Euphorie mit gebremstem Schaum

Nur ganze sieben Prozent haben Angst vor dem Abstieg. Das ergab unsere Blogumfrage: Wo landet der Club am Ende der nächsten Saison? Eine knappe Mehrheit (43 Prozent) sieht ihn da im gesicherten Mittelfeld, während immerhin 40 Prozent meinen, er werde zwar im Abstiegskampf mitmischen, jedoch erfolgreich den Kopf aus der Schlinge ziehen. Ein paar Optimisten, die von der Champions League träumen, gibt es freilich auch.

Der 2:0-Sieg im Freundschaftsspiel gegen Ajax Amsterdam hat die Zahl der Träumer bestimmt nicht geringer werden lassen. Immerhin ist Ajax holländischer Meister und hat in besagter Champions League mitgespielt. Also, so die scheinbar logische Folgerung, gehört der Club da auch hin. Andererseit hat Jahn Regensburg am vergangenen Mittwoch gegen Ajax Amsterdam ein 0:0 erzielt. Ist Regensburg deswegen schon auf Augenhöhe mit dem holländischen Meister? Mitnichten! Der Meister ist offenbar noch nicht ganz auf Augenhöhe mit sich selber.

Immerhin hat das Freundschaftsspiel aber gezeigt, dass die Neuen beim Club eine gute Rolle spielen können. Alexander Esswein (links im Bild) oder Markus Feulner deuteten jedenfalls an, dass sie Verstärkungen sein können. Dazu scheinen sich Talente wie Robert Mak (rechts) oder Markus Mendler zu echten Aktivposten zu entwickeln.

Zu Zuversicht besteht also durchaus Anlass.

Wollscheid war „Spieler der Saison“

Das war deutlich: Mit mehr als 45 Prozent der Stimmen entschied Philipp Wollscheid die Wahl zum Spieler der Saison für sich. Mit 12,8 Prozent kamen Timmy Simons auf Platz 2 und Almog Cohen mit 11,4 Prozent auf Platz 3. Wahrscheinlich spielte auch eine Rolle, ob der Spieler bleibt oder geht. Wollscheid hat inzwischen immerhin einen neuen Dreijahresvertrag beim Club unterschrieben. Julian Schieber (6,3), Mehmet Ekici (4,1) und Ilkay Gündogan (1,7) schnitten bei den Spielbewertungen insgesamt besser ab als bei unserer Abstimmung, aber künftig spielen sie ja bei Stuttgart, Bremen und Dortmund und da schmeisst man ihnen nicht auch noch Lorbeer hinterher.

Beim Voting zum Spieler des Jahres 2010 lag Ilkay Gündogan (damals hofften wir noch, dass er beim Club bleibt) sogar noch auf Platz 1, gefolgt von Raphael Schäfer (diesmal Platz 8), Julian Schieber und Mike Frantz (er fiel wegen einer Verletzung für die gesamte Rückrund aus und stand daher gar nicht zur Wahl).

Der Ruhmreiche und die Saison 2010/11

Wer hätte mit diesem Ende gerechnet? Hannover trifft auf den Club, der eine Verein  ist Vierter, der andere Sechster, beide können ganz entspannt das letzte Spiel angehen. Zur Erinnerung: Im Vorjahr retteten sich beide Teams auf Kosten von Bochum und Berlin erst in letzter Sekunde. Mit so einem entspannten  Saisonabschluss war also wirklich nicht zu rechnen. 

Übrigens auch zu Beginn der Saison noch nicht, denn der FCN startete von den Ergebnissen her sehr durchwachsen. Also drehen wir zum Ende einer sehr zufriedenstellenden Spielzeit die Uhr noch einmal zurück… Der 1.FC Nürnberg startete mit einem Remis in Gladbach und verlor dann gleich mal das erste Heimspiel gegen Freiburg. Nach zwei weiteren Unentschieden glückte erst im fünften Spiel der erste Sieg – Linksverteidiger Javier Pinola gelang in letzter Minute das 2:1 im Heimspiel gegen Stuttgart.
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Wie schneidet der Club ab?

Die WM ist vorbei, jetzt hat uns der Club wieder und wir legen uns schon mal fest: Dritter wird der nicht. Die realistischere Frage stellt da schon der Kicker: Wird er wieder Drittletzter? Muss er wieder in die Relegation? Auf Twitter oder in den diversen Foren sind die Clubfans unterschiedlicher Ansicht. Während die einen meinen, der Club steigt diesmal direkt ab, glauben – allerdings wenige – andere, er werde diesmal eine Klasse-Saison spielen. Nicht, dass wir was dagegen hätten, allein uns fehlt der Glaube. Zu sehr hat sich in der Vergangenheit gezeigt, dass am Ende immer die reichen Vereine oben stehen – und der Club gehört halt nun mal eher zu den Hartzlern der Bundesliga.
Um die Erwartungslage zu eruieren, starten wir eine Umfrage. Stimmt fleißig ab (es ist anonym, ihr macht euch also nicht zum Deppen)!
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Die Fans sind auch keine Hilfe

Am Montag haben wir unsere Umfrage gestartet, wie es beim Club weitergehen soll. Obwohl inzwischen mehr als 400 Stimmen abgegeben wurden, zeichnet sich eigentlich keine deutliche Tendenz ab. Jeweils etwa ein Viertel will, dass in neue Spieler investiert oder dass Trainer Oenning entlassen wird. 19 Prozent wollen erst einmal das Spiel in Köln abwarten und jweils 14 Prozent glauben, dass Manager Martin Bader entlassen werden sollte bzw. dass Ruhe bewahrt werden sollte. Wenn man die Ruhebewahrer und diejenigen, die das Köln-Spiel abwarten wollen, addiert, stellt man aber fest, dass das eigentlich die Mehrheit ist. Und sollte am Samstag mindestens ein Punkt rausspringen, dann dürfte Oenning wohl weitermachen und vielleicht noch bei ein oder zwei Verstärkungen mitreden dürfen.
Ach so, in den sonstigen Antworten fiel mehrfach der Name Hans Meyer. Außerdem wurde vorgeschlagen, die Intrigen zu beenden, indem man die dafür verantwortlichen Spieler in die Wüste schickt. Eine riet sogar zu einem ganz radikalen Schritt: Profilizenz zurückgeben und Neubeginn in der Regionalliga.

Umfrage: Wie soll es beim Club weitergehen?

Drei Niederlagen in Folge, eine peinlicher als die andere. Kein Tor geschossen, eine verunsicherte Mannschaft, ein angezählter Trainer, ein Manager, der sich in Durchhalterparolen ergeht… Beim Club ist endgültig die Krise ausgebrochen. Im Spiel gegen den HSV forderten Fans „Oenning raus!“, andere bedrohten Manager Martin Bader. Wobei hier Sachen ablaufen, die mit Fußballbegeisterung nichts mehr zu tun haben.
Nichtsdestotrotz sollte man sich jetzt am Valznerweiher langsam Gedanken machen. Einfach nur darauf zu warten, dass Torhüter Raphael Schäfer wieder kommt und vielleicht auch mal wieder (wie in Wolfsburg) das Glück, dürfte zum Klassenerhalt nicht ausreichen, zumal sich auch das Glück hart tut, einer Mannschaft Gutes zu tun, die zwar vorne keine Tore schießt, aber regelmäßig einbricht, wenn sie in Rückstand gerät.
Doch, wo sollen die Clubverantwortlichen den Hebel ansetzen? Um ihnen eine Hilfestellung anzubieten, starten wir hier eine Umfrage. Weil es aber an mehreren Stellen Defizite gibt, ist Multiple-Choice mit bis zu drei Antworten möglich.

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Fußballspruch des Jahres: Vorauswahl

Auch 2009 wählt die Deutsche Akademie für Fußballkultur wieder den Fußballspruch des Jahres. Wir haben die Sprüche, die in die engeere Wahl kommen, bereits „zugespielt“ bekommen. Am 28. August wird dann eine Fachjury vier davon auswählen. Unter denen wird das Publikum bei der Preisgala am 2. Oktober den Sieger auswählen. Wie schon im letzten Jahr dürfen die Leser des Clubfreunde-Blogs schon einmal für ein Meinungsbild sorgen (das sich übrigens im vergangenen Jahr exakt mit dem des Publikums deckte).

Zur Auswahl stehen folgende elf Sprüche:
1. 
Ich habe keine Lust, immer der einzige Idiot zu sein, der einen Fehler zugibt. Deswegen mache ich es heute auch nicht. (Dietmar Beiersdorfer)
2. Zu spät gepisst ist auch gedopt! (Plakat von Borussia Dortmund-Fans beim Spiel gegen Hoffenheim)
3.Sieg oder Niederlage, manchmal liegt es an Kleinigkeiten, manchmal liegt es an nichts. (Lucien Favre)
4. Wir haben keine Auswärtsschwäche, sondern eine Ergebnisschwäche in Auswärtsspielen. (Christian Gentner – VfL Wolfsburg)
5. Immer wenn ich die Kiste mal treffe, denke ich: Und was machst du jetzt? Und dann laufe ich da so jämmerlich rum mit Gesten, die ich hinterher peinlich finde. (Thomas Hitzlsperger
)
6. Die Tabelle, die ja nie lügt, täuscht ja oft. (Felix Magath)
7. Wir schießen so wenig Tore, vielleicht heißen wir deshalb auch die Knappen. (Manuel Neuer
)
8. Das Wort Abstiegskampf ist nicht richtig. Denn um abzusteigen, brauchst du nicht zu kämpfen. (Bojan Prasnikar)
9. Er muss ja nicht unbedingt dahin laufen, wo ich hingrätsche. (Neven Subotic zu einem Foul an Hoffenheims Stürmer Demba Ba)
10. Bis zum 1:0 haben wir gut gespielt. Leider fiel das Tor schon in der 6. Minute. (Rudi Völler)
11. Ich habe Thorsten Fink nicht beleidigt. Ich habe ihm nur gesagt, dass er die Fresse halten und auf seinen Platz zurückgehen soll. (Uwe Wolf – Interimstrainer von 1860 München nach seinem Platzverweis im Spiel gegen Ingolstadt)

Zur Abstimmung:

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Was ist der Fußballspruch des Jahres?(online surveys)

Punktabzug für Schmelzer

Online-Umfrage sind nicht repräsentativ. Das haben wir jetzt wieder einmal selbst bewiesen bekommen. Innerhalb von einer Stunde erhielt der frühere Club-Präsident Gerd Schmelzer (hier ein Bild aus seiner Präsidentenzeit) bei unserer Umfrage „Wer soll Club-Präsident werden?“ 150 Stimmen. Die Mühe, die sich da jemand gemacht hat, in allen Ehren, dennoch hat das DCS (Drei-Clubfreunde-Schiedsgericht) entschieden: Am Ende der Saison bekommt Schmelzer die 150 Punkte wieder abgezogen.

Wir werden also nicht -wie manche vorgeschlagen haben – die Umfrage noch einmal neu starten. Schließlich wären dann die korrekten User, die bereits abgestimmt haben, auch bestraft worden. Auch auf den Hinweis von Lothar Matthäus auf unserem Twitteraccount werden wir nicht reagieren. Er schrieb uns:

Ich will eng mit einer Mannschaft zusammenarbeiten, nicht Präsident werden. Versuche mit schwierigen Aufgaben mich zu empfehlen.

Ob der Twitter-Matthäus ein Fake ist, spielt für uns hier nicht einmal eine Rolle. Wir werden Matthäus trotzdem weiter im Voting drin lassen. Schließlich soll der neue Präsident erst in eineinhalb Jahren sein Amt antreten. Bis dahin könnte es leicht sein, dass Lodda nicht einmal mehr in Ungarn eine Traineranstellung bekommt.

Last-Minute-Abstieg war am schlimmsten

Das 2:6 in Aachen hat uns vor Augen geführt, wie schnell der Club doch in der Lage ist, Tiefpunkt an Tiefpunkt zu reihen. Daher haben wir uns (schließlich sollte man für die Zukunft offen sein und daher nicht allzulange Vergangenes nachkarteln) entschlossen, unsere Tiefpunkte-Abstimmung nunmehr auszuwerten. Schließlich können wir sie bei passender Gelegenheit gerne wieder, ergänzt um neues Material (ja auch um den verpassten Aufstieg von 1974 und natürlich den in seiner Folgenhaftigkeit noch nicht richtig einschätzbaren Auslöser der Umfrage, den Abstieg als amtierender Pokalsieger), durchführen.

Nach dem Stand des augenblicklich vorherrschenden Irrtums ergibt sich also folgendes Ergebnis:

Der Oscar für den tiefsten Tiefpunkt geht an den Last-Minute-Abstieg 1999 (er erhielt 30 Prozent der Stimmen). Zur Erinnerungsauffrischung hier noch einmal die legendäre Bundesligakonferenz mit Günther Koch live aus dem Nürnberger Stadion:

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Auf Platz 2 folgt mit 21 Prozent (die Prozentzahlen sind jeweils aufgerundet) die „Mutter aller Abstiege“, der eigentliche Favorit der 3 Clubfreunde, der erstmalige Abschied eines amtierenden Meisters aus dem Fußballoberhaus im Jahr 1969.

Mit 15 Prozent auf Rang 3 landete das Regionalligagastspiel des FCN 1996/97.

Die weiteren Platzierungen:

4. Phantomtor und Abstieg 1994 (11 Prozent)

5. Die Ära Voack (6 Prozent)

6. „etwas anderes“ (4 Prozent) Genannt wurden unter anderem: die Vereinsgründung, das 7:3 gegen die Bayern versäumt, in der gleichen Liga mit Fürth spielen müssen, Schmelzer als Präsident, Luchs statt Club im BR, drohender Konkurs im Dezember 94.

7. Böbels schwarze Kasse (3 Prozent)

8. Retter Hoeneß (2 Prozent)

9./10. Katastrophensaison 83/84 gleichauf mit Pistolero Roth (2 Prozent)

11./12.  Pokalaus gegen Ulm gleichauf mit Geenens Verbalausfall (1 Prozent)

13./14. Spielerrevolte und Turbantor im Pokalfinale 82 (1 Prozent)

15. Kasalos Eigentore kamen nur auf 0 Prozent.

Wir bedanken uns bei allen, die mit abgestimmt haben.