Nicht schlecht, aber zu harmlos

Bis vor wenigen Wochen wäre da jede Menge Zündstoff drin gewesen. Inzwischen sind unser Ex-Manager und unser Ex-Chefscout bei ihrem neuen Verein auch abserviert worden. Dazu geht für den Club nach oben nichts mehr und nach unten nicht mehr viel. Insofern wra das eine gute Gelegenheit für den aktuellen Clubcoach Michael Köllner, beim Spiel in Hannover seine taktischen Umstellungen einzustudieren.

Wobei sich die diesmal in 4-3-2-1 auflaufende Mannschaft mittlerweile schon fast von selbst aufstellte. Zehn Ausfälle sind zu beklagen. So musste dann sogar der angeblich kranke Dave Bulthuis ran. Nicht verwunderlich also, dass einem zu Beginn des Spiels angst und bange werden musste um unseren Club. Hannover legte furios los und hatte eine Torchance nach der anderen. Doch nach gut zehn Minuten hatte sich die Notelf gefunden und der Elan der 96er verpuffte. Plötzlich versuchte es die von ihrem Hörgerätehersteller zum Aufstieg verdonnerte Mannschaft mit weiten, aus der Verzweiflung geborenen Pässen. Auf der anderen Seite schaffte es der Club aber leider auch nicht, offensiv etwas zu reißen. Folgerichtig ging es mit einem 0:0 in die Pause.

Doch nach der Pause passierte es dann doch. Der ehemalige Nürnberger Niklas Füllkrug bediente seinen Sturmkollegen Martin Harnik, der dann in der 47. Minute die Führung markierte. Da zeigte sich leider auch, dass Hannover Spieler hat, die wenigstens einmal einen Angriff erfolgreich zu Ende spielen können ohne dabei auf Fehler der gegnerischen Abwehr bauen zu müssen. Auf der anderen Seite musste der Club erkennen, nicht immer auf die Mithilfe des Schiedsrichters bauen zu können. Der pfiff eine elfmeterverdächtige Situation gegen der Clubangreifer Eduard Löwen.Trotzdem: Wie schon in den letzten Spielen ging halt nach vorne viel zu wenig zusammen. Da war nicht nur der erneut enttäuschende Winterzugang Ishak dran schuld, sondern auch die meist verunglückten Flanken, besonders von dem zudem oft zu langsamen Mannschaftskapitän Miso Brecko. Während der Club immer stärker auf den Ausgleich drängte, jedoch nur einen Pfostentreffer durch Mühl zustande brachte, ließ Hannover auf der anderen Seite ein paar hundertprozentige Konterchancen liegen.

Verdient hätte sich der Club den Ausgleich durchaus. Doch neben der schon bekannten Schwäche vor dem gegnerischen Kasten, fehlte diesmal auch das gnädige Eingreifen des Schiris. Dann kommt halt am Ende so eine unbefriedigende 1:0-Niederlage heraus, nach der morgen keiner mehr fragt. Immerhin bleibt festzuhalten: Der Club kann selbst gegen einen potenziellen Aufsteiger mithalten. Hätten wir einen solventen Mäzen wie 96 und demzufolge noch Guido Burgstaller mit dabei, hätten wir das wahrscheinlich gewonnen.

Nürnberg ist für Bader kein gutes Pflaster

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Nach den jüngsten Siegen kehrte beim Club wieder Euphorie ein. Trotzdem war noch nicht so ganz klar, ob wir uns nach oben oder eher nach unten orientieren müssen. Die letzten Gegner waren nicht unbdeingt die Top-Teams der 2.Liga. Anders war das bei Hannover 96. Der mittlerweile vom Ex-Club-Sportdirektor Martin Bader gemanagte Bundesligaabsteiger ist – zumindest vom Namen und vom finanziellen Bachground her – eine andere Nummer als beispielsweise der KSC.

Doch dann dauerte es gerade einmal vier Minuten und der FCN zeigte, wer hier Herr im Haus ist. Möhwald passte auf Kempe. Dessen Schuss konnte der beim Club ausgebildete 96-Keeper Sahin-Radlinger nur nach vorne abklatschen. Matavz sagte danke und schob den Ball zur frühen Führung ins Netz. 96 drängte dann auf den Ausgleich. Aber das sah alles ziemlich Bader-like aus. Blutleeres Blenden und eher behäbig in der Birne. Der Club ging die 96er schon im Mittelfeld an und schnappte sich ein ums andere Mal die doch sehr durchsichtig angesetzten Pässe. Etwa in der 21. Minute als Petrak an der Mittellinie den Ball eroberte zu Matavz spielte, der schickte Möhwald, dessen Flanke dann Burgstaller zum 2:0 einköpfen konnte.

Danach konnte es der Club noch ein bisschen lockerer angehen lassen. Hannover hatte zwar weiterhin ein optisches Übergewicht. Aber richtig gefährlich wurde es vor dem Kasten von Kirschbaum kaum. Der Club spielte durchaus clever und lie0 kaum etwas anbrennen.

In der 2. Hälfte musste die neue Nummer 1 im Clubtor allerdings mehrfach zeigen, was sie drauf hat. Hannover verstärkte den Druck noch weiter. Die größte Chance zum Anschlusstreffer bot sich in der 72. Minute, als Schiedsrichter Jöllenbeck auf den Elfmeterpunkt zeigte. Brecko hatte Klaus gefoult. Doch wie schon gegen den KSC erwies sich Kirschbaum als Elfmeterkiller.

Bei ihm (allerdings – das müssen wir selbstkritisch konstatieren – auch bei Trainer Alois Schwartz) zeigt sich allmählich, dass sich Geduld auszahlt. Der vielgeschmähte und zeitweise sogar auf die Tribüne verbannte Clubtorwart ist mittlerweile ein echter Stabilitätsfaktor. Dass er seinerzeit noch von Martin Bader eingekauft wurde, belegt, dass der nicht immer verkehrt gelegen ist. Andererseits belegt Bader auch, dass man in Nürnberg manchmal schon zu viel Gedlud gehabt hat.

Leidenschaftslos in die 2. Liga

Es war ja schon vorher erstaunlich, wo die geduldigen und treuen Fans vor dem letzten Heimspiel nochmal die Hoffnung herauskramten. Es war ja nur Hannover, das da im Frankenstadion auflief. Für die ging es um nichts mehr. Viel gerossen hatten die in dieser Saison auch nicht. Aber letztlich waren selbst die eine Nummer zu groß für diese leblose, blutleere und desorientierte Mannschaft (bezeichnend für deren Fehleinschätzung der Lage und der eigenen Fähigkeiten war ja auch, wie die sich blauäugig nach dem Spiel bei den Fans ihre Abfuhr abholten). Die Spieler ließen in keiner Minute erkennen, dass es um irgendwas ging. Hatten sich offensichtlich schon längst aufgegeben und waren in keiner Phase in der Lage, die Chancen, die sie auf dem eigenen und auf fremden Plätzen immer wieder geboten bekamen (Hamburg und Braunschweig verloren ebenfalls) zu nutzen.

Der Trainerwechsel hatte jedenfalls null Effekt. Das Gefasel Baders „wir müssen in den Endspielmodus kommen und Impulse setzen“ wurde grandios konterkariert. Impulse setzte Ersatztrainer Roger Prinzen dann bloß durch Verzweiflungswechsel. Da ließ er Pachonik und Colak auflaufen. Nachwuchskräfte, die angebliche Leistungsträger ersetzten. Wobei weder Kiyotake noch Pekhart in den letzten Monaten irgendwie den Eindruck vermittelten, Leistungsträger sein zu können.

Die, aber auch die anderen Clubkicker machten eher den Eindruck von Fußballbeamten, die Dienst nach Vorschrift schieben. Nicht unangenehm auffallen. Ein bisschen auf Betriebstemperatur geraten und schauen, dass man bei der Kickerbenotung nicht auf eine 6 kommt. Mehr? Ach wozu? Dann müsste man ja Überstunden machen. Eventuell sogar gegen Fürth.

Dass diese Mannschaft jetzt immer noch eine Chance hat, ist eigentlich der größte Witz an der Geschichte. Dass beim Saisonabschluss in Gelsenkirchen Pinola, Plattenhardt und Chandler gelbgesperrt fehlen, hätten wir früher als Schwächung empfunden. Jetzt tun wir nicht einmal das. Wer auch immer auf Schalke aufläuft, schlechter als die, die heute gegen Hannover sang- und klanglos die drei Punkte verschenkt haben, können sie es eigentlich auch nicht machen.

Der Club schlittert also weiter in die 2. Liga. Wie es dort weiter gehen soll? Mit dieser Mannschaft dürfte es – schon von der Einstellung her – für die 2. Liga nicht reichen, zumal etlöiche „Leistungsträger“ ohnehin weg sind. Eigentlich bleiben jetzt nur noch die Nachwuchsspieler als Hoffnungsträger übrig. Nicht mal in den Bereich das Absurden verweisen möchte man in dieser Situation den Vorschlag einiger twitternder Clubfans, Gertjan Verbeek wiederzuholen, Bader zu entlassen und den Alttrainer eine Mannschaft zusammenstellen lassen, die zu ihm passt. Der Club ist jedenfalls – wieder mal – am Nullpunkt angelangt. Da sind nur noch unermüdliche Fans und eine leere Hülle, die nichts, aber auch gar nichts in der ersten Liga verloren hat.

Wir können alles, außer gewinnen

Das Schlimme am Club ist, dass es immer noch schlimmer geht. Das muss man erst einmal bringen, auch in fast aussichtsloser Situation noch ein Unentschieden zu erreichen. Der Club bringt das. Nur der Club schafft es auch, dass wir Fans selbst nach einer 3:0 zittern. Und mit was? Mit Recht, wie sich in Hannover gezeigt hat.

Der Club ist wieder mal der Depp. Inzwischen ist er vielleicht ein schönspielender Depp. Aber Depp bleibt Depp.

Es reicht halt nicht, nur 15 Minuten vor der Halbzeit aufzudrehen und die Fans zu begeistern, wenn dann hinterher alles wieder eingerissen wird. Bloß zeigen, dass man es kann, ist halt nicht genug. Ich würde mal sagen, mit einem Simons hätten wir den Vorsprung über die Zeit gerettet. Und einen Simons haben wir halt in dieser Saison nicht. Niemand, der Ruhe in die Aktionen bringt, der mal Nervosität rausnimmt.

Das Blöde ist: Langsam wird es pathologisch. Der Club hat jetzt nicht bloß ein Spieler-, sondern ein Psychoproblem. Hannover hat vor dem Spiel einen Mentaltrainer engagiert. Da holt man offenbar auch Unentschieden, wenn man schwächer ist und aussichtslos zurückliegt. Beim Club müsste jetzt einer mit Antideppen-Keulen anrücken. Ein Sechser allein reicht jedenfalls nur bedingt.

Ach so: Das zweite Tor war aus Abseits erzielt (Bild). Kann man sich drüber aufregen. Aber es hilft halt nichts. Auch ein beschissener Depp bleibt ein Depp. Genauso wie ein liebenswerter Depp…

Versöhnung in der Nachspielzeit

Unangenehm möchte der Club spielen, es dem Gegner schwer machen. Doch genau das kann Hannover schon länger und mindestens genauso gut. Die haben nur eine andere Methode, unangenehm zu sein. Die lassen die anderen spielen. Lassen sie ruhig ein bisschen Überlegensheitsgefühl aufbauen. Spieler, die sich damit nicht auskennen, macht sowas nämlich überheblich und leichtsinnig. Genauso war es dann auch im neuerdings nach meinem alten Transistorradio benannten Nürnberger Stadion.

Der Club entfache eine halbe Stunde lang Druck, hatte das Heft in der Hand. Aber es kam nichts rum dabei. Tomas Pekhart ist im Strafraum halt gerade mal so gefährlich, dass ihn die andere Mannschaft nicht völlig frei stehen lassen kann. Dagegen hatten die 96er gleich drei Stürmer aufgestellt, bei denen es sich durchaus empfiehlt, sie nicht aus den Augen zu verlieren. Drei Stück! Da verliert mancher Clubabwehrrecke schon mal die Übersicht. So konnte dann der Mittelfeldakteur Huszti (was, der ist auch noch da?) ziemlich ungestört durch die Mitte marschieren und das – zumindest nach den Spielanteilen – überraschende 1:0 machen.

Schon war es vorbei mit der Clubsouveränität. Anscheinend braucht die Mannschaft aber den Druck, um Energien freizusetzen. Dass dann ausgerechnet Timm Klose den Ausgleich machte und dafür eine Standardsituation nötig war, ist freilich bezeichnend. Aber egal! Bezeichnend ist auch, dass diejenigen, die sich vorne auszeichnen, dann hinten patzen. Anstatt jetzt weiter und den Sack zu zu machen, schenkte die Clubabwehr Hannover praktisch die erneute Führung.

Gott sei Dank markierte der eingewechselte Sebastian Polter in der Nachspielzeit noch den Ausgleich. Sonst hätten wir hier eine Abhandlung über die Dummheit schreiben dürfen.

Der späte Ausgleich versöhnt. Trotzdem: Da wäre heute mit ein wenig mehr Konzentration und mit mehr planvollen Spiel nach vorne (bitte mal Flanken üben!) locker ein Dreier drin gewesen.

Club von Nutzfahrzeug überfahren

Eigentlich könnten wir hier den Beitrag über das Frankfurt-Spiel wiederholen. Wieder einmal tönte alles großspurig von Auswärtssieg und Sprung auf den 3. Platz. Die Parallelen zwischen Club und Hannover wurden rausgestellt. Es wurde darauf verwiesen, dass sich die Trainer Hecking und Slomka bestens verstehen und auf Augenhöhe begegnen. Doch dann war es halt wieder nichts.

Nur, gegen Frankfurt gab es wenigstens noch ein Aufbäumen, spielerische Akzente, positive Ansätze. Das fehlte in Hannover gänzlich.

Dabei spielten die 96er im Gegensatz zur Eintracht keineswegs überragend. Denen reichte eine durchschnittliche Leistung um den Club abzufertigen. Noch nicht mal zu Fehlern zwingen mussten sie unsere indisponierte Truppe. Die machte das schon freiwillig selber. Peer Nilsson ragte da besonders negativ heraus. Dass dann Twitterer, die Astrid Lindgren gelesen haben, schreiben: „Herr Nilsson macht sich zum Affen“, das ist dann halt eine neue Dimension bei den Wortspielen. Da hätten wir viel lieber was von „Holterdipolter“ gelesen.

Aber auch ohne den unglücklichen Nilsson bekam der FCN noch eins eingeschenkt. Eigentlich erreichte nur Raphael Schäfer in Hannover halbwegs Normalform.

Warum das so war?

Möglicherweise liegts am Biorhythmus der Spieler. Vielleicht können die so spät abends keine Topleistungen mehr abrufen. Vielleicht lag es aber auch am Jetlag. Die Clubmannschaft traf erst am späten Nachmittag mit dem Flieger in Hannover ein. Eigentlich wollte sie am Vortag anreisen, bekam aber keine Hotelzimmer mehr in Hannover. Dort findet nämlich gerade eine Nutzfahrzeugmesse statt.

Tja, in Hannover hilft halt alles mit, um die eigene Mannschaft zu unterstützen. In Nürnberg bauen sie dagegen Hotels ohne Ende, damit es den Gegnern gut geht und sie ausgeruht den Club wegfegen können.

Apropos wegfegen. Am Samstag kommt mit dem VfB Stuttgart ein ebenfalls Weggefegter nach Nürnberg. Mal sehen, wer da wem Aufbauhilfe leistet. Wir machen jedenfalls nicht in Euphorie, langsam wissen wir, wohin das führt.

Schwacher Auftritt in Hannover

Auch in Hannover wurde der Club wieder mal seiner Rolle als Samariter des deutschen Profifußballs gerecht. Einem weiteren Not leidenden Gegner half man wieder auf die Beine. 96 Tage waren die 96er ohne Sieg. Da kommt schon mal Mitleid auf. Da will man doch helfen

Mitleid kam aber auch mit dem Club auf. Unter den vielen schlechten ersten Hälften, die der 1.FCN in letzter Zeit ablieferte, war das wohl eine der schlechtesten. Da lief überhaupt nichts zusammen. Hinten keine Ordnung, möglicherweise noch falsches Schuhwerk (Hlousek), im Mittelfeld kam kaum ein Ball an (Didavi) und wenn mal vorne einer einen ergatterte, dann versuchte der (Eigler) den irgendwie nur loszuwerden. Zielstrebigkeit: Null, Torgefahr: Fehlanzeige. weiter lesen

Club wieder auf dem Boden der Realitäten

Das Schöne am Fußball ist doch, dass das, was gerade gesagt wurde, schon am nächsten Spieltag widerlegt werden kann. Insofern ist der Club – und auch wir Fans – nun wieder auf dem Boden der Realitäten gelandet. Ziemlich unsanft.

Aber Hannover ist halt nicht Hertha. Und, was beim Club offenbar auch in dieser Saison wieder entscheidend ist: Auswärtsspiel ist nicht Heimspiel. Zuhause muss man das Heft in die Hand nehmen, kann man sich nicht hinten rein stellen und erst mal abwarten, um dann – wie in Berlin – irgendwann in der Schlussphase einen lichten Moment zum Siegtreffer auszunutzen. Eine Viertelstunde versuchte der Club nach vorne zu spielen, Hannover unter Druck zu setzen und sich Torchancen zu erarbeiten. Aber Hannover ließ nicht viel zu. Einmal hielt Torhüter Zieler bravourös gegen Klose. Einmal versemmelte Peckhart eine von Esswein super herausgespielte Chance. Hannover wiederum bemühte sich, nicht Torchancen herauszuarbeiten, sondern lieber Tore zu schießen. Denn die zählen und nicht die Chancen. Beim ersten stand der zuvor noch von vielen als Nationalmannschaftskandidat bezeichnete Philipp Wollscheid neben sich und zu weit weg vom Torschützen Abdellaoue. Beim zweiten agierte Raphael Schäfer wieder einmal unglücklich, konzentrierte sich auf den Ball, nicht auf den anstürmenden Gegner und verursachte so einen Elfmeter. Dass er solche Fehler nicht mehr wett machen kann und mal einen Strafstoß hält, ist leider bekannt.

Wie ausgewechselt kam der Club aus der Pause. Vielleicht lag es auch daran, dass Jens Hegeler, wie schon in Berlin, eingewechselt wurde und für die zuvor fehlende Zielstrebigkeit sorgte. Prompt machte Tomas Pekhart auf schöne Chandler-Flanke den Anschlusstreffer. Aber mehr war dann doch nicht drin. Wobei auch noch Pech dazu kam. So verletzte sich Javier Pinola so schwer, dass er nicht mehr weiter spielen konnte. Kurz zuvor hatte Trainer Hecking aber schon das dritte Mal ausgewechselt. So musste der Club am Schluss zu zehnt den Ausgleich erzwingen. Vergeblich!

Es gibt Tage, da läuft halt nichts. Dazu passt dann auch noch das zurückgekehrte Bayer-Dusel. Abputzen! Weitermachen! Immerhin geht´s das nächste Mal wieder in die Fremde. Zwar nach Dortmund. Aber im Augenblick ist das wohl besser als ein Heimspiel.

Süffig, aber im Abgang etwas mau

Die Luft war ohnehin raus im letzten Saisonspiel in Hannover. Unbelastetes Ausklingenlassen war angesagt. Insofern war es richtig von Trainer Dieter Hecking mit Plattenhardt und Wießmeier zwei Youngsters ranzulassen. Da war dann doch eher noch Motivation zu erwarten als von den Etablierten.

Genau eine halbe Stunde ging dieser Plan auch auf. Der Club führte. Ausgerechnet Julian Wießmeier traf bei seinem ersten Bundesligaspiel. Ein Supereinstand. Doch dann gings doch dahin. Hannover, mit Mainz im Nacken, musste was bringen und der Club spielte dann irgendwie normal. Hinten fehleranfällig, im Mittelfeld ideenlos und vorne weitgehend ohne Chancen. Dass dann Marek Mintal noch mal zu einem Einsatz kam, der leider wieder nicht durch ein Tor gekrönt wurde, war noch eine nette Randerscheinung.

Der Club schließt die Saison trotz des mauen Endes und der 3:1-Niederlage in Hannover als Sechster ab. Das hätte niemand erwartet. Sieht man allerdings, dass Mainz Fünfter, Kaiserslautern Siebter und Freiburg Neunter ist, dann ist zumindest das Umfeld gar nicht mal so überraschend. Verwunderlich nur, dass diese Mannschaften im Mittelfeld und nicht unten zu finden waren.

Also, Schwamm drüber! War eh egal! Supersaison!

Fröhliche Weihnachten!

413050399Ja, is den heut schon Weihnachten? Da muss selbst der Clubfreund mal den Adidas-Außenposten Beckenbauer zitieren. 22 Punkte hat der Club jetzt und überwintert auf Platz 11. Gegen Hannover war er klar überlegen. Nur der Schiri (wenn einer schon Winkmann heißt) hat die Sache nochmal spannend machen wollen, hatte aber letztlich keine Chance. Sogar bei den Standards waren die FCN-Spieler diesmal eminent gefährlich. Was will man mehr?

Allerdings waren die Voraussetzungen diesmal auch glücklich. Beim Club war Javier Pinola nach der Spucksperre wieder dabei und sorgte nicht bloß für mehr Sicherheit in der Abwehr, sondern auch für mehr Druck nach vorne. Auf der anderen Seite fehlte der für Hannover wohl noch wichtigere Ya Konan. Insofern kann man das sicher relativieren. Uns soll es egal sein. Die Saison läuft bisher besser als wir das je erwartet haben. Und die Einwechslung von Okotie kurz vor Schluss demonstrierte zudem noch, dass es sogar noch zusätzliche Optionen gibt, noch was draufzulegen. Weihnachten kann also kommen. Fast! Am Dienstag muss aber noch Pokalgegner Offenbach dran glauben.