Club kooperiert mit obskurem Tickethändler

Es fällt mir schon schwer, die Bayern zu loben und den Club zu tadeln. In diesem Fall ist es leider angebracht.

Weil es für das Freitagabendspiel gegen Frankfurt im Vorverkauf keine Karten mehr gibt, verweist der Club auf seiner Facebookseite die Fans auf Viagogo. Und zwar mit folgendem Text:

„Ihr möchtet den Club beim Spiel gegen den Tabellenzweiten aus Frankfurt unterstützen, aber habt keine Karte mehr bekommen? Kein Problem! Auf viagogo.de, der offiziellen Ticketbörse des 1. FC Nürnberg, gibt es noch Karten für die Begegnung. Sichert euch eure Karte und seid am Freitag live dabei.“

Für Leute, die Viagogo kennen, hört sich diese Aufforderung an, als würde der FCN auf den Schwarzmarkt verweisen. Beim Online-Ticket-Händler Viagogo stellt man seine Karte zu einem beliebigen Preis ein. Der Käufer kann sie nehmen oder nicht. Auf jeden Fall kassiert Viagogo, und zwar zehn Prozent vom Verkäufer und 15 Prozent vom Käufer – je mehr verlangt wird, desto mehr verdient Viagogo. Der Online-Händler wehrt sich freilich gegen den Vorwurf, hier werde Schwarzhandel betrieben. Auf dem Schwarzmarkt müsse man nämlich gewärtig sein, Fake-Tickets zu bekommen oder im schlimmsten Fall sogar zusammengeschlagen zu werden. Bei Viagogo gebe es derartige Auswüchse nicht.

Dafür gibt es andere. „56 Euro für Reihe 13 im Block 12!!! Gehts noch?“, schimpft ein Fan auf Facebook. Andere werfen dem Club Eigeninteressen vor. Warum wurde beispielsweise der Vorverkauf am Dienstag gestoppt? Warum lässt man dieses Geschäft nicht weiter über eBay laufen? Und warum bezeichnet der FCN Viagogo als seine offizielle Ticketbörse?

Die Fans auf Facebook sind jedenfalls stinksauer. „Bloß nichts kaufen. Größte Abzockerseite die es gibt!“ ist noch eine der harmloseren Formulierungen. Der Club scheint da ein ernstes Problem zu bekommen. Dabei hätte er sich nur am FC Bayern orientieren müssen. Der hat angekündigt, den Vertrag mit dem zweifelhaften Kartenhändler nicht mehr zu verlängern.

Wie gesagt, man kann von den Bayern halten, was man will, manchmal sind sie einfach nur etwas heller auf der Platte als unser Club.

Nachtrag: Auch auf Twitter hat der FCN die Möglichkeit, sich über Viagogo Restkarten zu sichern, beworben. Dass auf der Viagogo-Seite Javier Pinola offenbar schon seinen Kommentar zu dem Tickethändler abgegeben hat, ist uns auch gerade aufgefallen.

3 Kommentare in “Club kooperiert mit obskurem Tickethändler

  1. So ein witz über ebay darf mann nicht mehr verkaufen wenn mann nicht hin kann aber diese arschlöcher von viaggo dürfen die karten um ein vielfaches weiterverkaufen wir nicht.wir bekommmen eine strafe vom fcn. bittte schreibt alle an fcn ein schreiben so kanns nicht weiter gehn.
    viaggo ist abzocke. da bekommt mann schon karten gegen fürht. schaut mal uf die preise versandgebühren..
    lieber herr bader und co. bitte lassen sie diesen scheiß mit diesem patner. danke

    bitte niemand dort kaufen

  2. Pingback: Viagogo goes gar nicht : Die 3 Clubfreunde

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