Wir sind wieder da!

354639566Sowas musst du erstmal verdauen. Solche Wechselbäder gibt es nicht alle Tage. Erst hoffnungslos hinten liegen und dann sechs Dinger innerhalb von einer Halbzeit. Der Club ist wieder da und hat den Relegationsplatz jetzt so gut wie sicher.

Angefangen hat das Spiel gegen Union Berlin allerdings ganz anders. Bereits nach drei Minuten lag der Club hinten. Die Abwehr schien da geistig noch woanders zu sein. Überhaupt hatte man eher den Eindruck, die Berliner könnten noch aufsteigen und für den Club gehe es um nichts mehr. Warum sich Union so reinhängte, manchmal sogar übertrieben hart, das kann man mit der Mentalität der Eisernen erklären. Vielleicht auch damit, dass da ein paar Ehemalige (Pogatetz, Nikci) es ihrem alten Verein nochmal zeigen wollten. Vielleicht winkten auch ein paar Paletten Aufputschbrause. Wie auch immer: Der Club fand kein Mittel gegen die Berliner. Im Gegenteil. Die erhöhten dann in der 23. Minute auch noch auf 2:0. Erst da fing unsere Mannschaft an, sich gegen die drohende Niederlage zu wehren. Kurz danach landete der Ball auch im Netz. Aber der überforderte Schiedsrichter Thomsen pfiff wegen eines Allerweltsschubsers ab. Der Club drückte weiter, doch das von Busk gut gehütete Union-Tor schien wie vernagelt.

Auch wenn der Club – abgesehen von den letzten beiden Spielen – in der zweiten Hälfte jedesmal noch zulegen konnte, groß waren die Hoffnungen zu diesem Zeitpunkt nicht mehr. Bis zur 49. Minute. Da spielte Kerk Leibold super frei. Der hatte dann wenig Mühe den Anschlusstreffer zu machen. Jetzt half dann auch noch der vorher eher hauptstadtfreundliche Schiri Thomsen mit. Außer ihm hatte da kaum einer ein elfmeterwürdiges Foul gesehen. Niclas Füllkrug (Bild) war es egal und er erzielte in der 60. Minute erstmal den Ausgleich. Wahrscheinlich war ihm der auch irgendwie peinlich, weshalb er, damit da erst gar keine Diskussionen aufkommen, noch zwei Mal nachlegte. Die anderen beiden Treffer erzielten der endlich wieder torgefährliche Guido Burgstaller und Verteidiger Hovland in der Nachspielzeit.

Sechs Tore in einer Hälfte, wann gab es das zuletzt? Zudem hat sich die Mannschaft damit aus der Abwärtsspirale befreit und bewiesen, dass sie auch scheinbar aussichtslose Spiele noch gewinnen kann, wenn sie den Turbo einschaltet. Das war gegen Union allerdings nötig, auch wenn das klare Endergebnis etwas anderes auszudrücken scheint.