Eklig, aber nicht erfolgreich

Langsam wird es eng. Dabei geht es, was die Clubleistung angeht, durchaus aufwärts. Auf Schalke war der Club jener eklige Gegner, den Trainer Dieter Hecking vor der Begegnung gefordert hatte. Schon im Mittelfeld machten die FCN-Spieler den Schalkern das Leben schwer. Sich selber aber leider auch. Denn kaum wurde der Ball erobert, war er auch schon wieder weg. Zur Vorgabe eklig spielen gehörte halt nicht: genau passen. So lief der Ball beim Club höchstens mal über zwei oder drei Stationen. Klar, dass da vorne wenig lief. Dabei waren die Champions-League-geschwächten Gegner in der Abwehr keineswegs sattelfest.

Aber wenn die besten Chancen von Spielern wie Pinola oder Cohen abgeschlossen werden, die bekanntlich nicht die gelernten Goalgetter sind, dann wird das nichts. Andererseits war der einzige Stürmer Tomas Pekhart völlig zugestellt und fiel praktisch überhaupt nicht auf. Mike Frantz verletzte sich, wieder einmal, früh. Timo Gebhart hatte immerhin ein paar gute Szenen. Kiyotake hatte zu Beginn eine gute Chance, passt sich aber leider – auch was die Fehlpässe angeht – mehr der restlichen Mannschaft an als umgekehrt. Da geht halt dann schwer was in Richtung Tor. Hinten stand immerhin mit Youngster Rakovsky der beste Mann zwischen den Pfosten. Die paar kleineren Fehler waren eher auf Übermotiviertheit zurückzuführen und nicht gravierend. Beim Tor von Farfan in der 77. Minute gabs nichts zu halten. 92 Minuten volle Konzentration, das bringt die Clubabwehr eben auch an besseren Tagen nicht hin.

Eigentlich hätte der Club durchaus ein Unentschieden in Gelsenkirchen verdient gehabt. Aber so ist das halt, wenn man unten drin steht. Alte Fußballerweisheit! Dummerweise steht der Club jetzt unten noch drinner und beim nächsten Gegner greift endlich der Magath-Effekt, so dass da eine erneute Niederlage zu befürchten ist. Harte Zeiten dräuen. Als Clubfans müssen wir uns wohl in mehrfacher Hinsicht warm anziehen..