Füllkrug machte den Unterschied

418761760Diesmal waren alle Fans dabei, auch jene die beim letzten Mal noch die Aliens verwechselt haben. Und so hatte der FCN in Aalen fast so etwas wie ein Heimspiel. Demzufolge ging es auch gut los für den auswärts sonst eher dürftigen Club. Bereits in der 11. Minute schwanzte sich Sylvestr im Strafraum durch, legte zu Füllkrug und der besorgte das 1:0. Der Club präsentierte sich selbstbewusst, aber nicht überheblich. Genau so muss man bei einem Verein wie Aalen auftreten. Doch dann verlor er leider wieder die Balance. Unverständlicherweise ließ man sich hinten reindrücken. Entlastung fand praktisch kaum statt, weil spätestens der dritte Pass beim Gegner landete. Meistens war Robert Koch derjenige, der als letzter am Ball war. Natürlich waren es auch die Aalener, die im Mittelofeld sofort zum Ball gingen und deshalb Fehlpässe provozierten. Aber sowas ist halt inzwischen Praxis, selbst im zweitklassigen Profifußball.

Anstatt souverän weiterzuspielen ließ sich der Club vom Gegner einschnüren und einschüchtern. Der schaffte es aber nicht, die Überlegenheit umzusetzen. Im Gegensatz zu Füllkrug, der mitten in einer Drangphase des VfR Aalen mit einem Freistoß sein zweites Tor erzielte. Doch prompt machte Bulthuis durch ein ungeschicktes Foul alle Entspannungstendenzen wieder zunichte. Aalen verkürzte durch Elfmeter zum 1:2. Dann wechselte Rene Weiler auch noch defensiv für offensiv. Hauptsache die eins halten! Schließlich holte sich Bulthuis noch in der Schlussphase die zweite gelbe Karte. Aber trotz Unterzahl schaukelte der 1.FCN das Ding nach Hause.

Nach meinem Geschmack hätte man den Dreier auch mit weniger Kampf, Krampf und Nervenflattern sichern können. Aber egal. Früher hätte der Club da noch im subjektiven Gefühl der Überlegenheit den Ausgleichstzreffer kassiert. Insofern nehmen wir einfach die drei Punkte und haken das Ganze als Schritt zur mannschaftlichen und psychischen Konsolidierung ab.