Immer schön, wenn ein Knopf aufgeht

Die Woche:

1. Club-Stürmertalent Jabez Makanda wechselt zu Eintracht Frankfurt. Der dortige Trainer hat ihm einen Platz in der ersten Mannschaft versprochen. Blöderweise kann sich der 16-Jährige darauf wohl nicht mehr berufen, denn nächste Saison trainiert Niko Kovac bekanntlich die Bayern. Sollte man die Leute nicht erstmal volljährig werden lassen, bevor man sie verarscht?

2. Zur geplanten Ausgliederung der Profifußballabteilung beim Club lohnt sich ein Blick auf Vereine, die das schon vollzogen haben. Zum Beispiel den VfB Stuttgart. Zitat: „Die Identifikation ist komplett verloren gegangen.“

3. Gerade noch war ihm alles EGAL und jetzt will er auf einmal nicht nur – wie die übrige Presse schreibt – einfach aufsteigen, sondern sogar Meister werden. Wir nehmen mal an, dass dafür nicht die Sprunghaftigkeit Michael Köllners verantwortlich ist, sondern die der Bildzeitung.

4. Während andere noch Resthoffnungen verbreiten und von „erstklassigen Perspektiven“ für Kevin Möhwald schreiben (was ja auch Vertragsverlängerung bei Aufstieg impliziert), meldet der Kicker, der Wechsel des Mittelfeldspielers zu Werder Bremen sei bereits fix. Und die Bildzeitung behauptete danach auch, er habe bereits seine Nürnberger Wohnung gekündigt.


Das Spiel:

In Ingolstadt begann der Club mit Petrak für Erras. Ishak war wieder in der Startelf dabei. Gleich zu Spielbeginn überrumpelte der FCN die Schanzer, die noch gar nicht richtig sortiert waren und erspielte sich drei erstklassige Torchancen. Danach bekamen die Ingolstädter das Spiel besser in den Griff. Und hatten zumindest eine gute Gelegenheit durch den – freundlich formuliert – übermotivierten Stefan Kutschke. Nachdem er den Ball aus nächster Nähe nicht an dem diesmal fehlerfreien Fabian Bredlow vorbei brachte, verlegte er sich fortan aufs Elfmeterschinden. Das verfing bei Schiedsrichter Willenborg allerdings nicht. Der gab nämlich nicht einmal zwei völlig berechtigte Elfmeter für den Club.

Mit 0:0 ging es erstmal in die Pause. In der hatte Clubtrainer Michael Köllner offenbar gesteigerten Redebedarf. Jedenfalls standen die Ingolstädter minutenlang allein auf dem Platz ehe sich unsere, diesmal in Weiß auflaufenden Spieler dazu bequemten. Leider dauerte es dann keine fünf Minuten für die Weißen, um sich ein echtes Kacktor einzufangen. Die Situation schien bereits geklärt zu sein, da behinderten sich zwei Clubverteidiger im Strafraum gegenseitig, so dass Leipertz an den Ball kam und zum 1:0 einschob. Wieder einmal brauchte der Club offenbar einen Rückstand als Weckruf. Denn plötzölich gab es mehr Zug nach vorne. Dort haperte es dann aber in letzter Konsequenz. Stefaniak blieb weitgehend ein Fremndkörper im Angriffsspiel. Ishak war auch nicht so präsent wie vor einer Woche und Möhwald schien mit den Gedanken irgendwo an der Weser zu weilen.

Als dann auch Mikael Ishak ausgewechselt wurde, schwand bei vielen der Glaube an einen Torerfolg. Für Ishak kam Adam Zrelak. Der war aber keine vier Minuten auf dem Platz, da hämmerte er einen abgewehrten Schuss vom ebenfalls eingewechselten Tobias Werner ins rechte Toreck. Es gibt doch nichts schöneres als wenn bei Clubstürmern der Knopf aufgeht. Leider blieb es bei dem einen Treffer.

Am Ende hatte der Club dann noch eine Ingolstädter Drangphase zu überstehen, so dass wir mit dem einen Punkt zufrieden sein müssen. Zwar ist jetzt der Abstand zu den Kielern auf zwei Punkte geschrumpft, dafür haben wir auf Düsseldorf einen Punkt gut gemacht. Es bleibt also noch spannend, wer von den drei Mannschaften in die Relegation muss. Sollten wir das sein, brauchen wir uns allerdings bei der im Audisportpark gezeigten Leistung keine übersteigertehn Hoffnungen machen.

Ein Letztes:

Wenn einer eine Pressemitteilung verfasst, geht er davon aus, dass die auch veröffentlicht wird. Die hier ist leider untergegangen. Also holen wir das nach.

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