Im Westen nichts Neues

Nachdem das Heimspiel gegen den VfL Wolfsburg relativ kläglich verloren ging, waren die Erwartungen heute eher gering. Schließlich ist der Club auswärts ohnehin Punktelieferant und dann ging es in Gladbach auch noch gegen den Tabellenzweiten. Dass zudem Mikael Ishak kurzfristig wegen Verletzung ausfiel, machte die Sache nicht besser.

Umso erfreulicher, dass der Club zunächst selbstbewusst und forsch aufspielte. Diesmal setzte Köllner auf ein 4-5-1-System, mit dem die Gastgeber erst einmal nicht zurecht kamen. Die erste dicke Chance hatte demnach der Club. In der 5. Minute landet ein Schuss von Fuchs an der Latte und Zrelak bekommt sogar noch den Abpraller, den Gladbachs Torwart Sommer jedoch abwehren kann. Es dauert fast 20 Minuten ehe die Gladbacher Konstruktives zustande bringen. Zunächst kann Mühl dem durchbrechenden Plea gerade noch den Ball vom Fuß spitzeln, dann verzieht Zakaria aus aussichtsreicher Position. Wenig später kratzt Leibold Zakarias Kopfball von der Linie. Die größte Chance hatte der Tabellenzweite aber kurz vor Ende der ersten Halbzeit. Neuhaus kommt nach Berührung von Petrak im Strafraum zu Fall. Den Elfmeter setzt Hazard aber lässig über das Tor. Glück für den Club! Aber eigentlich nur gerecht, denn den Elfer musste man nicht geben.

Nach der Pause war es dann aber vorbei mit dem Glück und auch mit den Köllnerschen Überraschungsmomenten. Wie immer beim Club scheinen mit zunehmender Spieldauer Blauäugigkeit und Unvermögen durch. Diesmal dauerte es nur bis zur 47. Minute. Der Club hat Freistoß. Doch statt einer Chance entwickelt sich daraus ein Konter. Dass die Gladbacher Konter können (im Gegensatz zum Club), dürfte bekannt sein. Diesen schließt Hazard mit dem 1:0 ab. Damit war das Spiel praktisch gelaufen. Beim Club gab es zwar noch ein paar Verzweiflungsaktionen zu bewundern, etwa die Einwechslungen von Salli und Knöll. Ansonsten wirkte das 1:0 noch nach, weshalb der FCN trotz des Rückstands vor allem auf Torabsicherung bedacht war. Bis zur 86. Minute: Da rückte die Mannschaft dann bei eigener Ecke auf. Prompt entstand daraus wieder ein Konter, den Plea mit dem zweiten Tor krönte.

Mag sein, dass die Haltungsnoten diesmal etwas besser waren. Trotzdem war der Club erneut verdienter Verlierer gegen eine Mannschaft, die nicht voll aus sich raus gehen musste. Dass es zum Jahresabschluss gegen Freiburg besser läuft, ist so leider nicht zu erwarten.