Wir können alles, außer gewinnen

Das Schlimme am Club ist, dass es immer noch schlimmer geht. Das muss man erst einmal bringen, auch in fast aussichtsloser Situation noch ein Unentschieden zu erreichen. Der Club bringt das. Nur der Club schafft es auch, dass wir Fans selbst nach einer 3:0 zittern. Und mit was? Mit Recht, wie sich in Hannover gezeigt hat.

Der Club ist wieder mal der Depp. Inzwischen ist er vielleicht ein schönspielender Depp. Aber Depp bleibt Depp.

Es reicht halt nicht, nur 15 Minuten vor der Halbzeit aufzudrehen und die Fans zu begeistern, wenn dann hinterher alles wieder eingerissen wird. Bloß zeigen, dass man es kann, ist halt nicht genug. Ich würde mal sagen, mit einem Simons hätten wir den Vorsprung über die Zeit gerettet. Und einen Simons haben wir halt in dieser Saison nicht. Niemand, der Ruhe in die Aktionen bringt, der mal Nervosität rausnimmt.

Das Blöde ist: Langsam wird es pathologisch. Der Club hat jetzt nicht bloß ein Spieler-, sondern ein Psychoproblem. Hannover hat vor dem Spiel einen Mentaltrainer engagiert. Da holt man offenbar auch Unentschieden, wenn man schwächer ist und aussichtslos zurückliegt. Beim Club müsste jetzt einer mit Antideppen-Keulen anrücken. Ein Sechser allein reicht jedenfalls nur bedingt.

Ach so: Das zweite Tor war aus Abseits erzielt (Bild). Kann man sich drüber aufregen. Aber es hilft halt nichts. Auch ein beschissener Depp bleibt ein Depp. Genauso wie ein liebenswerter Depp…

4 Kommentare in “Wir können alles, außer gewinnen

  1. „Das Schlimme am Club ist, dass es immer noch schlimmer geht“! Ja, dass bringt es gut auf den Punkt. Die Höchststrafe, was du als Fan erleiden kannst. Ein äußerst perfider Abstieg scheint unaufhaltsam seinen Weg zu gehen. Fast erscheint der Abstieg und das Ende der Saison in solchen Momenten wie diesen als Erlösung vom großen Leiden.

  2. Mit einer halbwegs passablen Abwehr wären wir gar nicht schlecht. Aber soviel Tore können die vorne gar nicht machen wie hinten versemmelt wird.

  3. Ja, es ist mittlerweile mehr als offensichtlich, dass die Abwehr die größte Schwachstelle ist. 24 Spiele meinte der Kommentator sei der Club nun ohne Gegentor.
    Zum gleichen Zeitpunkt der vergangenen Saison hatte man ein Tor weniger geschossen aber gleichzeitig auch 12 weniger bekommen und somit 9 Punkte mehr. Der Erfolg der letzten Jahre war der Abwehr geschuldet. Ohne die vielen Gegentore hätte man nun mind. 15 Punkte und wäre einigermaßen im Soll.

  4. Gut, eine Bank ist unsere Abwehr nicht. Jedoch werden auch im Mittelfeld viel zu viele Bälle verdaddelt. Das verunsichert die Abwehr genauso wie die mangelnde Chancenverwertung (was allerdings gegen Hannover diesmal nicht der Fall war).
    Ein bisschen fühle ich mich auch an den Abstieg 1994 erinnert. Damals hatten wir ebenfalls einen über jeden Zweifel erhabenen Torhüter (Köpke) und sind trotzdem abgestiegen. Will heißen: Da verlassen sich manche halt auch gerne auf den Torwart und der hält zwar vieles, aber nicht alles. Zudem ist es nie gut, wenn der Torwart die Führungsrolle übernimmt.
    Wie wir aus diesem Dilemma rauskommen, weiß ich auch nicht. Mit Neueinkäufen kaum. Balitsch wiedereingliedern, wäre da schon erfolgversprechender. Am besten beides!

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