Zurück am Boden

Es ist halt wie immer: Kaum fängt man beim FCN an zu träumen, dann gibt es eins auf die Mütze. Wenn man die Zeitungen in den letzten Tagen gelesen hat, ging es nur um die Tabellenführung. Zumindest um die kurzzeitige. Schließlich hatte der Club bislang gut gespielt und mit Kiyotake auch endlich einen, der das Spiel machen und Standards schießen kann. Die Erwartungshaltung war groß, aber wurde halt wieder mal enttäuscht. Aber es ist nicht nur das. Der Club hat auch nach wie vor Probleme, zuhause das Spiel zu machen. Gegen Dortmund fällt das nicht auf. Die versuchen auch auswärts zu dominieren. Bei Frankfurt war das anders. Zunächst ließen die den Club kommen, der kam auch, aber nicht zum Tor. Dabei sah da alles noch gut aus. Frankfurt musste früh zwei Spieler verletzungsbedingt wechseln. Dann hätte eigentlich noch Sambrano wegen Doppelgelb vom Platz gestellt gehört. Der Club dachte zu dem Zeitpunkt wohl, er hätte es im Griff. Aber, nichts da!

Gleich danach machte Frankfurt das Tor, nutzte eine missglückte Abseitsfalle aus (Pinola war da wieder mal nicht ganz auf der Höhe). Hinterher hatte die Eintracht das Spiel plötzlich unter Kontrolle. Der Club rannte sich schon im Mittelfeld fest und wenn er doch mal vors andere Tor kam, holte der gute Eintrachtkeeper Trapp alles raus. Auffällig war, dass außer Kiyotake, auf den sich die Konkurrenz aber mittlerweile eingestellt hat, niemand im Mittelfeld Akzente setzen kann. Folgerichtig wurden Mak und Esswein dann auch ausgewechselt. Da kam einfach zu wenig Konstruktives.

Und schließlich zeigte dann auch noch der Frankfurter Japaner Inui, dass er keineswegs gewillt ist, Kiyo den Titel „bester Japaner der Bundesliga“ kampflos zu überlassen. Die Clubabwehr sah da übrigens kollektiv ziemlich alt aus. Gut aber, dass sich die Mannschaft dann aufbäumte und doch noch die Eintrachtabwehr knackte. Am Ende wäre ein Unentschieden verdient gewesen. Die Chance von Polter war eigentlich eine 150prozentige. Aber wie es halt so ist, manchmal hat man kein Glück und wenn man zu spät aufwacht, gibt man dem Glück auch kaum Chancen.

Jetzt sind wir halt wieder am Boden. War leider vorhersehbar.