Wie ein Absteiger

  • Wer etwas auf sich hält, hat einen Podcast. Der FCN natürlich auch. Inzwischen ist die sechste Folge hörbereit. Diesmal mit Kapitän Hanno Behrens. In der ersten Folge kam übrigens der scheidende OB Ulrich Maly zu Wort, was zu der Frage führt: Hat er jetzt endlich Zeit für seine Aufsichtsratstätigkeit oder räumt er seinen Platz für den neuen OB?
  • Kaum hat der Club wieder Anschluss ans Zweitliga-Mittelfeld gefunden, schießen die Transfergerüchte ins Kraut. An Bernard Tekpetey und Kevin Bua sei der FCN dran, außerdem möchte er Michael Frey für eine Rekordsumme fest verpflichten. Dafür stehe Robin Hack vor einem Wechsel… Nun, vielleicht sollte man erst einmal seine Hausaufgaben machen, sonst wird das nämlich nichts mit der Versetzung.
  • Die Vereine sollen es richten. Das meinen DFB, Kalle Rummenigge und jetzt auch die Polizei. Kennen die den FCN? Der stellt noch nicht mal die richtigen Fragen. Das müssen die Fürther machen. Wobei sich die Vereinsführung dank der Ultras gar nicht bewegen muss. Die haben nämlich angeblich angekündigt, auf beleidigende Plakate zu verzichten.
  • In Italien finden die Fußballspiele gegenwärtig ohne Zuschauer statt. Da dürften sich die dort kickenden Nationalspieler und deren ausgeschlossene Fans freuen, wenn sie am 31. März im Max-Morlock-Stadion im Testspiel gegen die deutsche Nationalmannschaft mal wieder richtigen Fußball zelebrieren können. Auch mancher Nürnberger hätte statt karge Zweitligakost gerne mal wieder gehobenerer Fußballkunst konsumiert. So wie es aussieht, wird daraus aber nichts.

Das Spiel:

Wir erinnern uns, in der Hinrunde konnte der Club in Hannover 4:0 gewinnen, was allerdings nur das Missverständnis mit Damir Canadi verlängerte. Dass das Urteil für Jens Keller mal besser ausfällt, machte nach dem schwachen Auftritt des Clubs keiner unterschreiben. Kein Plan, kein Zug zum Tor, kein Druck, keine Zweikampfstärke… Die Mannschaft fing, wie aus Heimspielen sattsam bekannt, zwar ganz gefällig, aber wenig zielstrebig und ohne den letzten Biss an. Nach einer guten Viertelstunde musste Mathenia erstmals sein ganzes Können aufbieten. Kurz danach war er aber machtlos, als nach einer Ecke ausgerechnet der lange Erras das Kopfballduell gegen Hübers verlor. Hannover führte. Beim Club begannen bereits woeder die Schultern zu hängen und die Einzelaktionen Überhand zu nehmen. Immerhin scheint es bei der fehlenden Frustrationstoleranz so etwas wie mannschaftliche Geschlossenheit zu geben, Folgerichtig kamen die Gäste immer besser ins Spiel und dann sogar zum zweiten Treffer. Ex-Cluberer Cedric Teuchert konnte völlig inbedrängt nach vorne marschieren, auf Maina passen, der dann das 2:0 machte. Danach wieder kein Aufbäumen.

In der zweiten Hälfte ging es im selben Stil weiter. Nur dass Hannover es inzwischen lockerer angehen ließ. Im sicheren Gefühl, den einfallslosen Club im Griff zu haben. Teilweise erinnerte das Spiel an die Schlussphase des Bayernauftritts in Hoffenheim. Sinnloses Ballgeschiebe im Mittelfeld, Fußball zum Abgewöhnen!

Akzente von der Bank wurden auch nicht gesetzt. Nur insofern, als Keller erst Ishak zur Einwechslung losschickte, ihn dann aber zurück beorderte. Dafür kam später Lohkemper noch zum Einsatz, der die einzig nennenswerte Torchance des Clubs haben sollte. Aber offenbar war er ob der ungewohnten Situation so überrascht, dass er den Kopfball weit neben das Tor platzierte. So kam dann Hannover 96 in der Schlussminute durch Weydandt noch zum 3:0.

Auf der Suche nach etwas Positiven fing Günther Koch im Fanradio an, den Platzwart zu loben. Das ehrt ihn. Leider fällen die Platzverhältnisse als Ausrede damit auch flach. Aber wenigstens gibt es einen, an dem es nicht liegt.

Nachtrag:

Vielleicht ist das eine Erklärung für diesen schwachen Auftritt.

Ein Letztes:

Endlich kommt Farbe in die Stadt:

…und eine berechtigte Frage,

die sich hier aber genauso stellt: