Nur ein Trio in der Rangliste

Endlich ist die Winterpause rum. Wobei über Fußball ja auch gesprochen wird, wenn der Ball nicht rollt. Dezember und Januar: Das ist die Zeit für Transfer-Spekulationen und für die großen Bilanzen. Der „kicker“ zum Beispiel erstellt dann immer seine Rangliste, die es schon seit 1956 gibt. Auf den verschiedenen Positionen werden die Spieler fein säuberlich sortiert in die Kategorien „Weltklasse“, „Internationale Klasse“, „Im weiteren Kreis“ und „Blickfeld“. In den ersten drei Kategorien gibt es ein tabellarisches Ranking, im Blickfeld werden die Spieler nur alphabtisch aufgelistet Und so kommt es, dass der „feine Techniker“ (so das „kicker“-Urteil) Hiroshi Kiyotake in der Kategorie „Mittelfeld offensiv“ Seit an Seit mit Hamburgs Star van der Vaart eingereiht wird, beide haben es ins „Blickfeld“ geschafft. Ebenso übrigens Edgar Prib – der einzige Fürther Feldspieler, der einen Notenschnitt über der 3,5 aufweist (3,44) und auch der einzige, der es in die Rangliste geschafft hat.
weiter lesen

Belgien meldet sich zurück – dank Timmy Simons

Aus heutiger Sicht wirkt es fast unglaublich: 1980 stand Belgien mal im Finale einer Europameisterschaft, die Roten Teufel verloren damals 1:2 gegen Deutschland. Auch wenn dieser zweite Platz der größte Erfolg der Belgier blieb, so hat sich das Team doch in den 80er und 90er Jahren zumindest für die Weltmeisterschaften sehr regelmäßig qualifiziert.  Damit ist es seit 2002 vorbei – das damalige Achtelfinal-Aus gegen Brasilien bedeutete den vorläufigen Schlusspunkt der Turnierlaufbahn Belgiens, seither haben die Roten Teufel für kein großes Turnier mehr die Eintrittskarte lösen können.

Wenn dies 2012 mal wieder klappen sollte, dann haben sie es auch Club-Routinier Timmy Simons zu verdanken. Der traf gegen Aserbaidschan per Foulelfmeter zum 2:1 und brachte die Belgier gegen den nicht ganz ungefährlichen Außenseiter (der immerhin die Türkei bezwang) auf die Siegesstraße. 4:1 hieß es am Ende. Auf den 34-jährigen Oldie ist eben Verlass.  Und Belgien hat nun sehr gute Chancen, als Gruppenzweiter hinter Deutschland die Play-off-Spiele unm weitere EM-Tickets zu erreichen.

Treffsicherer Alterspräsident

20110119 SimonsAusgerechnet unser Alterspräsident räumte uns den Weg frei in Richtung Viertelfinale. Als Torjäger ist Timmy Simons bisher nicht aufgefallen, null Treffer in 18 Ligaspielen weist die Bilanz aus. Doch in Offenbach traf der 34-Jährige gleich doppelt und avancierte zum „Matchwinner“.

Gut, das erste Tor war ein klassischer Abstauber,  und beim 2:0 hat  Mittelfeldkollege Jens Hegeler den Belgier angeköpft – Simons konnte wenig dafür, dass der Ball ins Tor sprang. Aber drin ist drin. Und der Club ist weiter drin und Kickers Offenbach draußen. Übrigens hat Simons auch schon beim 3:0 in Elversberg getroffen, vielleicht liegt ihm ja der DFB-Pokal.

Und nachdem wir die Fußball-Großmächte Trier, Elversberg und Offenbach schon ausgeschaltet haben, dürfte es wohl auch im Traditionsduell bei Schalke 04 keine großen Probleme geben. Nein, im Ernst: Ein Aus gegen den klassentiefsten Verein im Feld  wäre schon bitter gewesen, auch wenn der Club mit diesbezüglichen Blamagen  ja Erfahrung hat (Ulm, Havelse, Hertha Amateure…). Jetzt darf man weiter von einem Ausflug nach Berlin träumen. Und der Ex-FCN-Coach Wolfgang Wolf kann sich jetzt wieder voll auf den Aufstiegskampf in der Dritten Liga konzentrieren, wie es immer so schön heißt. In der Sportschau war zu sehen, wie er Pinola herzte, den er 2005 an den Valznerweiher holte – wie übrigens viele jener Spieler, die 2007 unter Hans Meyer den DFB-Pokal holten. Auch Daniel Klewer, Elfmeterheld der Pokalsaison, war ein Wolf-Einkauf. Bin sehr dafür, den in Schalke nochmals als Reservetorwart zu reaktivieren, denn ein 0:0 mit anschließendem Elfmeterkrimi kann ich mir da sehr gut vorstellen…