Dreiwöchiges Pressen endete mit Geburt

FC Union Berlin - 1. FC Nürnberg„Europa, wir kommen“, kommentierte User „Boschie“ unter dem Spielbericht auf nordbayern.de. In den Kommentarspalten, wo noch Stunden zuvor „Bader raus“-Tiraden und andere Abgesänge auf den 1.FC Nürnberg dominierten, hielt am Freitagabend die Euphorie Einkehr.

Das 4:0 (2:0) an der Alten Försterei, Heimat des 1.FC Union Berlin, ersparte dem kurz vor der Not-OP stehenden Patienten den Kaiserschnitt. „Heute ist eine neue Mannschaft geboren“, erklärte Trainer Valerien Ismael nach der Partie. Daniel Candeias (7.), Timo Gebhart (30.), Peniel Mlapa (62.) und Robert Koch (78.) stachen – und pflopp, war der Druck im Uterus weg.

Es war eine schwere Geburt, der in den Wochen zuvor – man denke nur an die Schmerzen von Fürth, Duisburg und Frankfurt – heftige Wehen vorausgegangen waren. Plumps, plötzlich war es da, das Baby, geboren am 29. August, zur Welt gebracht von Ismael. Und es ist wunderschön.

Zu den fleißigen Geburtshelfern dürfen sich vielleicht sogar die beiden Aufsichtsräte Hanns-Thomas Schamel und Manfred Müller zählen, die unter der Woche unter großem Knirschen ihren Hut nahmen. Vielleicht löste das die Blockaden im Kopf, die trotz eifrigen Pressens einer Geburt im Wege gestanden hatten.

Unklar bleibt, wie so oft, die Vaterfrage. Infrage kommt da am ehesten Sportvorstand Martin Bader, denn Aufsichtsratschef Klaus Schramm dürfte zu alt sein, der Sportliche Leiter Wolfgang Wolf zu schüchtern. Letztendlich ist das aber auch egal, wir Clubfreunde freuen uns einfach über das Kind, das allem Anschein nach gesund und munter ist.

Es scheint wieder aufwärts zu gehen an der Wiege Valznerweiher. Selbst die größten Pessimisten sollten den Sieg in Köpenick, der von zwei Platzverweisen auf Berliner Seite leicht begünstigt wurde, ruhig als Fortschritt verbuchen. Wobei abzuwarten bleibt, ob nach der ersten Euphoriewelle nicht gleich schon wieder über Kindergeschrei gemeckert wird.

1 Kommentar in “Dreiwöchiges Pressen endete mit Geburt

  1. 2 Platzverweise für den Gegner? Frühes Führungstor nachdem der Gegner vorher einen Freistoß and die Latte semmelt? Keinerer Erwähnung wehrt? Und deswegen ist jetzt die Führungskrise beim Club beendet, nachdem der Manager Bader durch Fehlentscheidungen bei der Trainerwahl schon einen Abstieg verschuldet hat und nun schon wieder einen Jugendtrainer ohne Erfahrung engagiert? Direktaufstieg gibt es in der 2. Liga so für 65 Punkte am Schluss, es bleibt höchst zweifelhaft ob mit diesem Manager und diesem Trainer das möglich ist. #baderraus

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