Schiri stört den Weihnachtsfrieden

Ein Punkt in Bremen, da hätten wir vor dem Spiel sicher eingeschlagen. Auch während des Spiels, so bis zur 80. Minute. Doch dann brachte Timo Gebhart den Club in Führung. Nicht verdient. Aber so ist er halt, der Fußball. Wenn die eine Mannschaft ihre zahlreichen Chancen nicht reinmacht, dann passiert das eben. Leider passiert es aber auch immer, dass der Schiedsrichter eingreift und mit offensichtlichen Fehlentscheidungen den Club schädigt. Diesmal war es Manuel Gräfe. Obwohl Torschütze Petersen klar im Abseits stand, gab er den Ausgleichstreffer. Abseits gilt offenbar nur, wenn es dem Club schadet.

Keine Frage, dass das 1:1 nach dem Spielverlauf verdient war. Aber, bitteschön: Abseits ist Abseits. Sonst können wir die Schiedsrichter auch durch Punktrichter ersetzen, die Ballbesitz, Ecken und Torchancen mit irgendeinem Algoritmus berechnen. Vielleicht kann man das überhaupt alles digital machen? Dabei auch noch ein paar Haltungsnoten einbauen und einen Frisurenbonus berücksichtigen.

Ich schweife ab. Wie gesagt, der eine Punkt wäre eigentlich ein versöhnlicher Jahresabschluss für uns gewesen. Aber so wie das dann am Ende gelaufen ist, dient das halt doch nicht dem Weihnachtsfrieden.

Trotzdem: Der Club hat gut gekämpft. Vor allem Raphael Schäfer stand hinten wie eine Eins. Bremen hatte nur mit Schiri-Hilfe eine Chance zu Torerfolg zu kommen. Über die durchaus vorhandenen Schwachstellen in der FCN-Mannschaft sehen wir (Weihnachtsfriede) mal hinweg. Der Dieter Hecking wird die, wenn er sich wieder beruhigt hat, mit Sicherheit sowieso ansprechen.