erkrankt ist, faselte er doch gestern dauernd von vier bayerischen Vereinen in der 1. Liga.

  2. Die wollen eben auch einmal nach Fürth. Da waren die noch nicht. Hoffentlich finden sie wieder raus.

  3. Von den 45 Minuten Sendezeit sind im Durchschnitt höchstens 30 für Bundesligafußball vorgesehen. Davon etwa zwei Drittel für den FC Bayern. Den Rest teilten sich der Club, der FCA und die Zweitligisten. Jetzt kommen auch noch die westlichen Vorstädter oben dazu. Blickpunkt Sport hat schon von daher ein Problem. Die Sendezeit wird schließlich nicht länger, nur weil die Fürther mal ein Jahr oben dabei sind. Da wird der BR vielleicht ganz froh über den Boykott des FCN sein. Dann kann er die zwei Minuten wenigstens für Fürth verwenden und muss sich nichts anderes überlegen.

    Aber seien wir doch froh: Ein bekannter und von allen anerkannter Depp schweißt doch zusammen. Nur der Club!

  4. Ich weis wirklich nicht über wegen was ich mehr kotzen könnte, über den Bayerischen Rundfunk oder über den Heuchler und Schleimscheisser Günter Koch als FCN-Aufsichtsrat.

    • Was kann denn der GüKo dafür? Die Absicht war ja löblich, dass der BR seine Steilvorlage jetzt (vermutlich grinsend) nutzt, um den Club zu diskreditieren, ist allerdings nicht verwunderlich.

  5. Ich halte das für einen geschickten Schachzug um das vor sich hin dümpelnde Club-TV zu promoten. Wenn der BR endgültig zum Voll-FCB-Sender wird, dann gibt es dafür sicher einen Bedarf, allerdings müsste es dann auch Spielszenen dort geben.

  6. In Franken schaut man doch sowieso lieber FF, da kommen auch immer Spielberichte über die Ice Tigers, die man beim BR häufig auch vergeblich sucht.
    Leider ist das in der Fremde nicht zu empfangen.

  7. Also bitte , wie Kleinkariert ! Bin Club-Fan , habe aber Respekt vor der SpVgg Fürth . Schaut mal ,wo hat der Club ein Konzept für die Zukunft , nur mit Leihspielern !!! Ärgelich , da ich gegen prekäre Arbeitsverhältnisse bin. Sollte zum Nachdenken animieren !!

    • Haha! Das bringt mich auf eine Idee. Vielleicht ist der BR auch nur ein Verleihsender, bei dem der Club ein paar Minuten leihen kann, wenn ihn der FCB lässt. Das würde dann einiges erklären.

  8. Ich meine: Der FCN hätte Größe beweisen können, ja vielleicht sogar müssen. Natürlich ist es bitter, dass der BR sich nicht für Nürnberg entschieden hat. Aber man hätte mit gutem Beispiel vorangehen müssen, zur Sendung gehen und dort vielleicht mit ein paar spitzen Bemerkungen den BR dazu beglückwünschen, dass er mal aus München herausgefunden hat usw. Doch jetzt artet das wieder in diese unsägliche Greuther-Club-Streiterei aus. Und gibt den aggressiven Fans auf beiden Seiten Vorschub für neuen Hass. Viele „normale“ Fans in beiden Städten haben darauf echt keinen Bock mehr!

    • Das ist mir zu pathetisch.

      Da wird ja jetzt nicht jede Sendung aus Fürth kommen. Daß vom Club keiner hingeht, ist doch o.k. Da wird schließlich die ganze Zeit ausschließlich vom Fürther Aufstieg geredet werden. Dann sollen auch ausschließlich diejenigen drüber reden, die damit was zu tun hatten.

      Wenn Bayern die CL gewinnt, werden sie darüber auch in Blickpunkt Sport eine Riesensendung machen. Kann mir aber nicht vorstellen, daß sie dann dazu welche von den Sechzigern einladen werden.

      Feiernde sollen unter sich bleiben!

    • Ganz meine Meinung. Anstatt zusammen zu halten kleinliche Streitereien und Neid nach dem Motto: Aber zumindest die kleine Nummer 2 in Bayern, das sinn scho mir! Die Bayern und ihre Hofschranzen beim BR lachen sich tot! (Wahrscheinlich doch nicht, denn was nördlich vom Dachauer Moos passiert, merkt dort eh keiner!)

    • Da gebe ich dir völlig recht. Wenn wir zusammenhalten könnten wir der Münchner Übermacht und den Millionärsclubs aus der Retorte etwas entgegen setzen. Vielleicht auch dem Bayerischen Rundfunk. Der wird nämlich die Fürther schon bald genauso links liegen lassen, wie den FCN.
      Diese Fanfeindschaft ist einfach albern und peinlich. Sportlicher Wettbewerb: ja, unmotivierter Hass: nein!

  9. Lippe: Ich dachte schon es wird ein langweiliger Mittwochabend. Aber weit gefehlt,ich habe selten beim lesen der Kommentare so gelacht wie heute. Die Spielvereinigung hat den Aufstieg verdient und der Glubb ist erfreulicherweise in der 1.BL geblieben. Damit können wir uns auf schöne Derbys freuen. Das Verhalten von Koch, Bader und Co. zeigt leider wie provinziell Sie sich verhalten und sie reihen sich damit hinter „fränkische Größen“ wie Loddar Maddäus und Söder ein. Kein Wunder wenn da nicht nur Oberbayern über Franken lacht! Liebe Nürnberger, liebe Fürther: Bleibt doch untereinander fair und sportlich und respektiert die Leistung der fränkischen „Erstligisten“.

  10. Von einem Sender wie dem Bayerischen Rundfunk muss ich erwarten können, dass er zwischen wichtig und weniger wichtig unterscheiden kann. Im Fußball ist das nicht so schwer. In dieser Woche, da werden wohl nur Leute mit undurchsichtiger Vereinsbrille widersprechen, ist das Wichtigste der CL-Finaleinzug der Bayern. Wenn da nun eine Sendung aus Fürth kommt über einen Verein, der statt Real Madrid Paderborn oder Aue geschlagen hat, dann ist das wie die Luchssendung bei der Pokalfeier in Nürnberg. Wenn dann noch jemand schmollend in der Ecke sitzt, weil nicht der Nürnberger, sondern der Fürther Luchs gesendet wird, dann ist das nur noch peinlich.

  11. Diese Aktion war absolut unnötig, das sollte eines „Aufsichtsrates“ unwürdig sein. Konkurrenzkampf und Konkurrenzgeist ist ok. doch sollte dabei Augenmaß behalten werden.
    Dieses „künstliche“ Aufpeitschen ist oft kaum nachvollziehbar! Vor allem stiftet es eine Agresivität die oftmals unglaublich erscheint und nichts mehr mit „Fussball“ zu tun hat, da geht es nicht mehr um den Sport, da geht es nicht mehr um die Mannschaften, da stehen ganz andere Dinge im Vordergrund. Ich finde das sehr schade und frage mich ob dies, wie in diesem Fall, Verantwortlichen überhaupt bewusst ist. Es scheint eher nicht der Fall zu sein!
    Fairness und respektvoller Umgang egal welcher Mannschaft man angehört sollte gelebt sein, nicht nur propagiert.
    Zum Glück gibt es doch auch Nürnberger Fans wie Fürther Fans die dies schaffen und trotz des Konkurrenzkampfes/Konkurrenzgeistes nebeneinander stehen und sein können ohne sich ständig zu attackieren!

    • Das ist ein schöner allgemeiner Appell, wie ihn normalerweise nur Politiker zustande bringen.

      Leider ist er auch ebenso schwammig. Ein richtiger Hauch von Kommentar. Werde doch bitte in Zukunft etwas konkreter. Oder möchtest Du Bundespräsident werden?

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