Als Club-Fan unter Greuthern

In letzter Zeit hat unserem Club häufig ein anderer Verein die Schlagzeilen gestohlen. Statt Rot und Schwarz waren die Bilder vorwiegend Grün und Weiß. An sich könnte uns der Dauerjubel (jetzt auch noch das) kalt lassen. Trotzdem wollen wir unserer Gastautorin Isabel Strohschein hier mal ein Forum geben. Schließlich gibt es in diesem grünweißen Gekasper auch noch andere Facetten.

Neulich gab es ja ein Großereignis in der Westvorstadt: Der Aufstieg. Ich war zwei Tage vorher nach Fürth gezogen (jaaaaa, ich weiß, aber suchen Sie mal derzeit eine schöne, große UND bezahlbare Wohnung in Nürnberg). Dachte mir also: gehste da mal hin, die neuen Nachbarn waren auch dabei. Was soll ich sagen? Ich weiß jetzt, wie sich Spione fühlen. Als Club-Fan unter Greuthern – kein Spaß.

Aber es war Sonntag, ich froh, dass der Umzug rum war: Ich hatte meinen Tag des Friedens. dachte ich. Ich nahm die ersten Zehntausend hin, die in Weiß-Grün auf dem Rathausplatz warteten. Ich trank Grüner-Bier. Ich hab nix gesagt…bis, ja, bis sie anfingen, zu singen. Diese unsägliche „Hymne“ mit dem Täterätätä und der Fürther Straße – und das Derby-Lied. Da platzte die Wunde auf: DAS muss ich mir nicht anhören, auch nicht, dass Club-Fans stinken!!!! Das geht zu weit! Ein heiliger Furor erfasste mich – ich hatte die Wahl, zu gehen, oder zu bleiben, um dann garantiert mit ganz anderen grünen Leuten zu tun zu haben.

Also wirklich: Der Trainer sagt nicht, ob er bleibt (im größten Freudentaumel), dafür fragt er die Anwesenden, wo sie denn alle gewesen seien „als wir gespielt haben“. Was sind denn das für Fans, die nur zum Feiern kommen? Eine kleine Fangruppe musste dann natürlich mitten in der Menge ein grünes bengalisches Feuer zünden – hat ein bisschen gedauert, bis sie es an hatten. Videos können sie auch nicht drehen. Ein Beispiel ist hier zu finden:

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Was soll man dazu sagen? Fädd halt!

Und hier für alle, denen es langsam zu viel wird mit FÜ (Aufstieg, Fliegerbomben-Fund usw usf): Das Lied, das wahre Fans hören:

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Wir wissen, wie man mit einem Club leiden kann (und muss). Aber es ist halt unser Glubb.  Das werden die nie verstehen! In der neuen Saison häng ich ne Clubfahne zum Fenster raus. In Fürth.

Der BR geht lieber nach Fürth

Der Club boykottiert den Bayerischen Rundfunk bzw. dessen Sendung „Blickpunkt Sport“). Na sowas! War es bisher nicht eher umgekehrt? Hat nicht der Bayerische Rundfunk den Club boykottiert? Oder sagen wir genauer: ihn als Randfigur behandelt, die höchstens mal zu fränkischer Folklore für Zwischendurch taugte. Zum Beispiel um einen Christian Eigler vorzuführen, wie er im Schwabacher Slang Daggdigg erklärte. Da lacht der Weltstädter: „Was haben wir doch für lustige Hinterwäldler in unserem Sendegebiet! Rührend!“ Der karrierebewusste Hinterwäldler tut wiederum alles, um sich an die Weltstädtler anzuwanzen (Waldi-Syndrom).

Und da meint Club-Aufsichtsrat und Ex-BR-Mitarbeiter Günther Koch, er könne das reparieren, wenn die Waldis nach Franken kämen und sähen, wie cool wir eigentlich sind. Dass das nicht klappen kann, das hätte man sich denken können. Der BR sagt dann zwar gnädig zu,. schließlich werden auch in Franken Rundfunkgebühren bezahlt, geht aber dahin, wo es noch mehr Folklore gibt und noch mehr Slang gesprochen wird: nach Fürth.

Der Bayerische Rundfunk wird nicht fränkisch (noch nicht mal schwäbisch). Der wird selbst die Boykottmeldungen aus Nürnberg nicht lesen. Der hat seine Nase oben. Zur Zeit in Madrid. Vergesst den, hakt die Rundfunkgebühren als Entwicklungshilfe für menschlich abgedriftete Sendermitarbeiter ab, schaut am Montag halt was anderes und gut isses!

Möglicherweise holt der Club nächstes Jahr einen Titel, dann kann der BR wieder mal spontan eine Luchs-Sendung ins Programm nehmen. Das wäre doch schön!

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Brav spielen reicht nicht

2199527957Klar, man kann beim Tabellenzweiten verlieren. Erst recht, wenn man von allen Fachleuten als Abstiegskandidat Nummer 1 eingestuft wurde. Insofern geht das 3:0 in Mainz in Ordnung. Aber wirklich nur insofern.

Fast 90 Minuten lang war der Club nämlich die bessere Mannschaft, spielte überlegen, arbeitete sich Chancen heraus, hatte das Spiel weitgehend im Griff. Die Mainzer hatten gerade einmal dreieinhalb Möglichkeiten, ein Tor zu machen. Insofern hat die Clubmannschaft sicher die Vorgaben des Trainers gut umgesetzt. Brave Schüler! Machen das, was der Lehrer sagt. Bloß: das wissen auch die Nichtfußballer unter uns: Wer nur das macht, was der Lehrer sagt, der hat schon verloren.

Genauso erging es dann auch dem Club am Bruchweg. Er spielte nett, gar nicht schlecht, aber dann fehlte nicht bloß am Ende die Präzision, sondern auch das, was den Erfolg ausmacht: mal ein origineller Gedanke, mal ein unorthodoxer Spielzug…und der liebe Gott half auch nicht mit, schon gar nicht Schiri Gagelmann.

Ganz anders die Mainzer: Die können auch schlecht spielen. Die können auch einen Gegner kommen und die Musik machen lassen. Die wissen nämlich: Wir können Standards. Denen langt schon eine Ecke, ein Freistoß in der gegnerischen Hälfte und schon brennt es.

Was sagt uns das? Ekici stand zwar in den letzten Spielen eher neben sich, dennoch ist genau er einer, der nicht nur den braven Fußballstreber geben kann, der auch mal selber was Überraschendes anzetteln kann. Dass der zunächst auf der Bank saß, war sicher von Nachteil. Dass der Club mit dem Üben der Standards noch nicht so weit ist, wissen wir schon länger. Dass der Club beim Entleihen von Marcel Risse (bester Mann bei Mainz) einen Fehler gemacht hat: geschenkt! Dass der Club Judt und nicht Allagui von den Fürthern geholt hat, Schwamm drüber! Dass der Club allerdings in der Adventszeit überhaupt antritt und nicht alles tut, um Spiele zu diesem Zeitpunkt ausfallen zu lassen – notfalls muss man halt die Unterschrift der Eltern fälschen – das ist unverzeihlich. Warum? Das erzählen wir euch das nächste mal. Da geht es nämlich gegen den Spitzenreiter Dortmund und da wird man mit nur schön Spielen erst recht nicht punkten.

Rumpelfüßler und Rumpelschiris

17406869Okay, wenn uns am Ende ein Punkt fehlt, dann haben wir das Schiedsrichter Florian Meyer zu verdanken. Aber eigentlich hätten heute drei Punkte rausspringen müssen, wenn das mit dem Klassenerhalt noch etwas werden soll. Dafür haben aber die meisten Clubspieler, vor allem in der ersten Halbzeit, viel zu wenig abgeliefert. Wenn man sich anschaute, was Andi Wolf, Marek Mintal, Eigler oder Pinola da präsentierten, das war nicht mal zweitligatauglich. Das wurde diesmal umso deutlicher, weil Breno und Bunjkaku zeigten, wie man in der ersten Liga spielen muss. Leider färbt da nichts ab. Immerhin, Schäfer rettete einige Male bravourös. Jedoch hat er sich bei den Schiris offenbar schon soweit ins Abseits gespielt, dass die nicht einmal mehr klare Fouls im Strafraum gegen ihn pfeifen.

Unabhängig davon gilt aber leider: Hinten unsicher, im Mittelfeld schlampig und vorne ohne jede Zielstrebigkeit. So gewinnt man nicht einmal gegen Gladbach. Und wenn man da keine Punkte macht, wo dann? Da hilft es auch wenig, dass die Kritiker von Beginn der Saison verstummt sind. Eine Mannschaft, die aus eineinhalb Chancen ein Tor macht, die hat nicht unbedingt ein Stürmerproblem. Aber wen interessiert das im Augenblick noch?

Trotzdem, und da sind wir (seltsame Koinzidenz wieder mal) einig mit den Greuthern: So wie die Schiedsrichter zur Zeit irgendwelchen Sympathien und dem großen Geld folgen, da möchte man eigentlich dem Profifußball lieber den Rücken kehren. Immerhin hätten die Schiris im nächsten Clubspiel gegen die Bayern jetzt die Chance, gelich zwei Scharten wieder auszuwetzen. Ob gegen den FCB ein zwölfter Mann zum Sieg reicht, das wagen wir allerdings zu bezweifeln.

Nachtrag: Nachdem Hannover sich daheim fünf Dinger einschenken lässt und die Hertha nicht einmal gegen Mainz gewinnt, dürfte es wohl auf einen Dreikampf um den Relegationsplatz rauslaufen. Wenn die Schiris da nicht weiter negativ eingreifen, hat der Club dabei durchaus gute Karten. Das heißt allerdings: zittern bis zum Ende und hoffen, dass sich die anderen noch blöder anstellen.

noch ein Nachtrag: …dass Freiburg in der Nachspielzeit noch einen sicher geglaubten Punkt in Frankfurt liegen lässt, zeigt: die wollen da auch noch unten mitmischen. Insofern könnte sogar noch ein Vierkampf draus werden.

Fähiger Trainer händeringend gesucht

„Wir haben noch mit niemandem verhandelt“, betonten Präsident Franz Schäfer und Manager Martin Bader am Montag treuherzig. Sie wollten damit wohl unterstreichen, wie aufrichtig und menschlich korrekt sie hinter Trainer Michael Oenning gestanden haben. Ein Zeichen von Professionalität ist das allerdings nicht. Seit Tagen stand doch Oenning zur Diskussion, da muss man sich doch zumindest Gedanken machen, wie es weiter gehen soll. Wenigstens mögliche Alternativen durchdenken. Sonst geht es einem genauso wie dem Clubpräsidium gestern, man stellt fest: Oenning ist nicht mehr zu halten, aber jemand anderes ist auch nicht da. Klar, kann man sich über die Feiertage in Ruhe die Marktlage bei den arbeitslosen Trainern anschauen. Das dürfte dann besonders die an dem Debakel nicht ganz unschuldigen Spieler freuen, die haben dann zum Dank fürs erfolgreiche Abschießen ihres Chefs erst einmal frei. Na bravo! (Immerhin soll laut Präsidum die Entscheidung doch noch vor Weihnachten bekannt gegeben werden)

HannoverDie Fans haben dafür jetzt noch die Gelegenheit über die möglichen Alternativen zu diskutieren. An erster Stelle ist da der bereits erwähnte Dieter Hecking (links) zu nennen. Er hat zwar Erfahrung im Abstiegskampf und mit jungen Spielern (wobei beim Club eigentlich eher die älteren zu früherer Leistungskraft zurückgeführt werden müssten), ob er einen Bezug zu Nürnberg und seinen Fans aufbauen kann, ist fraglich.

koller Das gilt natürlich auch für Marcel Koller (rechts), der bei Bochum zudem nicht unbedingt bewiesen hat, dass er im Kampf um den Klassenerhalt der Richtige ist. Bei Volker Finke sind wir uns gar nicht sicher, ob der überhaupt will. Gleiches gilt für Hans Meyer, der immerhin nicht einmal umziehen müsste. Bei Lothar Matthäus ist eigentlich jedes Wort zu viel.

Nachdem er bei Twitter so gut 😉 angekommen ist, wollen wir aber einen Vorschlag unbedingt noch in die Runde werfen, den man zumindest einmal andenken sollte: Wie wäre es, wenn sich Club und Greuther Fürth einen Trainer teilen? Immerhin wäre das Coach-Sharing ein echter Sparbeitrag in klammen Zeiten (der Club muss angeblich 9 Millionen Euro einsparen) und die Gelegenheit dazu ergibt sich wahrscheinlich in 100 Jahren nicht mehr. Zudem würde der Doppeltrainer sich schon aus persönlichen Gründen massiv dafür einsetzen, dass der Club die Klasse hält, sonst käme es nämlich nächste Saison vielleicht wieder zum Derby in der zweiten Liga und dann wüsste er nicht, auf welche Bank er sich hocken soll.

Zum Schluss noch ein schöner Verschreiber, der gestern der in diesem Fall doch etwas zu vorschnellen Deutschen Presseagentur unterlief, den wir aber erst auf den zweiten Blick realisierten, schließlich ist man als Clubfan gewohnt, dass in Nürnberg die Trainer nicht alt werden (remember Jef Vliers):
hecking

Undank ist der Welten Lohn

Eigentlich hat Kollege vip ja das Nötige zu den merkwürdigen Einwänden der Kleeblättler (merkwürdige Einwände passen freilich zu diesem merkwürdigen Verein) gegen den Namen unseres Konkurrenzblogs gesagt. Eine Ergänzung sei indes erlaubt: Das „böse G-Wort“ leitet sich ja vom TSV Vestenbergsgreuth her, mit dem die damals finanziell arg schwindsüchtige SpVgg Fürth 1996 fusionierte.   Erst als aus Greuth das Geld kam, ging es wieder aufwärts mit den Fürthern, die vorher 13 Jahre in den sportlichen Niederungen von Bayern- und Landesliga dahindümpelten. Aber Undank ist der Welten Lohn, und so möchten einige Fürther Fans diesen Namensbestandteil heute wohl lieber streichen. Schade. Dabei hat sich Vestenbergsgreuth verdient gemacht: 1994 warf der kleine TSV den großen FC Bayern aus dem Pokal. Deswegen fand ich es persönlich schade, dass der Dorfklub von der Fußball-Landkarte verschwand.

Einfältig, einfältiger, Kleeblattfan

Ironie kommt im geschriebenen Wort manchmal schlecht rüber. Das wissen Journalisten und berücksichtigen das. Ganz darauf verzichten wollen sie meist trotzdem nicht, denn mit Ironie kann man zum Beispiel Leute, die sie verstehen, auf seine Seite ziehen und Idioten als Idioten dastehen lassen. Wenn Ironie dagegen gar keiner versteht, kann das damit zusammenhängen, dass sie als solche nicht erkennbar war, oder aber, dass das Publikum einfach nicht über die notwendigen geistigen Fähigkeiten verfügt.

Womit wir, so schnell kann es gehen, wieder bei den Fürthern und unserem neuen Konkurrenzblog, den „Greuther-Weibern„, wären. Die beneiden wir im Augenblick nämlich nicht. Ihre Zielgruppe scheint schon qua Geburt auf dem Schlauch zu stehen und rafft ganz offensichtlich überhaupt nichts. Anstatt dass sich die paar Fürther Fans darüber freuen, dass sich überhaupt jemand für sie interessiert und etwas für sie ins Netz stellt, mäkeln sie an dem Begriff „Greuther“ herum (meinen aber wahrscheinlich eher das „Weiber“, denn denen unterstellen sie anscheinend, keine Ahnung und daher eine Lektion in der korrekten Vereinsnamenslehrer dringend nötig zu haben). In den Kommentaren verlangen sie nun, das Blog von „Greuther-Weiber“ etwa in „Kleeblatt-Weiber“ umzuwandeln, und wettern dann auch noch gegen die Handtasche als Accessoire – wollen wohl lieber ein Sixpack.

Geht´s noch? Warum stellt ihr euch dann nicht in eurer Mitgliederversammlung hin und verbannt per Antrag das Greuther aus dem Vereinsnamen? Und wenn ihr schon soviel Wert auf korrekte Bezeichnungen legt, dann nennt euch statt „Spielvereinigung Fürth“ doch „Nichtaufstiegspakt Fürth“. Dann weiß wenigstens jeder, was los ist.

Noch eins, ihr Greuther-Heinis: Der Begriff Greuther-Weiber lehnt sich an die mittelalterlichen Kräuterweiber an. Kleeblattweiber gab es noch nie. Kleeblätter haben nämlich keine Heilwirkung. Und dass das Fürther Kleeblatt die einzige Blume ist, die niemals blüht, ist bestimmt kein Grund sich Kleeblattweib zu nennen.

Wir sind, liebe Greuther-Weiber, jedenfalls heilfroh, Clubfans zu sein. Die sind wenigstens in der Lage, auch komplexeren Gedankengängen zu folgen, auch mal auf der Metaebene zu diskutieren und ihren Club als Deppen zu bezeichnen, obwohl sie ihm natürlich trotzdem weiter die Treue halten.

Ein Blog aus dem grün-weißen Nichts

In der kommenden Saison braucht uns die westliche Vorstadt eigentlich nicht mehr zu interessieren. Trotzdem haben wir Anlass, uns mit Fürth zu beschäftigen. Fürth ist, was das Fußballspielen betrifft, nämlich eigentlich noch vergleichsweise gut aufgestellt. Schaut man sich hingegen an, was sich dort internetmäßig tut, dann kommt fast schon Mitleid auf. Nur ein Beispiel: In dieser Woche musste das erste, ohnehin nur mit Nürnberger Hilfe anberaumtes, Twittagessen mangels Beteiligung abgesagt werden. Twittern scheint in Fürth ebenso unbekannt zu sein, wie bloggen. Dazu passt auch, dass die Spielvereinigung Greuther Fürth im Web 2.0 ebenfalls nicht nennenswert präsent ist, und selbst mit den alten Medien so ihre Schwierigkeiten hat.

Das wird jetzt anders: Unter den NZ-Blogs sind ab sofort auch die Greuther-Weiber zu finden. Dass diese, sozusagen aus dem grün-weißen Nichts heraus, ein Novum wie ein von weiblichen Fans betriebenes Vereinsblog zustande gebracht haben, erfüllt uns schon ein bisschen mit Neid. Abschneiden werden wir uns deswegen aber nichts.

Wo issn des Hirn?

Über das Rostock-Spiel brauchen wir gar nicht groß reden. Auch wenn der Club gewonnen hätte, wäre er wohl nicht auf den direkten Aufstiegsplatz 2 geklettert. Und wer ist schuld: Die Fürther mal wieder.

Wenn ich mich nur dran erinnere, wie sinnlos und blöd die beim Derby gegen den Club angerannt sind, nur um uns zwei Punkte zu klauen, wo sie doch längst hätten wissen können, dass ihnen das nicht hilft. Und jetzt, wo sie die Chance gehabt hätten, die Mainzer zu schlagen, um dem Club die – gefährlichen (weil wahrscheinlich gegen so unangenehme Gegner wie Cottbus oder Bielefeld) – Relegationsspiele zu ersparen, da versagen sie kläglich (oder gar absichtlich).

„Wir haben wieder gut gekämpft, aber manchmal den Kopf nicht optimal eingesetzt“, meinte Fürths Trainer Benno Möhlmann nach der Heimniederlage gegen die Mainzer. Und was heißt das auf Deutsch: Die Fürther haben nichts im Hirn.

So weit wie Möhlmann wollen aber nicht einmal wir gehen. Zumal dies im Umkehrschluß auch bedeutet: Der Club hat gegen Hirnlose nur ein trauriges Remis zustande gebracht.

Aber wie unsäglich muss denn die Wahrheit über diesen Westvorstadtverein sein, dass dessen Trainer seinen Spielern lieber Schwachköpfigkeit attestiert? Das fragen wir uns jetzt wieder einmal verschärft.

Die Relegationsspiele finden übrigens am 28. und 31. Mai (wahrscheinlich im Frankenstadion) statt.

Fürth schießt in den Ofen

Schon vor dem Derby haben wir uns schwer getan, hier was abzuposten. Nach dem 1:1 ist das nicht unbedingt besser geworden. Wobei man zugeben muss: Diesmal war unserem Club das Glück ziemlich hold. Einmal in Person des Schiedsrichters, zum anderen aufgrund der Niederlage von Mainz 05. Insofern hat sich die Situation unter dem Strich – zumindest was die Erreichbarkeit des direkten Aufstiegsplatzes angeht – eher verbessert, denn Fürth ist ja jetzt weiterhin dran und spielt noch gegen Mainz.

Hier also erstmal das Restprogramm der Aufstiegsaspiranten:

Mainz 05: FSV Frankfurt (H), Fürth (A), Oberhausen (H)

Club: VfL Osnabrück (H), Rostock (A), 1860 München (H)

Greuther Fürth: SC Freiburg (A), Mainz (H), Ahlen (A)

FC Kaiserslautern: Alemannia Aachen (A), MSV Duisburg (H), Freiburg (A)

Interessanter am Derby war aber eine Randerscheinung, die besonders den Fürther Vereinsbossen zu denken geben sollte: Im Frankenstadion waren beim Public Viewing (Bild) mehr Zuschauer als beim „echten“ Spiel im Playmobil-Stadion.  Einnahmen hatten die Greuther dadurch aber nicht. Der Vorteil eines Heimspiels war andererseits aber auch nicht zu erkennen. Weder war die Publikumsunterstützung größer, noch ließ sich der Schiedsrichter auf die Seite der Heimmannschaft ziehen, noch lernte irgendwer Fürth kennen, der es sowieso nicht schon kannte. Also eigentlich war das Pochen auf des Heimrecht ein Schuß in den Ofen.