Dürre und Gelassenheit

1. Im Profifußball rollt der Ball wieder. Unsereins kann sich allerdings noch zwei Wochen lang (für den FCN wird es bekanntlich erst am 18.8. gegen den SV Linx im Pokal ernst) relaxt in den Schatten zurückziehen. Ist ja nur die zweite und die dritte Liga, die da bereits spielt. Auch nachrichtlich herrscht hier noch Dürre. Dazu trägt sicher auch die, für manchen ziemlich aufreizende, Entspanntheit von Sportvorstand Andreas Bornemann bei. Der wartet weiterhin ab, was sich am Markt tut. Gleichzeitig dämpft er die Erwartungen. Wobei sich da die Frage stellt: Welche Erwartungen? Bei den Buchmachern werden wir und Mitaufsteiger Fortuna Düsseldorf als Top-Abstiegskandidaten gehandelt.

2. Vor einigen Tagen kursierte immerhin mal das Gerücht, der FCN sei an Jae-Sung Lee dran. Beim Club wurde aber schnell dementiert. Für den Club war der südkoreanische Nationalspieler offenbar eine Nummer zu groß. Dass der dann beim Zweitligisten Holstein Kiel einen Vertrag ubnterschrieb und dort inzwischen mit zum Sieg gegen den HSV beitrug, beweist: auch in der zweiten Liga hätte der Club nicht zu den großen Playern gehört. Insofern ist – egal wie es im Oberhaus ausgeht – ganz gut, dass wir in der Saison da nicht dabei sind.

3. Dem Club wurde auch Interesse am Frankfurter Bankdrücker Branimir Hrgota nachgesagt. Angeblich soll es im südtiroler Trainingslager Gespräche mit Vertretern der ganz in der Nähe trainierenden Eintracht gegeben haben.

4. Eine Verpflichtung gibt es immerhin zu vermelden. Der Club holte sich einen neuen dritten Torhüter. Patric Klandt heißt er, kommt vom SC Freiburg und ist 34 Jahre alt. Beim Club sieht man das positiv. Damit bringe er Erfahrung mit und da gibt es wohl ein Manko im derzeitigen Clubkader.

5. Die Ruhe und Gelassenheit, die der Bundesligaaufsteiger ausstrahlt, ist für manchen wohl Anlass, eine Zeitenwende herbeizuschreiben. Die Deppen-Ära sei nun wohl endgültig beendet, erfahren wir da. Sowas lesen wir selbstverständlich gern. Allerdings ist da immer noch eine gute Portion Hoffnung mit dabei.

6. Zum Abschluss des Trainingslagers stieg in Brixen noch einen Test gegen den FC Bologna. Die 0:1-Niederlage sollte man nicht allzu tragisch nehmen. Zum einen ging es um Erkenntnisse und da gab es beim Club durchaus Lichtblicke, nur wollte halt gegen das typisch italienische Abwehrbollwerk kein Treffer gelingen. Zum anderen scheute der Club wohl auch das letzte Risiko angesichts eher unschöner Begleitumstände: schlechter Rasen, Unfairness bei den gegnerischen Spielern und deren Fans (Affenlaute gegen Salli)…

Ein Letztes:

Bei allem Mitgefühl: Der Redakteur hat immerhin überhaupt einen Dienstwagen:

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