Heftig & Co: Club im Zweitliga-Nirvana

101542442120 Jahre hat der Club gegen den FSV Frankfurt nicht gewinnen können. Heute leider auch nicht. Der FSV brauchte dabei allerdings die Mithilfe von Schiedsrichter Florian Heft, der in der 93. Minute den Wunsch der Frankfurter nach einem Elfmeter erhörte. Wünschen reicht bei Heft offensichtlich. Gründe sind überflüssig. Aber anyway. der DFB kommt auch aus Frankfurt und in schweren Zeiten müssen da wohl auch Schiedsrichter Flagge (Pfeife) zeigen.

Andererseits: Dass der FSV sich mit zwölf Mann hinten reinstellt und vorne dann gerne noch den einen oder anderen Bonuspunkt kredenzt bekommt, hätte man beim FCN wissen können. Eigentlich hätte es nie soweit kommen dürfen, dass da einem Schiri noch die Chance gegeben wird, das Ergebnis auf den Kopf zu stellen. Torchancen hatte der Club jede Menge. Doch während wir früher die Effizienz des FCN loben durften, haperte es diesmal genau daran. Dreimal ging der Ball an den Pfosten. Einmal war er danach sogar drin. Aber das war Heft wohl zu heftig. So reichte es nur zu dem einen Treffer durch Schöpf.

Selten hatte man den Club so dominant auftreten sehen. Die Frankfurter wurden über weite Strecken in ihrer Hälfte eingeschnürt. Hinten leistete sich der Club zwar den einen oder anderen Wackler. Die Frankfurter waren allerdings viel zu harmlos, um das zu nutzen. Auch aus dem neu aufgetauchten Torwartproblem beim FCN konnten sie kein Kapital schlagen. Raphael Schäfer verletzte sich nämich bereits nach 18 Minuten ohne Gegnereinwirkung an der Wade und musste raus. Für ihn kam die bisherige Nummer 3, Patrick Rakovsky, zum Einsatz. Das Torhüterkarussell dreht sich also weiter. Rakovsky leistete sich jedoch keine gravierenden Fehler, genau wie der andere Patrick. Debütant Patrick Erras feierte einen durchaus soliden Einstand.

Normalerweise hätte der Club das Spiel 5:0 oder 6:0 gewinnen müssen. Drei Punkte hätten wenigstens etwas Licht in die gegenwärtige Zweitliga-Tristesse gebracht. Vielleicht wären dann auch wieder etwas mehr Zuschauer ins Stadion gepilgert. So aber bleibt es beim grauen Mittelmaß. Schade! Denn eigentlich wäre mehr drin.