Wer spielte da gegen wen?

Mal angenommen, irgendwer in der Clubmannschaft möchte gerne einen anderen Trainer. Dann waren die bisherigen Unentschieden, selbst die knappe Niederlage gegen Augsburg, wohl noch nicht ausreichend. Da musste eine anderer Dosis her, damit die Sparstrümpfe im Clubvorstand aufwachen. Jetzt haben der – oder diejenigen – ein Pfund vorgelegt, das nicht so einfach vom Tisch zu wischen ist. 0:5 gegen einen Verein, der zuvor auf dem Relegationsplatz, also noch hinter dem Club stand, das ist mal eine Ansage gegen den Trainer.

Mal angenommen aber, Michael Wiesinger wusste schon, dass er nicht mehr lange auf der Bank sitzt. Und er wusste auch, dass bereits mit Felix Magath gesprochen wurde und dieser sogar hinter ihm auf der Tribüne saß. Dann hätte er kaum noch so richtig Durchsetzungsvermögen besessen. Dann erklärt sich auch, warum er seine Mannschaft nur alibimäßig auf den Gegner einstellte. In der ersten Hälfte, die gewohntermaßen vergeigt wurde, spielte die Clubelf nur so ein bisschen mit – in der Hoffnung, der Gegner würde halt auch mitkicken. Doch der hat einen van der Vaart in der Mannschaft und der haut dann einfach mal einen rein. Das ist natürlich doof. Aber, was lernen wir: Sparsamkeit zahlt sich manchmal halt auch nicht aus und Geld kann den Unterschied machen. Eine solche Erkenntnis lähmt natürlich. Auch den Trainer.

In der zweiten Hälfte gab der HSV dann immer noch nicht den willigen Mitspieler. Plötzlich explodierte sogar ein Lasogga. Offenbar hat der Trainerwechsel beim HSV einiges bewirkt. Van Marwijk hat bei einigen die richtigen Knöpfe gedrückt. Jedenfalls ließ sich der HSV gar nicht erst zurückdrängen und darauf ein, den knappen Vorsprung zu halten. Was lernen daraus? Ein Trainerwechsel kann durchaus positive Effekte erzielen.

Und jetzt zu dem Gast im Stadion: Felix Magath war – wie bei etlichen anderen Vereinen auch – schon mal Trainer beim Club und beim HSV. Dementiert wurde das Gerücht, dass sich Martin Bader bereits vor etlichen Tagen mit ihm getroffen hat, bislang nicht. Kann also leicht sein, dass er demnächst beim Club auf der Bank sitzt. Immerhin ist jetzt erst einmal Länderspielpause, da hat man ein bisschen Zeit um nachzudenken. Kann auch leicht sein, dass der Club seinen strikten Sparkurs korrigiert. Das muss er wohl auch, denn ohne ein paar Euro für Spielereinkäufe dürfte der Felix nicht zu haben sein. Es wird möglicherweise einiges passieren beim FCN. Nicht bloß auf der Bank.

Wie hat Michael Wiesinger vor dem HSV-Spiel angekündigt: Es werde einen Befreiungsschlag geben. Vielleicht hat er damit den ersten Saisonsieg gemeint. Doch da hat er sich geirrt.

Übrigens dürfte auch Hanno Balitsch zu den Gewinnern dieses Spiels zählen.

3 Kommentare in “Wer spielte da gegen wen?

  1. Der Begriff „Sparstrümpfe“ triff es doch sehr gut. Deswegen haben sie den Wiesinger auch genommen und deswegen werden sie ihn auch noch weiter halten. Der Mann ist billig. Den nimmt sonst keiner. Dass sie ihm von Anfang an nicht zugetraut haben, in der Bundesliga als Chefcoach zu reüssieren, belegt doch der Umstand, dass ihm Armin Reutershahn zur Seite gestellt wurde und dann hat man auch noch den ohnehin schon auf der Gehaltsliste stehenden Marek Mintal mit ins Trainerteam aufgenommen. Nach dem Motto: Drei Minderbefähigte machen vielleicht einen Gescheiten. Tun sie aber nicht! Deswegen verzweifelt beim Club auch jeder, der über einen Hauch von Spielintelligenz verfügt. Ob das nun Balitsch oder Kiyotake ist. Egal.
    Dass Wiesinger Balitsch aus der Mannschaft verbannt hat, beweist, dass er ein Autoritätsproblem hatte. Nach dem HSV-Spiel wissen wir: Er hat es zurecht.

  2. Liebe spieler, fussball ist ein teamsport, nicht ,zu verwechseln toll- ein anderer-machts -sport!!!!!es setzt die bereitschaft eines jeden einzelnen voraus, sich für seine umwelt, sprich spieler einzusetzen, auch einmal für den anderen einzustehen. Wo ist euere eigenmotivation??? Leute, ihr habt den job , den ihr euch ausgesucht habt. Erinnert ihr euch überhaupt noch daran, was euch bewogen hat, fussballer zu werden.wenn es nur das geld war kann man euch nur bemitleiden. Setzt euch als mannschaft zusammen, REDET!!!!!!!!miteinander, interessiert euch für eure kollegen,‘,

    Und lieber trainer, nimm die hände aus der tasche ,mach den rücken gerade und komm in wallung!!!!

  3. ja,die Jungen drängen nach fordern Spielpraxis und lassen sich dann überlaufen oder lassen den Gegenspieler flanken, so dass Tore fallen – so geschehen bei Plattenhardt.

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