Die Club-Bilanz der Vorrunde

Das Jahr geht zu Ende, und die Clubfreunde blicken zurück auf eine Vorrunde, in der es zweimal eng für den 1.FC Nürnberg wurde – und beide Male landete der Ruhmreiche einen Befreiungsschlag. Am 10. Spieltag beendete das Team von Trainer Dieter Hecking eine Serie von sechs sieglosen Spielen mit einem 1:0 gegen Wolfsburg –  den damaligen Tabellensechzehnten, der wie der Club acht Punkte auf dem Konto hatte.

Eine ähnliche Konstellation bot sich dann nochmals am 14. Spieltag. Der Club stand mit 13 Punkten auf Rang 15, Hoffenheim mit 12 auf Relegationsrang 16 – und wieder entschieden die Nürnberger das Kellerduell für sich. Außerdem brachen die bis dahin wenig torhungrigen Clubberer den Bann, denn mit dem quirligen Mittelfeldtechniker Hiroshi Kiyotake, Abwehrrecke Per Nilsson und Stürmer Sebastian Polter erzielten gleich drei Spieler ihr zweites Saisontor. Das war bis dahin noch keinem Nürnberger gelungen.

Das Team von Trainer Dieter Hecking  beendete die Vorrunde mit 20 Punkten auf Rang 14 – das ist zwar nicht weit weg von den Abstiegsrängen, aber da Hoffenheim (die TSG blieb bei 12  Zählern stehen), Augsburg und Fürth (je 9 Punkte) so bescheiden punkteten, könnte es dennoch eine ruhige Rückserie werden.

Der sportlichen Leitung muss man bescheinigen, gut eingekauft zu haben. Der ideenreiche Kiyotake war auf Anhieb Stammspieler und erzielte drei Treffer, Polter (ebenfalls drei Tore, Bestwert beim Club) lief im Sturm Tomas Pekhart den Rang ab und Timo Gebhart erzielte wichtige Treffer in besagtem Spiel gegen Wolfsburg und in Bremen (1:1). Auch Gebhart konnte sich im Mittelfeld einen Stammplatz erobern, während es bei Marcos Antonio zuletzt nicht einmal für einen Platz im 18er-Kader reichte. Der Brasilianer, eigentlich als Abwehrchef vorgesehen, patzte bei seinem Bundesligadebüt am sechsten Spieltag gegen Stuttgart (0:2) und saß fortan draußen.

Gewinner der Vorrunde sind neben den genannten Neuzugängen sicher die Innenverteidiger Per Nilsson und Timm Klose. Der Schwede konnte endlich mal eine Halbserie ohne größere Verletzungssorgen durchspielen und bot, von seinem rabenschwarzen Tag gegen Hannover (1:4) mal abgesehen, zumeist solide Leistungen. Noch besser trumpfte Klose auf – der Tribünenhocker der Rückserie 2011/12 avancierte zum absoluten Leistungsträger.

 Was im Rückblick freilich nicht fehlen darf, ist das erste Pflichtspiel der Saison. Wie schon vor 21 Jahren musste der Club im DFB-Pokal-Wettbewerb nach Havelse. Und blamierte sich prompt ein zweites Mal. Das muss man auch erstmal hinkriegen.