Weiler zwar schöner, aber nicht besser als Oenning

Ex-Club-Coach Michael Oenning und Neu-Coach René Weiler

Michael Oenning (links) bleibt der Coach, unter dem der 1. FC Nürnberg das letzte Frankenderby gewonnen hat (2008) – auch wenn er längst das Club-Trikot abstreifen musste und mittlerweile René Weiler den Ton am Valznerweiher angibt.

Was damals ein Christian Eigler für Michael Oenning war, ist heute Niclas Füllkrug für René Weiler: ein Torgarant (mal mehr, mal weniger), der seinen Weg aus der „Westvorstadt“ an den Valznerweiher gefunden hat. Und was damals Michael Oenning für den 1. FC Nürnberg war, sollte heute René Weiler sein: ein gut aussehender Siegertyp, der den Club zum Erfolg im Frankenderby coacht. Wohlgemerkt: Sollte.

Denn lang ist’s her. Im 252. Aufeinandertreffen der beiden Erzrivalen am 23.11.2008 hat der FCN zuletzt gegen die SpVgg Greuther Fürth gewinnen können. 2:1 stand es da am Ende, nachdem Eigler in der Schlussphase eingenetzt hatte. Heute, rund sechs Jahre später, beim 258. Kräftemessen der Nachbarstädte, waren Javier Pinola und Stephan Schröck die einzigen Protagonisten, die damals schon auf dem Platz standen. Alle anderen Spieler kennen das Gefühl eines Nürnberger Derbysiegs und den Namen Oenning wohl höchstens vom Hörensagen.

47.500 Fans wollten sich die Mutter aller Derbys nicht entgehen lassen und fanden den Weg ins Grundig-Stadion. Das heißt: Die Arena war nicht ausverkauft! Während sich ein Grüppchen jugendlicher Kleeblatt-Anhänger schon um 9 Uhr am Fürther Rathaus getroffen hatte und deshalb bereits eine Stunde vor dem Anpfiff um 13 Uhr, von der Polizei begleitet, in den Gästeblock gebracht wurde, verpassten vor der Nordkurve über 1000 Clubfans wegen verschiedener Sicherheitsvorkehrungen die ersten Spielminuten.

Schade für sie. Denn auf dem Rasen legte der im Vergleich zum Aue-Spiel unveränderte Club einen ordentlichen Zahn vor, wenn auch ohne zählbaren Erfolg. Trotzdem war die Weiler-Elf zu Beginn das bessere Team. Füllkrug, Alessandro Schöpf und Jakub Sylvestr agierten in dieser Phase in den Reihen der Nürnberger am auffälligsten und waren gleich an mehreren guten Torgelegenheiten beteiligt.

Halt, nein, wir wollen ja Pinola nicht vergessen. Der fiel wegen seines rüden Einsteigens gegen Fürths Marco Stiepermann schon in der 3. Minute derart unangenehm auf, dass ihn Schiedsrichter Florian Meyer zu Recht mit Gelb verwarnte. Doch der Argentinier blieb bis zur Pause sauber und durfte auch für die zweiten 45 Minuten wieder aufs Feld. Das durfte der Mann mit dem sympathischen Knutschfleck-Tattoo am Hals, Stephan Schröck, zunächst auch – bis Schiri Meyer den Fanliebling der Fürther in der 52. Minute mit Gelb-Rot vom Platz stellte, weil er gegen Füllkrug rücksichtslos die Sohle draufhielt.

Wer glaubte, der FCN würde sich nun leichter tun, hatte sich getäuscht. Im Gegenteil: Das Kleeblatt schien, vom Mute der Verzweiflung nach vorne getrieben, fortan sogar gefährlicher zu sein. Johannes Wurtz hatte in Minute 71 die dicke Chance auf das 1:0 – doch rauschte in der Mitte knapp an einer Przybylko-Hereingabe vorbei. Die Cluberer bissen sich am Fürther Abwehr-Beton die Zähne aus und wurden hinten immer wackeliger. Bezeichnend: Bis zur 83. Minute brachten die Rot-Schwarzen im zweiten Durchgang keinen einzigen Schuss aufs Tor, Fürth immerhin einen. Und so durften Weilers Mannen am Schluss froh sein, dass es beim enttäuschenden 0:0 blieb und der Tag nicht in einer erneuten Derby-Pleite endete.

Es bleibt festzuhalten: Auch Weiler schaffte es nicht, Oenning als Club-Trainer aus den Derby-Annalen zu vertreiben. Der 1. FC Nürnberg ist somit seit nunmehr über sechs Jahren sieglos im Frankenderby.

Autogramm, nein danke!

Auf Autogrammkarten von Fußballern war früher ein meist nicht besonders hübscher, nichtsdestotrotz aber entschlossen geradeaus blickender, einsamer Mann abgebildet. Inzwischen haben offenbar auch in diesem Bereich Werbefuzzis, Marketingstrategen und Sponsorenbetreuer das Sagen. Heraus kommt dann so etwas völlig Verstrahltes (um im Sponsorenbild zu bleiben), bei dem man sich höchstens fragt, von wem bekomme ich jetzt das Autogramm und wie will der arme Michael Oenning diese Spieler jetzt noch auf die Bundesliga fokussieren. Eigentlich fehlen einem aber die Worte angesichts dieses Autogrammkartenangebots:

Vom Spielfeld auf die Erotikmesse

Der Club, das sind ja nicht bloß Männer mit weichen Birnen und dicken Oberschenkeln, die nicht einmal ein 1:0 gegen Koblenz heimschaukeln können. Nönö, beim Club ist durchaus auch Schönheit, Grazie und Erotik daheim. Man sieht es nur mitunter nicht. Oder eben erst, wenn es zu spät ist.

Nehmen wir zum Beispiel die Mittelfeldspielerin Eva Roob, die beim 1.FCN kickte. Doch davon konnte sie – im Gegensatz zu wesentlich unansehnlicheren männlichen Kollegen – nicht leben. Also sattelte sie um, verdient sich jetzt Geld als Nackttänzerin, unter anderem vor wenigen Tagen bei der Erotikmesse „Venus“ in Berlin.

Doch die Leser unseres Blogs müssen nicht extra dorthin fahren. Wir haben Frau Roob, die in ihrem neuen Job unter dem Namen Samira Summer auftritt, für Sie aufgetrieben, weisen aber darauf hin, dass das Video für Jugendliche unter 16 Jahren nicht geeignet ist.

YouTube Preview Image

via