Was nützt der Sieg im Pokal, wenn…

1. FC Nürnberg - Karlsruher SC… der Club in der Liga nicht mehr gewinnen kann? Nichts, wahrscheinlich war er sogar noch schädlich. Denn von der erhofften Aufbruchstimmung – einige Fans träumten ja gar schon vom Europacup-Sieg – war am Montagabend erschreckend wenig zu sehen. Die Heimpartie gegen den Tabellennachbarn Karlsruher SC war über weite Strecken „ganz schwere Kost“.

Freilich gab es Momente, in denen der 1. FC Nürnberg am Torerfolg schnupperte. Da waren zum Beispiel die zwei Pfostenkracher durch Ösis im Trikot des FCN: Guido Burgstaller in der Anfangsphase im Nachschuss und Georg Margreitter in Minute 61 per Kopf. Oder ein Abseitstor von Niklas Füllkrug (30.), eine ganz knappe Nummer. Und natürlich die zwei Großchancen in der Schlussphase, die Danny Blum (80.) und Tim Leibold (82.) ohne Not, aber mit viel Unvermögen versiebten.

Doch auf der anderen Seite hatten auch die Badener ihre verdienten Möglichkeiten. Ob der Ball nun von der Querlatte zurück ins Feld prallte (65.) oder eben von Clubkeeper Thorsten Kirschbaum, der mitunter wie ein verschiebbarer dritter Pfosten wirkte, war da auch schon fast egal. Aber wir wollen mal nicht so sein, Kirschbaum hatte auch gute Momente, an ihm lag’s nicht.

Fakt ist jedenfalls, dass der Club erneut nur Mittelmaß war. Und dass von dem Rückenwind aus dem Düsseldorf-Sieg höchstens ein lauwarmer Furz übrig geblieben war: Das stinkt einem nunmal als Fan. Am Ende roch es dann im Grundig-Stadion sogar noch nach einem Dreier, der 1. FCN drückte mit aller Macht auf das 1:0. Nützte aber alles nix, es blieb beim 0:0. Die Sch… will einfach nicht raus.