Der Spirit der Mittelmäßigkeit

Ende schlecht, aber ansonsten alles gut! Wir sollten uns nicht beklagen. Da haben wir schon ganz andere letzte Spieltage erlebt. Diesmal war die Luft praktisch raus. Die kleine Chance auf die Europa-League blitzte nur kurzzeitig auf, als Kaiserslautern in Hannover in Führung ging. Dann war war es aber auch schon wieder vorbei mit dem Last-Minute-Aufsprung auf den Europa-Zug. Am Ende blieb Platz 10. Mehr als wir die Saison über erwarten konnten. Da hatten wir schon ganz andere Zeiten erlebt, wie gesagt.

Klar, in diesen Zeiten herrschte natürich auch mehr Spannung. Da ging es um was, da zitterten wir und waren oft mit den Nerven fix und fertig. Diesmal nicht. Und das passt durchaus so.

Wir kommen von unten, da ist ein gesicherter Platz 10 ein Fortschritt. Bei den punktgleichen Bremern sieht das schon anders aus. Da hatten die Fans das Transparent entrollt: „Feel the Spirit – Mittelmaß, wir kommen!“ Tja, die müssen wohl auch erst mal längerfristig Abstiegsangst spüren, um einen Mittelfeldplatz genießen zu können. Wir fühlen jedenfalls den Mittelmaß-Spirit und sind bester Dinge. So ist das!

Das Ergebnis im letzten Spiel war so eigentlich fast egal. 1:4 klingt zwar ziemlich happig. Aber mei! Hecking weiß jetzt zumindest, dass er das mit der Abseitsfalle noch mal üben muss. Wir wissen, dass Daniel Didavi auch nicht jedes Mal Bestleistungen abliefert, dass es manchmal empfehlenswert wäre, Spieler beim Club zu halten, damit sie wenigstens nicht gegen ihn treffen, wie Stefan Kießling diesmal. Aber wir sind halt nicht der FC Bayern. Also müssen wir auch gönnen können. Das kann man umso leichter, wenn der Stress und die Spannung weg ist.

Alles in allem: eine geile Saison! Und das nächste Mal nehmen wir Platz 9 in Angriff!

Bitte nicht den Ballack!

urn:newsml:dpa.com:20090101:100609-99-01624Um sich von Ölkatastrophen, Finanzkrisen oder unfähigen Regierungen abzulenken, suchen sich manche gern andere Probleme. Zum Ablenken. Heute bin ich schon in aller Früh von gutgelaunten Radiomoderatoren auf so ein Problem gestoßen worden. Es lautet: Wohin mit Ballack?
Michael Ballack sucht bekanntlich einen neuen Verein. Und da werden unter anderem Leverkusen, Schalke und Real Madrid genannt.
Doch was sagte dann einer der Gutgelaunten: „Wäre der nicht was für den Club?“
Ballack zum Club? Spontan fiel mir da nur ein: Wir haben doch schon den Charisteas. Noch einen, der seinen Zenith schon überschritten, aber immense Gehaltsforderungen hat, sollte man sich eigentlich nicht antun. Im Radio meinte dann immerhin einer, Ballack könnte vielleicht zu teuer für den FCN sein.
Danke! Dieser vernünftige Einwand wurde dann allerdings durch den Einwurf einer weiblichen Ulknudel konterkariert, der Club habe doch schon einen Torwart.
Eine Mittelfeldeverstärkung könnte der FCN sicher noch brauchen. Aber bitte nicht den Ballack. Bitte nicht!