Nur ein paar Knalltüten trüben die Freude

1175463410Gestartet waren sie auf Augenhöhe. Sowohl der Club als auch der KSC hingen mit jeweils 8 Punkten im unteren Mittelfeld der 2. Liga fest. Beide allerdings mit etwas Rückenwind zum Schluss. Im Karlsruher Wildparkstadion hatten die Gäste allerdings von Anfang an mehr vom Spiel. Der Club hatte ein deutliches Übergewicht. Aber was nutzt es, wenn du nur halb so viele Fehlpässe produzierst, wenn der Ball dann letztlich doch irgendwann bei einem blauen Karlsruher landet. So hatten die Beobachter der ersten Halbzeit genug Muße, sich über Verwandschaftsbeziehungen auszulassen. Immerhin war Tobias Kempe für den gesperrten Edgar Salli in die Startelf gerutscht und traf so auf seinen Bruder Dennis, der beim KSC einen Stammplatz hat. Genauso wie Enrico Valentini, dem Bruder der Club-Pressesprecherin.

Da werden dann Spielbeobachter zu Yellow-Press-Kaspern. Aber irgendwie muss man sich ja die Langeweile vertreiben. Dieser Zustand dauerte allerdings nur bis zur 53. Minute: Da zerrte Hovland plötzlich einen Karlsruher im Strafraum zu Boden und Schiri Zwayer entschied auf Elfmeter. Der war sicher berechtigt. Allerdings wäre eine KSC-Führung nach dem bisherigen Spielverlauf völlig unverdient gewesen. Das dachte sich wohl auch Nürnbergs neue Nummer 1 im Kasten, Thorsten Kirschbaum und parierte den vom Bruder der FCN-Pressesprecherin getretenen Strafstoß bravourös.

Und wie das im Fußball so ist: Was man vorne vergeigt, muss man hinten büßen. So war es dann auch für den KSC. Nach einer Stunde scheiterte Behrens erst mit seinem Schuß am KSC-Keeper, aber Club-Torjäger Guido Burgstaller konnte den Abpraller eintüten. Sechs Minuten später war es erneut Burgstaller, der nach einer Ecke das 2:0 drauf setzen konnte. Endlich verpuffte mal ein Clubstandard nicht kläglich in der blauen Abwehr. Zudem setzte sich Burgstaller damit an die Spitze der Zweitliga-Torjäger.
bildschirmfoto-2016-10-16-um-14-58-46

Nachdem die Karlsruher sich relativ hilflos um eine Wende bemühten, konnten wir eigentlich schon eine Flasche aufmachen und den Sieg feiern. Doch irgendwie scheint beim Club immer einer die Deppenposition besetzen zu wollen (wobei manche dabei die Absicht verfolgen, ein Arschloch zu sein). Wenn sich in der Mannschaft keiner findet, dann springen da ein paar Idioten ein, die vorgeben Clubfans zu sein. Nachdem einige dieser Selbstdarsteller wiederholt Böller gezündet hatten, musste Schiri Zwayer die Partie für sieben Minuten unterbrechen.

Von dieser Idiotenunterbrechung ließ sich die Clubmannschaft gottseidank nicht irritieren. Kurz vor Schluss erhöhte Matavz sogar noch auf 3:0. Der Club fuhr seinen zweiten Auswärtssieg ein. Der Aufwärtstrend wurde bestätigt. Zudem liegen wir mittlerweile vor den Fürthern. Eigentlich läuft es, wäre da nur nicht das Deppenproblem…