Wenigstens hat sich niemand weh getan

Wenn du gegen Dortmund in der derzeitigen Form gewinnen willst, dann muss schon vieles zusammenpassen. Dann muss du dich noch das Quäntchen mehr reinhängen, bissig sein und den anderen ein bisschen Angst einjagen und sei es nur, dass sie sich eventuell eine Verletzung zuzuziehen könnten.

Wir hatten da schon mal auf Raphael Schäfer gezählt, der sich tags zuvor wegen seiner Nasenblessur mit einer Ledermaske ziemlich furchteinflößend präsentiert hatte. Aber was kam: Er lief mit einem dezenten Pflaster auf, das auch noch fleischfarben war. Nach dem Motto: Nur nicht unangenehm auffallen! Die anderen Spieler hielten sich ebenfalls an diese Rücksichts-Vorgabe. Keine einzige gelbe Karte gab es. Und wenn mal einer mit Körpereinsatz zur Sache ging, dann so ungeschickt wie Timo Gebhart beim Elfmeter zum 1:0.

Wobei das aber nur in Relation zum körperlosen Fußballballett des FCN ein harter Einsatz war. Vielleicht lag auch der Grund für diese zurückhaltende Spielweise in der Person des Schiedsrichters begründet. Mit Michael Weiner haben wir leider schon sattsam schlechte Erfahrungen. Prompt nutzte der dann auch die erste Gelegenheit zum Clubverpfeifen und gab einen unberechtigten Elfer. Der machte dann dem Club die ohnehin geringe Chance, in Dortmund was zu reißen, gänzlich zunichte.

Wenn man davon ausgeht, dass Weiner in Franken eh nur Weinen hervorruft, war es also richtig, auf alles, was irgendwie nach Foul aussehen könnte, zu verzichten. Dann hätte das Michael Wiesinger allerdings auch Timo Gebhart sagen sollen.

So war das dann halt wie immer. Der Club verliert in Dortmund (diesmal 3:0). Der Club verliert, wenn Weiner pfeift.

Hoffen wir mal, dass wir unser Weinerpensum hinter uns haben und in den wichtigen Spielen einen Schiri bekommen, der sich etwas weniger deutlich auf die Gegenseite schlägt.

Die wichtigen Spiele? Das sind die gegen die Abstiegskonkurrenz. Denn auf dem Niveau eines BVB sind wir, das hat man unabhängig vom Schiedsrichter gesehen, leider nicht.