Versöhnlicher Sommerkick

Die Musik spielte heute woanders. Im Frankenstadion ging es eigentlich um nichts mehr. Trotzdem war das letzte Saisonspiel noch einmal typisch für die Saison. Die verschlafene erste Hälfte zum Beispiel. Unpräzises und wenig zielorientiertes Mittelfeldgeplänkel, das auch diesmal wieder eher den Club als den Gegner einlullte. Zumal wenn der einen Kevin de Bruyne in den eigenen Reihen hat. Solche Spieler machen dann den Unterschied. Aber halt nicht allein und nicht über 90 Minuten.

Es gibt ja immer auch noch eine zweite Hälfte und es gibt die Standards, über die der Club in dieser Saison (ganz anders als früher) meistens am gefährlichsten war. Und es gibt Pelle Nilsson, Nürnbergs Goalgetter. Der machte dann den wichtigen Ausgleich und spielte den Dosenöffner für die beiden P-Stürmer, die dann ebenfalls mal wieder trafen. (nachdem der Franke aber P eher wie B ausspricht, kommt der Begriff der Wahrheit dennoch ziemlich nahe).

Das junge Mittelfeld mit Mendler, Mak, Plattenhardt, Stark wirkte anfangs etwas überfordert, steigerte sich dann und konnte immerhin Erfahrungswerte sammeln. Ansätze für die neue Saison waren zu sehen. Trotzdem werden wir da mit den zuletzt abgelieferten Leistungen nicht bestehen können. Bremen wird mit Sicherheit nicht mehr mit einer derart löcherigen Abwehr antreten und der Sieg gegen Düsseldorf hat sich inzwischen ja auch relativiert.

Doch egal: Versöhnlicher Saisonanschluss, Platz 10 (vor Wolfsburg, hallo Dieter!), nochmal ein Heimsieg. Also lieber mal feiern, relaxen und dann abwarten, was noch an Verstärkungen kommt.