Dem Club fehlt ein Lodda


Wir könnten eigentlich zufrieden darüber sein, dass unsere Kritik an Alois Schwartz erhört wurde. Sind wir aber nicht. Die Gründe, dass ein offensichtlich nicht zum Club passender Trainer nicht nur verpflichtet, sondern auch noch teuer eingekauft wurde, bestehen leider weiter. Bei der Analyse dieser Gründe hilft das Traditionsvereins-Geschwurbel eher bedingt weiter. Nur insofern, als dahinter das Bewusstein steckt: Früher war mehr Ramba-Zamba.

Heute gibt es stattdessen „Seriosität“ und „Professionalität“.

Beim Club klopft man sich dafür gerne auf die Schulter. Auf diese Weise kehre der Club aus dem Dunkel der Bader/Woy-Jahre zurück ins Licht.

Dass die Finanzen seriös verwaltet und Eskapaden auf dem Transfermarkt vermieden würden, dagegen hat keiner etwas einzuwenden. Das ist eigentlich selbstverständlich. Beim Finanziellen erwarten wir keine Unterhaltungswerte. Auf dem Platz hingegen schon. Und von einem Trainer eventuell auch. Das jedoch haben die Bornemanns und Meeskes im FCN offenbar nicht so auf dem Schirm. Vielleicht ist auch die Club-Familie zu derartigen Differenzierungen nicht in der Lage. Paradigmenwechsel funktionieren eben oft nur, wenn sie nicht allzu komplex daher kommen. Gediegene Finanzverwaltung geht dann aber mit gediegener Spielverwaltung einher. Das Resultat ist Langeweile und Ödnis.

Das Folgen sieht der Clubfan seit Monaten. Einerseits auf dem Platz, andererseits auf den Rängen. Die werden immer leerer und das liegt beileibe nicht bloß an der mediokren Tabellensituation.

Dass hinter dem Wunsch nach derartiger „Seriosität“ auch handfeste Eigeninteressen stecken, wird übrigens auch an der von den Vereinen betriebenen eigenen medialen Vermarktung deutlich. Da werden Printreporter gerade noch akzeptiert, weil man noch keine eigene Tageszeitung produzieren kann. Die anderen versucht man gefügig zu machen oder auszugrenzen und anzuschwärzen. Der Club bildet da keine Ausnahme.

Abwaschbare Berichterstattung, lobhudelnde Tweets, blutleere Mannschaftsauftritte, streberhafte Trainerplattitüden: all das passt nicht zum FCN. Dass wir vor diesem Hintergrund einmal (wobei wir Michael Köllner derzeit die Befähigung zum Traineramt nicht absprechen wollen) Lothar Matthäus näher treten würden, hätten wir nie gedacht. Jetzt tun wirs! Lodda üernimm! Bring endlich Pep in den Laden, bevor wir vollends abschlaffen!

Wenn ihr der gleichen Meinung seid, dann unterzeichnet doch bitte diese Petition.

3 Kommentare in “Dem Club fehlt ein Lodda

  1. Man sollte sich auch mal in den Angrenzenden Ausland Umschauen !!!
    nicht nur immer vor der eigenen Haustür. Grüße eurer Gluuberer

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