Aus der Krise gekämpft

Geht doch! Langsam arbeitet sich der Club wieder aus dem Tal und kämpft sich zum Erfolg. Wichtiger Heimsieg gegen Wolfsburg. Und das Gute: Der Club war 90 Minuten lang überlegen, spielte richtig Fußball, machte das Spiel, wie sich das im eigenen Stadion gehört, und wurde dann auch noch belohnt. Ebenfalls positiv: Mit dem VfL Wolfsburg wurde ein Mitkonkurrent in die Schranken verwiesen. Von wegen Köstnereffekt. Der FCN spielte da indirekt auch für seinen Ex-Trainer Felix Magath. Aber der kann uns wurscht sein.

Wir haben ja den Dieter Hecking und der hat heute nichts verkehrt gemacht. Er hat die Mannschaft super eingestellt. Hinten stand sie sicher. Besonders auffällig, dass die angeblich unverzichtbaren Stammkräfte Raphael Schäfer und Javier Pinola in keiner Minute vermisst wurden. Plattenhardt räumte hinten solide ab. Rakovsky blieb praktisch fehlerfrei und leitete, von Schäfer sieht man sowas kaum, ein paar Mal sogar gefährliche Konter ein. Zwar lief vorne manches noch überhastet, wurde mancher Pass zu ungenau gespielt. Aber wahrscheinlich kannst du dir sowas nur durch entsprechendes Selbstbewusstsein erarbeiten. Um so wichtiger, dass Gebhart mit seinem sehenswerten Flugkopfball (Bild) was in diese Richtung ablieferte.

Drei wichtige Punkte. Endlich mal wieder ein Tor und dazu noch ein Heimspiel relativ souverän gewonnen. So kann´s weiter gehen!

BVB nur mit Glück zum Sieg

Schade, dass es beim Fußball keine Haltungsnoten gibt. So gut hat nämlich schon lange keine Nürnberger Mannschaft in Dortmund ausgesehen. Ein spielerischer Unterschied oder eine deutliche Überlegenheit waren kaum festzustellen. Dabei ist der BVB immerhin Meister, hat sich für viel Geld verstärkt und spielte im eigenen Stadion. Der Club hatte dagegen etliche Leistungsträger – unter anderem seinen Spielmacher Gündogan an den BVB – abgegeben, hatte noch dazu einen 18-Jährigen zwischen die Pfosten stellen müssen, weil Raphael Schäfer verletzt ist. Also war eigentlich krasser Außenseiter. Doch trotz aller Bemühungen hat es leider nicht zu Zählbarem gereicht.

Vorne hatten Jens Hegeler in der ersten Hälfte und Julian Wießmeier in der zweiten zwar Superchancen, um einen Treffer zu machen. Stattdessen machen die die Dortmunder. Einmal hatte die sonst solide Clubabwehr nicht aufgepasst. Einmal half ein depperter Duseltreffer.

Aber grämen müssen wir uns nicht. Nicht nur, dass sich auf dieser Leistung aufbauen lässt. Auch Schäfer-Vertreter Patrick Rakovsky bewies, dass er ein Guter ist und sich Club-Manager Martin Bader hektische Einkaufsaktivitäten sparen kann.
Also: Weiter so, dann kommt auch das (verdiente!) Glück wieder – und der Klassenerhalt dürfte kein Problem sein!