Den FCN zum Sieg schreien!

Medial ist das Frankenderby inzwischen genügend aufgeheizt (bzw. auch wieder nicht: Das Foto oben wurde für die Zeitung friedensfördernd mit Photoshop bearbeitet). Da brauchen wir nicht auch noch Senf dazu geben. Ein Aspekt nur: Mittlerweile bekommt man den Eindruck, dass gar nicht einmal Fans, sondern ganz andere an Gewalt im Fußball interessiert sind. Deren billige Rechnung darf nicht aufgehen. Den Kolleginnen von den Greutherweibern wollen wir uns da gerne anschließen.

Schön, dass das andere, wenn auch etwas weniger feminin, genauso sehen. weiter lesen

Leute, das nehmen wir euch übel!

Eigentlich sollte man nichts schreiben, wenn man gerade emotional aufgewühlt ist. Aber, das ist ein Blog, das ist das Internet! Da kann man sich nicht erst mal sammeln und dann wohlformuliert Bilanz ziehen. Der Club ist ein Peinsack, einer für den man sich fremdschämen muss. Das einzig Gute: Jetzt ist erstmal Weihnachtspause und wir müssen Stümper wie Pekhart oder Cohen (langsam ist es vorbei mit der Sympathie), Lethargiker wie Hegeler oder Blindgänger wie Eigler ein paar Tage nicht mehr sehen. Auch Dieter Hecking nicht, der wohl mit seinem Experiment, Timothy Chandler auf Links spielen zu lassen, grandios daneben lag. Wahrscheinlich hat er im Guardian gelesen, dass Lionel Messi auch auf der „falschen“ Seite seine größten Erfolge feierte. Aber Dieter: das ist der Club, das ist Chandler!

Und, was am allerschlimmsten ist: Der Gegner hieß Fürth. Noch dazu waren diese Fürther etwa eine halbe Stunde lang in Unterzahl. Doch was passiert? Nichts! Der Club kann, wir kennen das schon, das Spiel nicht machen. Nicht einmal gegen Fürther in Unterzahl. Deswegen kann man diesem Tweet nur zustimmen: „Die Fürther haben nicht gut gespielt, der Club war einfach nur schlecht.“

In der ersten Halbzeit war es ein unansehnliches Gestopsel. Die Spielvereinigung wurde geradezu eingeladen, weiter lesen

Fähiger Trainer händeringend gesucht

„Wir haben noch mit niemandem verhandelt“, betonten Präsident Franz Schäfer und Manager Martin Bader am Montag treuherzig. Sie wollten damit wohl unterstreichen, wie aufrichtig und menschlich korrekt sie hinter Trainer Michael Oenning gestanden haben. Ein Zeichen von Professionalität ist das allerdings nicht. Seit Tagen stand doch Oenning zur Diskussion, da muss man sich doch zumindest Gedanken machen, wie es weiter gehen soll. Wenigstens mögliche Alternativen durchdenken. Sonst geht es einem genauso wie dem Clubpräsidium gestern, man stellt fest: Oenning ist nicht mehr zu halten, aber jemand anderes ist auch nicht da. Klar, kann man sich über die Feiertage in Ruhe die Marktlage bei den arbeitslosen Trainern anschauen. Das dürfte dann besonders die an dem Debakel nicht ganz unschuldigen Spieler freuen, die haben dann zum Dank fürs erfolgreiche Abschießen ihres Chefs erst einmal frei. Na bravo! (Immerhin soll laut Präsidum die Entscheidung doch noch vor Weihnachten bekannt gegeben werden)

HannoverDie Fans haben dafür jetzt noch die Gelegenheit über die möglichen Alternativen zu diskutieren. An erster Stelle ist da der bereits erwähnte Dieter Hecking (links) zu nennen. Er hat zwar Erfahrung im Abstiegskampf und mit jungen Spielern (wobei beim Club eigentlich eher die älteren zu früherer Leistungskraft zurückgeführt werden müssten), ob er einen Bezug zu Nürnberg und seinen Fans aufbauen kann, ist fraglich.

koller Das gilt natürlich auch für Marcel Koller (rechts), der bei Bochum zudem nicht unbedingt bewiesen hat, dass er im Kampf um den Klassenerhalt der Richtige ist. Bei Volker Finke sind wir uns gar nicht sicher, ob der überhaupt will. Gleiches gilt für Hans Meyer, der immerhin nicht einmal umziehen müsste. Bei Lothar Matthäus ist eigentlich jedes Wort zu viel.

Nachdem er bei Twitter so gut 😉 angekommen ist, wollen wir aber einen Vorschlag unbedingt noch in die Runde werfen, den man zumindest einmal andenken sollte: Wie wäre es, wenn sich Club und Greuther Fürth einen Trainer teilen? Immerhin wäre das Coach-Sharing ein echter Sparbeitrag in klammen Zeiten (der Club muss angeblich 9 Millionen Euro einsparen) und die Gelegenheit dazu ergibt sich wahrscheinlich in 100 Jahren nicht mehr. Zudem würde der Doppeltrainer sich schon aus persönlichen Gründen massiv dafür einsetzen, dass der Club die Klasse hält, sonst käme es nämlich nächste Saison vielleicht wieder zum Derby in der zweiten Liga und dann wüsste er nicht, auf welche Bank er sich hocken soll.

Zum Schluss noch ein schöner Verschreiber, der gestern der in diesem Fall doch etwas zu vorschnellen Deutschen Presseagentur unterlief, den wir aber erst auf den zweiten Blick realisierten, schließlich ist man als Clubfan gewohnt, dass in Nürnberg die Trainer nicht alt werden (remember Jef Vliers):
hecking

Aufgebauschte Spitzenspiele

Gut, das war zu erwarten. Immerhin ließ sich der Club in München nicht abschlachten – und mit etwas mehr Routine hätte es vielleicht sogar zu einem Unentschieden gereicht. Dennoch, die Luft ist aus den Derbys etwas raus. Zu groß ist der Unterschied – schon was den Marktwert der Spieler angeht. In der ARD-Sportschau musste daher auch massiv an vergangene Zeiten erinnert werden, um Bedeutung reinzupumpen, wo keine mehr drin ist, und um das Derby zum Spitzenspiel aufzumotzen. Dafür wurde immerhin ein altes Interview mit dem früheren NZ-Sportchef Dieter Bracke eingeblendet. Es ging um den missglückten Rettungseinsatz von Uli Hoeneß beim Club. Wir erinnern bei der Gelegenheit aber lieber an ein echtes Highlight, das inzwischen auch bei YouTube verfügbar ist: das 7:3 vom Dezember 1967:
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Wo issn des Hirn?

Über das Rostock-Spiel brauchen wir gar nicht groß reden. Auch wenn der Club gewonnen hätte, wäre er wohl nicht auf den direkten Aufstiegsplatz 2 geklettert. Und wer ist schuld: Die Fürther mal wieder.

Wenn ich mich nur dran erinnere, wie sinnlos und blöd die beim Derby gegen den Club angerannt sind, nur um uns zwei Punkte zu klauen, wo sie doch längst hätten wissen können, dass ihnen das nicht hilft. Und jetzt, wo sie die Chance gehabt hätten, die Mainzer zu schlagen, um dem Club die – gefährlichen (weil wahrscheinlich gegen so unangenehme Gegner wie Cottbus oder Bielefeld) – Relegationsspiele zu ersparen, da versagen sie kläglich (oder gar absichtlich).

„Wir haben wieder gut gekämpft, aber manchmal den Kopf nicht optimal eingesetzt“, meinte Fürths Trainer Benno Möhlmann nach der Heimniederlage gegen die Mainzer. Und was heißt das auf Deutsch: Die Fürther haben nichts im Hirn.

So weit wie Möhlmann wollen aber nicht einmal wir gehen. Zumal dies im Umkehrschluß auch bedeutet: Der Club hat gegen Hirnlose nur ein trauriges Remis zustande gebracht.

Aber wie unsäglich muss denn die Wahrheit über diesen Westvorstadtverein sein, dass dessen Trainer seinen Spielern lieber Schwachköpfigkeit attestiert? Das fragen wir uns jetzt wieder einmal verschärft.

Die Relegationsspiele finden übrigens am 28. und 31. Mai (wahrscheinlich im Frankenstadion) statt.

Derby, hä?

Was ist denn los mit euch? Seid ihr krank? Alle reden vom Derby, bloß ihr nicht! Mit solchen Reaktionen sehen sich die 3 Clubfreunde dieser Tage konfrontiert. Schließlich beschäftigt das bevorstehende Derby gegen die Greuther am Sonntag inzwischen die Lokalmedien wie kaum etwas anderes.

Da werden alte Spieler ausgegraben, die noch einmal in Erinnerungen schwelgen, da wird auf die Bahn eingeprügelt, weil sie keine Sonderzüge einsetzt. Und sogar Reiterstaffeln aus München werden nach Fürth gelotst. Bloß die sonst so mitteilungsbedürftigen Clubfreunde bringen nicht einmal ein lasches Posting zustande?

Tja, vielleicht ist es gerade das, dass alles schon gesagt ist. Dass uns statt Derbyfieber eher eine gewisse Langeweile befällt und sich der Sound of Silence unserer bemächtigt. Fürth, war da was? Naja, drei Punkte halt. Wäre schön. Aber wenn nicht, ist auch noch nicht aller Tage Abend. Die Freiburger sind schließlich schon fast durch, obwohl sie gegen den Club verloren haben. Und Fürth, da muss man kein großer Prophet sein, würde auch bei einem Sieg (was Gott natürlich verhüten möge) nicht aufsteigen.

Wenn dann auch noch einige Fans meinen, das Spiel und die Aufstiegsfrage werde auf der Straße entschieden, dann fällt uns erst recht nichts mehr ein.

Aber, ich würde mal sagen: Spätestens Sonntagmittag wird es uns dann auch erfassen, das Fieber, und dann werden wir voller Inbrunst brüllen:

Die putz mer wech!

Neid: Ein Clubfreund kommt groß raus

Da erblassen zwei der drei Clubfreunde vor Neid: Thomas Susemihl wurde nach dem Spiel gegen den „TSV München“ (so der Reporter, im Volksmund sind es wohl eher die „Sechziger“) in seiner Eigenschaft als Club-Fan von Nordbayern.de befragt.
Gelassen, souverän und eloquent gibt der NZ-Mitarbeiter Auskunft über seine persönliche Sicht auf die Hinrunde. Das Derby gegen Greuther Fürth (2:1) ordnet er als Höhepunkt der abgelaufenen Halbserie ein, das trostlose 0:0 gegen Schlusslicht FSV Frankfurt war für ihn die größte Enttäuschung. Und den glücklosen Angelos Charisteas würde er gerne ausleihen.
Um sein Expertentum zu beglaubigen, studiert Thomas vor dem Interview kamerawirksam die Schallplatte „Club-Fans und ihre Lieder“. Nur die in Dokumentationen übliche prall gefüllte Bücherwand im Rücken des Fachmanns hat gefehlt. Vip und ich geben es ungern zu, wir sind aber schwer beeindruckt und geben der geneigten Leserschaft aus dem Schmollwinkel heraus den Tipp: Lasst die Vorrunde 2008/09 hier noch einmal mit Thomas Susemihl Revue passieren!!

Derby gewonnen, der Rest ist Wurst

Harte Nummer. Aber letztlich gewonnen. Ein Spiel dauert halt 90 Minuten. Vor ein paar Wochen wäre es noch umgekehrt gelaufen, da hätte sich der Club noch die Butter vom Brot nehmen lassen. Nachdem die anderen vorne (Mainz, Freiburg, Kaiserslautern) auch nicht aufsteigen wollen, schaut´s plötzlich wieder gar nicht so schlecht aus. Aber lieber die Euphoriebremse treten, wir kennen das ja! Außerdem war der Gegner schließlich nicht der Stärkste 😉

Hier noch ein paar auswärtige Greuther-Fans bei der  Bekanntgabe des Endergebnisses (oder so):

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Frankenderby: Keep cool!

Am Sonntag steigt wieder einmal ein Frankenderby. Der Club hat es in seiner Blödheit möglich gemacht. Dass er sich dafür so etwas, wie jetzt in einem vor wenigen Tagen hoch geladenen Youtube-Video  ansehen muss, geht allerdings zu weit:

Da würde man gerne dazwischen gehen und deeskalierend wirken. Manche Menschen könnten hier offenbar sogar noch was von den Hühnern lernen:

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Dabei ist der Hass doch völlig unbegründet. Ihr Fürther dürft nicht aufsteigen, wir Nürnberger können nicht aufsteigen, also nehmt doch ein bisschen Luft raus. Man kann sich – wie unsere Kollegen aus der NZ-Sportredaktion beweisen – schließlich auch gepflegt dem Thema nähern.

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Also bitte:  Keep cool!