Jetzt sind die Wunderheiler gefragt

822269039Jaja, der Club hat immer schon schlecht begonnen und kämpfte mit Anpassungsschwierigkeiten, wenn er abgestiegen ist. Diesmal ist das nicht anders. Gegen den KSC mochte man freilich nicht einmal von Anpassungsschwierigkeiten reden. Das war einfach nicht zweitligatauglich, was da abgeliefert wurde. Dabei hatte Trainer Valerien Ismael noch vor dem Spiel getönt, die Mannschaft habe vor allem mental gearbeitet, um ihr Können auch umsetzen zu können.

Leider war davon nichts zu sehen. Der Club spielte wie schon seit mehr als einem Jahr: ohne Zug nach vorne, ohne Durchschlagskraft und versuchte nur Ordnung reinzubringen und keine Fehler zu machen. Genau das passierte dann jedoch. Wer sich nämlich nur auf die Löcher im Käse (dazu später mehr) konzentriert, der wird nicht satt, sondern bekommt nur Blähungen.

So stand es, ehe man sich recht versah, 3:0 für die Karlsruher. Die werden sich auch gewundert haben, wie einfach es ihnen der „Ruhmreiche“ gemacht hat. Insofern hätten sie ruhig noch was für ihr Torverhältnis tun können. Aber in der zweiten Hälfte verwalteten sie das Spiel nur noch und dann hielt Raphael Schäfer sogar noch einen Elfmeter und die Drei fest. Schäfer tat also was für sich. Punkte bringt das, wie beschrieben, leider nicht.

Nichts für sich tun konnte dagegen Timo Gebhart. Bereits nach 30 Minuten holte ihn Trainer Ismael vom Feld. Das wird es für Gebhart wohl gewesen sein. Ein Missverständnis! Für Ismael könnte es das aber ebenfalls gewesen sein. Manager Martin Bader steht massiv unter Druck. Mit Spielen wie gegen den KSC wird im Verein keine Ruhe einkehren. Am 30.9. droht ihm eine Anti-Bader-Mehrheit im Aufsichtsrat. Also wird er was unternehmen. Erstmal Prinzen und Wolf auf die Bank setzen. Die kosten wenigstens nichts extra. Und dann Mirko Slomka holen. Der hat mit dem HSV in der vergangenen Saison immerhin die Klasse gehalten 😉 Oder vielleicht doch den ebenfalls arbeitslosen Felix Magath. Der hat den Club 1997 in einer ähnlichen Situation noch auf einen Aufstiegsplatz befördert. Der könnte es beim Club ja mal mit Käse versuchen. Ansonsten versuchen es die Mitglieder am 30. mit Meerrettich.

Wenn die Schulmedizin versagt, dann müssen halt die Homöopathen ran.

2 Kommentare in “Jetzt sind die Wunderheiler gefragt

  1. Als leidender Club-Anhänger stelle ich mir immer wieder die Fragen:
    Wie lange braucht der Trainer noch, um seine Abwehr sattelfest zu machen?
    Gibt es niemanden in der Vereinsführung (inkl. Trainer), der dem emotions-
    losen Haufen endlich einmal wenigstens Kampfgeist beibringt?
    Wie oft dürfen sich Ikonen (die „Unberührbaren“) Anfängerfehler erlauben?
    Wie lange braucht der Vorstand, um zu erkennen, daß der Kampf gegen den
    nächsten Abstieg schon begonnen hat?
    Der Club hat z.Zt. zwar viele Spieler, aber kein Team.
    Hub Stevens Devise „die Null muß stehen!“ wird perfekt umgesetzt, wurde aber
    bislang leider mißverstanden: es steht nicht DIE Null, beim Club stehen viele Nullen auf dem Platz.
    Xaver

  2. Der Vollständigkeit halber: Felix Magath hat inzwischen die Käsestory auf Facebook richtig gestellt und folgendes gepostet:

    Liebe Facebook-Freunde und Fans,

    unrichtige Meldungen beschäftigen sich mit meiner Arbeit. Für euch die Klarstellung. Dabei setze ich auf eure Urteilskraft und Objektivität. Diese „Käse-Geschichte“ des Spielers Hangeland ist Käse wie Quatsch. Ich würde doch einem Mediziner niemals vorschreiben, was er zu tun hat. Ich habe dem Spieler bei einer Entzündung im Knie lediglich geraten, es zusätzlich mit dem alten Hausrezept Quark zu versuchen. Leider wird die falsche Darstellung Hangelands von Medien in seiner verzerrten Schilderung übernommen. Es geht allerdings auch anders. Kompliment an die Arbeit der Deutschen Presse-Agentur, die arbeiten sorgfältig und fragen direkt nach, bevor sie etwas in die Öffentlichkeit bringen.

    Oft verschaffen sich Fußballer, die mit ihren Leistungen keine Aufmerksamkeit mehr erreichen, über verbales Nachtreten eine Öffentlichkeit. Von Weltklasseleuten wie Michael Ballack oder Raul habe ich ein solches Verhalten nie erlebt. Zum angeblichen harten Umgang im Verein erlaube ich mir den Co-Trainer von Nottingham Forest, Steve Wigley, zu zitieren, der in Fulham mit mir arbeitete und vor wenigen Tagen öffentlich äußerte: „Ich mag Felix, er war in dieser Zeit sehr gut zu mir.“

    Ich möchte im Beruf objektiv nach meiner Arbeit beurteilt werden. Anders seht ihr es sicher in eurem Berufsalltag auch nicht. Gegen Kritik habe ich absolut nichts einzuwenden, gegen unsachliche Polemik und üble Nachrede, vermischt mit Geschichten von angeblichen „Insidern“ verwahre ich mich. Dagegen werde ich auch vorgehen.

    Wenn ihr Fragen an mich habt, einfach an die beigefügte Email-Adresse, ich werde diese in nächster Zeit dann auf meiner Website beantworten. Danke für eure Aufmerksamkeit und Unterstützung.

    Schöne Grüße und bis bald.
    Euer Felix Magath

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