Glücklich weiter

Die Woche:

  • Die Niederlage gegen den HSV war peinlich, aber verdient. Punkt! Dass sie jetzt am grünen Tisch annulliert oder gar in einen Sieg umgewandelt werden soll, ist freilich noch ein bisschen peinlicher. Als ob es irgendeinen Unterschied gemacht hätte, ob einer der HSV-Spieler zwei Jahre älter ist als angegeben. Selbst, wenn Jatta gar nicht mitgespielt und die Hamburger nur zu Zehnt aufgelaufen wären, hätte der FCN – so harmlos und umständlich wie er aufgetreten ist – keine Chance gehabt. Dass solche sportlichen Aspekte nun keine Rolle mehr spielen sollen und Paragrafen und wirtschaftlicher Erfolg als wichtiger erachtet werden, tut einem als Fußballfan (!) einfach nur weh. Dabei könnte man doch wissen, dass selbst positive Entscheidungen abseits des Rasens nicht verhindern, dass der Club am Ende als Depp dasteht.
  • Nächste Woche eröffnet der neue Clubshop („Clubhaus“) am Josephsplatz. Die Baustelle ist jetzt woanders.
  • Die einen haben zu schlechte Drucker, die anderen zu schlechte Scanner. Das führt dann dazu, dass Fan und Club nicht zusammenkommen können. Oder, wie beim Heimspiel gegen den HSV erst verspätet. Wobei, selbst die Bahn bekommt das geregelt. Da ist immer noch ein Schaffner(in) da, der/die das Ticket anschaut und dann händisch abstempelt.
  • Zeitgleich mit dem DFB-Pokal begann auch die Premier-League. Das bedeutet: Lukrative Transfers auf die Insel sind erst einmal ausgeschlossen. Aus dem kolportierten Wechsel von Mikael Ishak nach England wird also nichts.

Das Spiel:

Der Pokal hat angeblich seine eigenen Gesetze. Mag sein. Kann aber auch sein, dass der Club auch deswegen in Ingolstadt etwas zielstrebiger zu Werke ging, weil Trainer Canadi sechs Umstellungen im Vergleich zum HSV-Spiel vorgenommen hatte. Unter anderem stand Neuzugang Johannes Geis gleich in der Startelf und deutete zumindest an, sich zu einer Verstärkung entwickeln zu können.

Dafür hätte es bereits nach zwei Minuten gleich ganz anders laufen können, Da zappelte der Ball nämlich im Netz des diesmal von Lukse (Mathenia bekam für die Geburt seines Kindes spielfrei) gehüteten Clubtores. Glück, dass ein Ingolstädter im Abseits stand.

Vier Minuten später hatte allerdings der FCI Glück. Kerk wurde an der Strafraumlinie vom Ingolstädter Keller zu Fall gebracht. Statt Elfer und rote Karte (letzter Mann) zu geben, ließ Schiedsrichter Siebert aber weiterlaufen.

In der 22. Minute traf dann auch der Club. Sörensen verwandelte einen Eckball mit dem Kopf. Doch auch hier behinderte ein im Abseits stehender Mitspieler (Dovedan) den Torwart. Nichts war´s.

Allerdings hatte auch Ingolstadt durchaus Chancen, versäumt ees aber die Clubabwehr für ihre Nachlässigkeiten zu bestrafen. Insofern ging das Remis zur Pause in Ordnung.

In der 2. Hälfte änderte sich das Bild kaum. Es ging hin und her. Ein Klassenunterschied war kaum zu erkennen. Allkerdings standen sich beide Mannschaften auch im Mangel an Torgefahr nicht nach. War es beim Club aber letztlich fehlende Präzision und Umständlichkeit, schafften es die Ingolstädten nicht, die leider auch heute wieder erkennbare Unordnung in der Clubabwehr auszunutzen.

So dauerte es bis zur 87. Minute bis dann doch noch der Bann gebrochen wurde. Der diesmal auffällige Sebastian Kerk tankte sich auf Links durch passte nach Innen, wo Dovedan (Bild) zum Siegtreffer einschieben konnte. Wie schon in Dresden avancierte der teuerste Club-Neuzugang zum Matchwinner. Geld schießt also doch Tore.

Eine Letztes:

Nicht nur auf dem Platz fehlt die Leidenschaft.