Ikone Pinola: Erst Aussetzer, dann prima Vorlage

04.05.2015 --- Fussball --- Saison 2014 2015 --- 2. Fussball - Bundesliga --- 31. Spieltag: FC Ingolstadt FCI - 1. FC Nürnberg FCN --- Foto: Sport-/Pressefoto Wolfgang Zink / DaMa ---  Raphael Schäfer Schaefer (1, 1.FC Nürnberg / FCN ) gibt Javier Horacio Pinola (25, 1.FC Nürnberg / FCN ) nach Spielende etwas zu Trinken - Javier Horacio Pinola (25, 1.FC Nürnberg / FCN ) liegt mit Krampf am BodenOh je. Da zeigt Club-Publikumsliebling Javier Pinola seit Wochen endlich wieder starke Form, und dann unterläuft der Vereins-Ikone prompt ein kurioses Eigentor. Immerhin konnte der Linksverteidiger seinen Lapsus umgehend wieder wettmachen, als er den Ausgleichstreffer des eingewechselten Danny Blum toll vorbereitete.

Der Club war in Ingolstadt im Vergleich zum 2:0 gegen Sandhausen mit Mössmer und Kerk für Petrak (verletzt) und Mlapa (Bank) angetreten und gut gestartet. Der Tabellenführer, Nachfolgeverein der einstigen Zweitligisten ESV und MTV und daher eigentlich kein Retortenklub, tat sich in der ersten Hälfte sehr schwer gegen den Club, im zweiten Abschnitt fand er aber besser ins Spiel. Trotzdem, die Aufstiegsparty ist nach dem 1:1-Unentschieden verschoben: Am kommenden Wochenende können die „Schanzer“ in Bochum aber alles klar machen. Der 1.FC Nürnberg holte seinen 39. Punkt. Auch wenn sich die Kellerkinde nun offenbar  entschieden haben, in den Schlusswochen der Saison rasant zu punkten, dürfte das zum Klassenverbleib reichen.

Der letzte Satz ist natürlich grotesk, bedenkt man die Ziele, die Sportvorstand Martin Bader vor Saisonbeginn ausgab. Aber immerhin können sich die Nürnberger rühmen, dem voraussichtlichen Zweitliga-Meister die bis dato einzige Auswärtsniederlage beigebracht zu haben. Das Hinspiel konnte der Club mit 2:1 für sich entscheiden, damals ein gelungenes Debüt für Trainer Rene Weiler. Insgesamt verlor Ingolstadt nur dreimal in dieser Saison, die beiden anderen Pleiten gab es vor eigenem Publikum. Gegen den Ruhmreichen verbuchte der FCI nun seinen 60. Punkt – davon kann man in Nürnberg nur träumen.