War das die Wende?

3175481375Eigentlich drehte sich alles um Clubtrainer Alois Schwartz. Übersteht er die Partie gegen den Kellernachbarn in Bielefeld? Zu halten wäre er bei einer Niederlage kaum noch gewesen. Gegen wenn sollte der Club noch seinen ersten Sieg einfahren, wenn nicht gegen die Arminia?

Und zur Halbzeit sah es auch so aus, als müssten wir die Ära Schwartz abhaken oder zumindest den Sparfüchsen an der Clubspitze noch mehr Druck machen. Doch nach dem Spiel dürfen wir nun (erst einmal) nicht mehr über den Trainer reden, sondern über Guido Burgstaller.

Der war nach seiner Sperre und seiner Nichtberücksichtigung in der Startelf beim Derby wieder von Anfang an dabei. In der vom Club überlegen geführten Anfangsphase beteiligte er sich erfolgreich am Vergeben von Chancen. Die größte vergeigte er in der 40. Minute als er einen nach einem Foul an Behrens verhängten Strafstoß so harmlos schoss, dass ihn wahrscheinlich auch die Oma von Arminia-Keeper Hesl gehalten hätte. Im Gegenzug, und das war der Club wieder ganz der Alte, erzielte der Bielefelder Schuppan, der bislang nur als doppelter Eigentorschütze aufgefallen war, den Führungstreffer für die Hausherren. Für die war das erst die zweite Torchance. Während der Club bereits mehr als ein Dutzend zu verzeichnen hatte.

In der Kabine muss dann wohl irgendwer dem Guido gesagt haben, dass er auf diese Tour seinen Marktwert kaum steigern und seine Wechselwünsche sicher nicht realisieren kann. Jedenfalls spielte der dann wie ausgewechselt. In der 52. Minute hämmerte er den Ball volley ins linke Eck und machte so erstmal seinen Elfer-Fehler wett. Danach dezimierte sich die Arminia auch noch selber, nachdem der bereits verwarnte Torschütze Schuppan Salli von den Beine holte. Zunächst wusste der Club mit der zahlenmäßigen Überlegenheit wenig anzufangen. Erst in der 81. Minute bewies dann Burgstaller (wer sonst?), dass er das Spiel verstanden hat und haute den Ball erneut ins Tor. Vier Minuten später zeigte auch Neueinkauf Matavz Lernbereitschaft und erhöhte auf 3:1. Danach ging es erst einmal auf den Gegenseite hoch her. So richtig ruhig wird man beim Club nie. Selbst wenn er mit zwei Toren gegen einen dezimierten Gegner führt. Aber am Ende war er da, der erste Dreier.

Endlich können wir mal jubeln und vielleicht weiß jetzt auch die Mannschaft, wie es geht.