Good bye, Dieter!

Da dachten wir schon, beim Club kehrt langsam sowas wie Ruhe ein, aber nichts da! Jetzt verlässt Trainer Hecking den FCN völlig überraschend zum Liga-Konkurrenten VfL Wolfsburg. Will heißen: Der Club braucht einen neuen Trainer. Vorbei ist es mit der Weihnachtsgemütlichkeit.

Die Umstände sind mehr als merkwürdig. Da verhandelt Wolfsburg erst mit Bernd Schuster, der sich schon seit Wochen bei Kabel1 und dann bei der ARD als Bundesligatrainer andient. Der aber – mich zumindest – dort auch extrem genervt hat mit seinen Binsenweisheiten, seinem bräsigen Schwabenslang und seinem beschränkten Wortschatz. Dass so jemand auch noch überzogene Gehaltsvorstellungen anmeldet und Wolfsburg damit vor den Kopf stößt, ist das eine. Das andere ist, dass die daraufhin bei einem Mitkonkurrenten um den Abstieg den Trainer weglocken (kann natürlich auch sein, dass Schuster nur eine Showveranstaltung war um den Club in Sicherheit zu wiegen).

Bei E-Jugendlichen wird eine mehrmonatige Spielsperre verhängt, wenn die während der Saison den Verein wechseln. In der Bundesliga kannst du einfach einen Trainer von der Konkurrenz abwerben und die erstmal schwächen. Ob du dich damit selber verstärkst, ist dann schon gar nicht mehr so wichtig. Das ist zum einen eine Sauerei, zum anderen Wettbewerbsverzerrung.

Viele sind jetzt über Dieter Hecking verärgert, weil er sowas mitmacht. Gut, kann man so sehen. Ich finde es aber auch skandalös, dass sowas überhaupt geht. Gleichzeitig ärgere ich mich, dass der Club Verträge abschließt, die einen solchen Wechsel ermöglichen.

Apropos Club: Die Pressesprecherin war von der Entwicklung heute völlig überrumpelt und wusste überhaupt nichts. Alle Fakten kamen vom VfL Wolfsburg. Das heißt offensichtlich: Der Club ist hier ein ahnungsloses Opfer, das plötzlich ohne Trainer da steht. Das macht nicht unbedingt Hoffnung, dass schnell die richtigen Lösungen gefunden werden. Man schaue sich nur einmal an, was der FCN da alles falsch machen könnte mit der Hecking-Nachfolge: http://www.transfermarkt.de/de/default/verfuegbaretrainer/basics.html Da muss man fast hoffen, dass die Sky-Meldung, U23-Trainer Michael Wiesinger werde zum Cheftrainer aufgewertet, stimmt.

Ach so, die Wettbewerbsverzerrung geht ja noch weiter: Bei den geplanten Kaderverstärkungen ist der Club jetzt auch noch abhängig von seinem Ex-Trainer. Etwa in Sachen Madlung. Zudem fragt man sich, was aus dem vom VfL ausgeliehenen Sebastian Polter wird.

Dessen ungeachtet möchten wir trotzdem Dieter Hecking für die gute Arbeit beim Club danken. Die Hoffnung, dass Kontinuität und Ruhe beim FCN einkehrt, müssen wir allerdings auf seinen Nachfolger übertragen.

18 Kommentare in “Good bye, Dieter!

  1. Einige beschimpfen Hecking jetzt schon als Söldner. So weit will ich nicht gehen. Ich nehme ihm sogar ab, wenn er sagt, er will in der Nähe seiner Familie arbeiten. Trotzdem hat der Vorgang ein Geschmäcke. Da geht es einfach nur darum, einen Mitkonkurrenten um den Abstieg zu schädigen. Hecking fehlt nämlich nicht bloß dem FCN, er bringt auch Wissen über dessen Spielweise mit und muss deswegen noch nicht einmal zum VfL Wolfsburg passen. Der Erfolg ist hier der Misserfolg des anderen. So etwas gehört sich nicht, selbst wenn das rechtlich nicht zu beanstanden ist.

  2. Hecking nahm an der Weihnachtsfeier des Clubs noch teil und sagte, der Club brauche keine Verstärkung obwohl er in Gedanken bereits in der Autostadt war, deren Autos wir kaufen sollen. Einen solchen Abgang hat der Traditionsclub nicht verdient. Vorschlag für einen neuen Trainer: Holt bitte Herrn Köstner vom VFL Wolfsburg, der ein Franke und ein guter Trainer ist.

  3. Die Bundesliga ist eben eine Unterhaltungsindustrie und hat mit dem Fußball in der E-Jugend oder der Kreisklasse relativ wenig zu tun. Daher gehts eben für den ein oder anderen Spieler oder Trainer mal schnell weiter. Für Hecking nachvollziehbar, für den VfL Wolfsburg auch, für den Allofs einen guten Job gemacht hat.
    Wahnsinn allerdings, wenn der Club wirklich unvorbereitet war. Hecking war schon immer mal in der Bundesliga im Gespräch. Da hätte man vorbereitet sein sollen. Da kann einem Katharina Wildermuth in der PR leid tun, wenn sie kalt erwischt wurde.

    Und zum Thema Polter: Der wäre so oder so nach der Saison zum VfL zurückbeordert worden. Hecking hin oder her.

  4. Vereine wie der VfL Wolfsburg machen den deutschen Fußball kaputt. Kaum Fans, aber jede Menge Geld. Fußballfans, die sich jetzt noch einen VW kaufen, sind selber Schuld.

    • VW ist nur leider Besitzer jeglicher Autofirmen von daher müsstest du auf ein Auto vezichten außer du findest eine kleine Marke, die VW nicht besitzt.

  5. hau bloß ab hecking dummer söldner !!! den club so im stich zu lassen – DANKE FÜR NICHTS !

    hast dir den richtigen verein ausgesucht hoffentlich steigst du mit denen in liga 2 ab und wirst sofort rausgeworfen !!!

  6. Ich bin sehr Enttäuscht von Herrn Hecking,
    ich habe mich in seiner Person doch sehr täuschen lassen. Das geht wahrscheinlich vielen Cluberern so.
    Ich hatte das Gefühl, das hier mehr ist als ein Arbeitsverhältnis. Wir Fans haben immer zum Trainer gestanden und haben auch auf ihn vertraut, als es nicht lief oder unverständliche Entscheidungen getroffen wurden. Leider bleibt nur die Erkenntnis: In der Bundesliga ist kein Platz für Ehrlichkeit und echten Teamgeist. Herrn Hecking wünsche ich, dass er seine Entscheidung bald bereut und im Nachhinein merkt welchen tollen Club er im stich gelassen hat.
    Denn: Es gibt viele Vereine, doch nur einen Club!

  7. Hallo, auch ich bin enttäuscht, denn Hecking war für mich ein Top-Trainer. Allerdings war immer wieder schon mal die Rede davon, dass größere Vereine nach ihm Ausschau halten. Und er hat nicht mal dementiert, dass er einiges zu einem großen Verein wechseln würde. Wenn ich mir nun vorstelle, dass er monatelang dementiert, da wäre nichts dran und am Ende geht er doch – weiß auch nicht. Vielleicht ist der schnelle Abgang dann besser. Wichtig ist jetzt nicht der Blick zurück und irgendwelche Sentimentalitäten, sondern dass ein gescheiter Trainer herkommt. Und vor allem: Mit ihm der Erfolg.

  8. Hecking hat Vertrag bis 2014 und kann dann einfach so gehen? Da ist schon noch ein wenig journalistische Detailaufklärung notwendig (Ablösesumme?, Ausstiegsklausel? etc). Im Netz ist jedenfalls so gut wie nichts zu finden.

  9. traurig, traurig, traurig, so sehr man es versteht, dass dieter hecking in die nähe seiner familie will, so ein schlechter beigeschmack entsteht, dass er mitten in der saison zu einem direkten konkurrenten um den abstieg wechselt. Wirklich unfassbar, dass das möglich ist, der Clu ist wie immer der Depp!

  10. Was ist denn der Club für ein Schläferverein? Da lässt man sich wochenlang vom eigenen Trainer täuschen. Der verhandelt mit den VW-Leuten und Bader und die Blindfische vom Aufsichtsrat merken nichts. Die hätten es wahrscheinlich erst aus der Zeitzng erfahren, wenn sie heute nicht von ein paar Onlinejournalisten angerufen worden wären. Beim Club herrscht ein völliges Missverhältnis: hier ultrafitte Fans und dort eine völlig verschnarchte Vereinsführung. Immerhin hat ihnen Hecking jetzt das gemütliche Weihnachtsfest verhagelt.

  11. Wolfsburg ist ein Retortenverein, in dem Geld das Vereinsleben ersetzt. Man kann gar nicht genug Verachtung haben für solche Gebilde wie den VfL. Dass Hecking zu diesen Totengräbern des Fußballs wechselt, ist nicht entschuldbar. Auch nicht damit, dass seine Familie in der Nähe wohnt. Sogar die Springerpresse hat inzwischen erkannt, was das für ein Verein ist: http://www.welt.de/sport/fussball/bundesliga/vfl-wolfsburg/article112199952/Wolfsburg-ist-eine-Lebensluege-der-Bundesliga.html
    Dem ist nichts hinzuzufügen. Hecking verdient jetzt vielleicht das Doppelte, dafür hat er bei uns jeden Kredit verspielt.

  12. Über den Club ärgere ich mich viel, weniger über Trainer und Spieler, sondern überwiegend über das Management. Der Abschied von Herrn Hecking ist sicherlich nicht der Feinste, spricht aber für das Verhältnis zum Management. Ich lese daraus, dass es ein Herr Bader eben nicht geschafft hat, zu seinem Trainer eine wertschätzende Beziehung aufzubauen. Wieder einmal ein Zeichen, das sich der Erfolg des Vereins leider nicht auf dem Rasen entscheidet.

    Hierzu sollte sich das Management aufklärend kundtun!

  13. Pingback: Der Club gibt die Merkel : Die 3 Clubfreunde

  14. ..ich sage nur soviel…..für mich ist das Abwerben von Hecking wieder mal….eine üble Angelegenheit…so macht man Vereine kaputt..(bisher kam sowas nur aus Leverkusen und von den Bayern)..Herr Hecking kennt, das drumherum beim Club (Nachwuchs, Trainer etc) aus demm ff und kann nun mit dem Werder-Flüchtling beginnen Unruhe beim Club auszulösen, Jugendspieler abwerben, Talente weglotden….im Internat wildern, somit wäre es dann möglich das VW nichts mehr mit dem Abstieg zu tun hat. Diese Worte und Lobesgesänge auf den Club von Herrn Hecking sehe ich als Schleimerei ersten Ranges und das unterdrücken von doch etwas schlechten Gewissen…!
    Ich würde mir wünschen, daß die Fans der anderen Vereine, in Zukunft mit den Wolfsburgern genau so umgehen, wie mit Hoffenheim….!

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