Nur ein Trio in der Rangliste

Endlich ist die Winterpause rum. Wobei über Fußball ja auch gesprochen wird, wenn der Ball nicht rollt. Dezember und Januar: Das ist die Zeit für Transfer-Spekulationen und für die großen Bilanzen. Der „kicker“ zum Beispiel erstellt dann immer seine Rangliste, die es schon seit 1956 gibt. Auf den verschiedenen Positionen werden die Spieler fein säuberlich sortiert in die Kategorien „Weltklasse“, „Internationale Klasse“, „Im weiteren Kreis“ und „Blickfeld“. In den ersten drei Kategorien gibt es ein tabellarisches Ranking, im Blickfeld werden die Spieler nur alphabtisch aufgelistet Und so kommt es, dass der „feine Techniker“ (so das „kicker“-Urteil) Hiroshi Kiyotake in der Kategorie „Mittelfeld offensiv“ Seit an Seit mit Hamburgs Star van der Vaart eingereiht wird, beide haben es ins „Blickfeld“ geschafft. Ebenso übrigens Edgar Prib – der einzige Fürther Feldspieler, der einen Notenschnitt über der 3,5 aufweist (3,44) und auch der einzige, der es in die Rangliste geschafft hat.

Allein, der Club kann da nicht gut spotten, denn viel besser sieht es bei uns auch nicht aus. Beispiel Außenbahnen defensiv: Keine Berücksichtigung von Javier Pinola oder Timothy Chandler, auch bei Außenbahn offensiv oder Sturm findet sich kein Nürnberger.

Nicht mal Timmy Simons fand Gnade vor den gestrengen Juroren – dabei  listet der „kicker“ im defensiven Mittelfeld gleich satte 23 Akteure auf,  darunter die Ex-Nürnberger Gündogan (Platz 4/Kategorie: Kreis), Reinartz (6/Kreis), Nordtveit und Polak (beide Blickfeld).
Dafür hat es ein anderer Routinier in die Liste zurückgeschafft: Raphael Schäfer, zuletzt nicht berücksichtigt,  steht im weiteren Kreis bei den Torhütern. Er belegt Rang zehn in der von Rene Adler angeführten Liste, lässt damit immerhin die Nationalkeeper ter Stegen und Zieler (beide Blickfeld) sowie WM/EM-Teilnehmer Wiese (gestrichen) hinter sich. Auch wenn der „kicker“ seine Strafraumbeherrschung rüffelt.

Der beste von nur drei Club-Spielern in der Rangliste ist Timm Klose. In der Rückserie 2011/12 als  Verteidiger Nummer vier nur Dauerreservist, hat er ein grandioses Comeback hingelegt und belegt in der Liste Rang sechs. Er liegt damit nur einen Rang hinter Philipp Wollscheid, seinem Vorgänger als Club-Abwehrchef. Beide stehen im weiteren Kreis.
Dort könnte – wenn er seine Leistungen weiter so stabilisiert – im Sommer vielleicht auch Kloses Partner in der Innenverteidigung, der 30-jährige Routinier Per Nilsson, auftauchen. Der hat seinen Vertrag übrigens gerade um zwei Jahre verlängert.