Viel Aufwand, wenig Ertrag

Die Woche:

1. Hatten wir letzte Woche noch etliche drohende Abgänge zu vermelden, hat sich inzwischen die Lage offenbar etwas entspannt. Finanzvorstand Michael Meeske fand das Interesse des HSV an ihm zwar schmeichelhaft, will aber dann doch lieber seinen Vertrag beim Club erfüllen. Tim Leibold könnte laut Clubkapitän Hanno Behrens auch bleiben. Auch Kevin Möhwald betont, es sei noch nicht entschieden, ob er wechselt. Und auch aus dem Lazarett dringt Positives. Mikael Ishak kann eventuell nach der Länderspielpause wieder eingreifen und Sebastian Kerk steht auch schon in Laufschuhen auf dem Platz.

2. Der ehemalige Clubtrainer Gertjan Verbeek hat der WAZ ein Interview gegeben. Eigentlich zu seinem abrupten Abgang beim VfL Bochum. Er sagte aber auch einiges zu seinem Vorgöängerengagement beim FCN. Zum Beispiel lobte er die Stadt Nürnberg („wunderschön“), die Fans („ein Kultclub“) und die viele Menschen, mit denen er „herzlich gern“ zusammengearbeitet habe. Dafür zieht er über unseren damaligen Manager Martin Bader ziemlich deutlich vom Leder. Der habe „keine Ahnung von Fußball“ gehabt, sich aber dennoch überall eingemischt.

3. „Der Club schlägt die Bayern“: Ein Satz, von dem viele von uns träumen. Jetzt darf man ihn hinschreiben. Denn unsere U21 hat die zweite Mannschaft des FC Bayern mit 3:1 geschlagen. Weil es „nur“ der Nachwuchs war, wurde dieser Sieg medial nicht groß abgefeiert. Dabei ist der Nachwuchs die Zukunft. Und in die können wir wohl ganz optimistisch schauen.

4. Nach den Club-Heimspielen heißt es künftig erst einmal: Leergut zurückbringen. Die Stadt Nürnberg will etwas gegen den Plastikmüll unternehmen. Die bislang verwendeten Einwegbecher werden abgeschafft.

Das Spiel:

Trainer Köllner ließ gegen die abstiegsbedrohten Darmstädter die gleichen Spieler auflaufen, die auch in Bielefeld an den Start gingen. Mit dabei also jene Stürmer, bei denen wir alle seit Wochen vergeblich auf den Ishak-Effekt hoffen. Leider ging bei Salli, Trelak und Stefaniak auch im nur mit 27.000 Zuschauern besetzten Max-Morlock-Stadion kein Knopf auf. Dabei bemühte sich die Mannschaft immerhin, Chance um Chance zu generieren. Nach dem Motto: die Masse macht´s! Dummerweise bewiesen ihr die Gäste dann nach 18 Minuten das Gegenteil. Die erste, durch Abwehrunvermögen begünstigte Gelegenheit saß gleich. Boyd kann nach einer Ecke aus drei Metern einnicken. Das ermöglichte es den Darmstädtern, sich erst recht hintenreinzustellen und genußvoll zuzusehen, wie der Club sich die Zähne ausbeißt. Wobei der erst einmal verunsichert wirkte und außer viel Ballbesitz und neuerlichen Ecken nichts zustande brachte.

Nach der Pause versuchte es unsere Mannschaft gegen die nun zeitweise mit einer Sechserkette verteidigenden Darmstädter mit Kampf und Dauerdruck. Doch das Gästetor schien wie vernagelt. Irgendwie stand immer ein Darmstädter Fuß und einmal auch der Pfosten im Weg. Und dann war er dann doch drin. Nach der 15. oder 16. Ecke musste ausgerechnet Verteidiger Georg Margreitter die Torflaute beenden. Selten wurde wohl für ein einziges Tor mehr Aufwand betrieben. Und dass das die letzten 15 Minuten so weiter ging und nicht wie erhofft der Knoten aufgegangen ist, muss man leider auch konstatieren. Es passierte nämlich nichts mehr.

Jetzt ist erst einmal Länderspielpause. Beim Club scheint die gerade recht zu kommen. Eine Auszeit, in der Verletzungen auskuriert und an etlichen Stellschrauben gedreht werden kann. Immerhin weiß die Mannschaft nun, dass sie Tore zumindest erzwingen kann.

Ein Letztes:

Wenn er Dinge verbal nicht ganz sauber eintütet, wird Clubtrainer Michael Köllner gerne zum „gebürtigen Oberpfälzer“. Auch jetzt, als er in einem Interview das D-Wort beerdigen wollte und dafür sogar einen Termin nannte: Karfreitag. Hoffentlich steht es dann nicht drei Tage später wieder auf…

Statt dem A- fällt nun das D-Wort

Die Woche:

Zumindest laut Bildzeitung steht dem Club ein personeller Aderlass bevor. Vor dem Abschied stehen demnach:

1. FCN-Finanzvorstand Michael Meeske. Der soll als Nachfiolger des beim HSV beurlaubten Heribnert Bruchhagen im Gespräch sein. Meeske kam allerdings vom innerstädtischen Rivalen St.Pauli zum Club. Er kennt also den HSV und ganz blöd ist er auch nicht.

2. Kevin Möhwald ist sich angeblich bereits mit Werder Bremen einig. Was, laut Bild, auch seine schlechte Form in den letzten Spielen erklären soll. Da Möhwald keine Anstalten gemacht hat, seinen Ende der Saison auslaufenden Vertrag zu verlängern, war mit einem Wechsel leider zu rechnen. Dass er nun zu Werder will, braucht man nicht verstehen. Wenn´s dumm läuft, muss er in der Relegation mit seinem alten Verein gegen seinen neuen spielen.

3. Und da ist dann noch der mittlerweile in unserer Fangunst ziemlich abgerauschte FC Schalke ß4, der nach der Verpflichtung von Schöpf, Burgstaller und Teuchert offenbar nach weiteren Clubspielern schielt. Da gab es schon vor Wochen ein Treffen mit Tim Leibold. Nun scheint Schalke auch am Club-Allrounder und an Eduard Löwen dran zu sein. Besonders ärgerlich, dass da S04 in einer sportlich entscheidenden Phase Unruhe in den FCN bringt. Möglicherweise absichtlich. Denn so ein Kaufladen ist halt günstiger, solange er in der 2.Liga spielt.

Das Spiel:

Nach der Derbypleite hatten wir uns Wiedergutmachung, Leidenschaft, Kampfgeist und spielerisches Feuerwerk gewünscht. Doch ganz offensichtlich lag es, wenn man irgendeine Erkenntnis von der Bielefelder Alm mitnehmen will, nicht an der falschen Einstellung, dass das gegen Fürth daneben ging.

Der Club begann in Bielefeld mit einem neuformierten Sturm. Zrelak, Salli und Stefaniak sollten die Torflaute beenden. Daraus wurde leider nichts. Den Dreien gelang fast nichts. Salli machte immerhin noch Betrieb. Zrelak fiel lediglich durch seine Frisur und zwei kläglich vergebene Chancen auf. Stefaniak stand völlig neben sich.

Gut, von hinten kam auch wenig. Möhwald musste bereits nach 25. Minuten verletzt raus. Für ihn kam Löwen, dem Trainer Köllner eigentlich – und nicht zu Unrecht – eine schöpferische Pause schenken wollte.

Immerhin hielt die Abwehr lange dicht. Vor allem die Innenverteidigung (Margreitter und Ewerton) ließ wenig anbrennen. Torwart Fabian Bredlow erwischte wieder einen guten Tag und rettete ein paar Mal bravourös. Aber als sich dann alle schon mit einer neuerlichen Auswärts-Nullnummer anzufreunden schienen, passierte es doch noch. Der ansonsten so souveräne Ewerton kann eine Flanke nicht klären und Kerschbaumer nutzt die Konfusion in der FCN-Abwehr.

Nach dem Derby ist eine derart späte Niederlage natürlich ein weiterer Schlag für die Psyche. Umsomehr als das Spiel auch zeigte, dass der Club höchstens nominell einen Sturm besitzt. Angesichts dessen verbietet es sich eigentlich, weiterhin von Aufstieg zu sprechen. Stattdessen macht der gute alte Depp wieder die Runde.

…und wir dachten wirklich, beim Club hätten sich die Zeiten geändert.

Ein Letztes:

Noch ein Nachtrag zum Derby (da müsst ihr halt durch). Er belegt, dass nicht jede gekaufte Zeitung auch gelesen wird.

Nachbarschaftshilfe

Die Woche:

1. Korreliert man die Zuschauerzahlen mit der Tabellensituation, dann bleibt beim FCN augenscheinlich nur der Schluss: Je schlechter die Mannschaft, desto größer der Publikumszuspruch. Oder auch umgekehrt. Beim Derby war das Stadion nämlich ausverkauft. Zuvor hatte sich Clubtrainer Michael Köllner über das meist halbleere Morlockstadion beklagt. Dem lieben Herrn Köllner möchten wir zudem entgegenhalten, dass wir Clubanhänger anders gestrickt sind. Erfolgsorientierte Fans gehen zum FC Bayern. Dort passen auch die Anstoßzeiten. Zudem sind in der Allianzarena sämtliche Tribünen uneingeschränkt nutzbar. Und nochwas: Geht es mit dem Fußball vor lauter einseitiger Erfolgs- und Gewinnorientiertheit nicht gerade generell abwärts?

2. Trotz der Niederlage könnte das viellleicht doch für einige Zeit das letzte Frankenderby gewesen sein. Manchem Sportkollegen wäre das jedenfalls nicht unrecht. Musste er sich im Vorfeld doch jedesmal etwas einfallen lassen, um die Derbystimmung anzuheizen. Da blieb kaum ein Grashalm unerwähnt und kein „Promi“ ungefragt. Auch diesmal wurden die wieder um ihre Tipps gebeten. Wobei, wenig überraschend, die FCN-affinen einen Clubsieg und die Fürther einen Erfolg des Kleeblatts tippten. Erstaunlich eigentlich eher, dass man überhaupt 51 fränkische Prominente finden konnte.

3. Dass der Club im Sturm dringend Verstärkung braucht, war nach dem Weggang von Cedric Teuchert und der Verletzung von Mikael Ishak offensichtlich. Jetzt präsentierte der FCN einen Neuzugang für die kommende Saison: Törles Knöll. Der 20-Jährige kommt ablösefrei vom möglichen Absteiger HSV zum möglichen Aufsteiger FCN. Laut Sportvorstand Andreas Bornemann passt er „perfekt in unser Profil“.

Das Spiel:

Bei den Frankenderbys spielt die fussballerische Klasse meist keine entscheidende Rolle, sondern die Frage, wer besser mit dem Druck umgehen kann. Der lastet fast immer auf dem Club. Die Schmach gegen die Vorstadt zu verlieren…

Diesmal standen aber auch die Fürther unter Druck, hatten doch gestern die die beiden Mannschaften hinter ihnen jeweils Siege eingefahren. Es mussten also dringend Punkte her.

Dass sie die einfahren können, schien angesichts der ersten Hälfte allerdings eher unwahrscheinlich. Zwar näherten sich die Grün-Weißen ein paar Mal dem von Fabian Bredlow gehüteten Clubgehäuse, aber echte Torgefahr kam nicht auf. Der FCN hatte das Spiel im eigenen Haus, wo die Fans übrigens eine Superstimmung verbreiteten, souverän im Griff, ohne nach vorne aber allzuviel zu reißen. Da merkte man, dass Adam Zrelak kein Ishak-Ersatz und Federico Palacios schon von der Physis her kein Strafraumbrecher ist. Trotzdem dachten wir noch: Irgendwann wird schon irgendwer den Ball bei den Fürthern unterbringen.

Nach der Pause knüpfte der Club an die Dosenöffner-Suche an. Doch bereits nach vier Minuten kassierte er, völlig überraschend, den Gegentreffer. Narey ließ erst Eduard Löwen alt aussehen und dann auch Bredlow mit einem schwer zu haltenden doppelten Aufsetzer keine Chance. Jetzt ging beim Club auch noch die Souveränität flöten. Hektik mischte sich mit Verzweiflung und nun wurde noch offensichtlicher, dass vorne die Zielstrebigkeit fehlt. Trotz aller Bemühungen wurde Gästekeeper Burchert eigentlich nie ernsthaft beschäftigt. Die beste Chance hatte noch der eingewechselte Tobias Werner mit einem Kopfball, der übers Tor ging. Stattdessen machten dann die Fürther in der Nachspielzeit durch Steininger den Sack zu.

Unter den gegebenen Umständen ist so eine Derbyniederlage natürlich doppelt peinlich. Erschwerend kommt hinzu, dass Verfolger Kiel (5:0 gegen den MSV Duisburg) den Schalter wieder umgelegt hat. Jetzt braucht es den Aufstieg schon fast als Wiedergutmachung. Dann könnten wir im Nachhinein wenigstens generös behaupten, dem Nachbarn eventuell zu entscheidenden Punkten verholfen zu haben.

Dennoch wir es langsam Zeit, dass es der Club einmal schafft, den Derbydruck auf den Gegner umzuleiten.

Ein Letztes:

Dass auch Fans für das Verantwortung tragen, was sie im Netz von sich geben, das belegt das Buch von Ex-Schiedsrichter Babak Rafati. Dort spielen die Vorgänge nach dem Clubspiel gegen Mönchengladbach im Januar 2011 eine wichtige Rolle (und ja, auch wir hatten damals Rafati kritisiert).

Die Null-Lektion

Die Woche:

1. Der FC Schalke kauft bekanntlich gerne beim Club ein. Und weil sich Schalke-Coach Domenico Tedesco mit Tim Leibold getroffen hat, greift wieder die Furcht vor dieser doch reichlich auf uns fixierten Kundschaft um sich. Das Treffen war allerdings schon im Dezember, weshalb die jetzige Aufregung eher etwas mit TKP als mit S04 zu tun zu haben scheint. Ohnehin sind die Schalker auf der linken Defensivposition eigentlich gut besetzt, so dass die Verpflichtung von Leibold wenig sinnvoll erscheint. Inziwschen hat Clubverteidiger Georg Margreitter sowohl Leibold als auch Kevin Möhwald (die Verträge der beiden laufen zu Saisonende aus) zugeredet, doch beim Club zu bleiben. Der Schorsch ist halt ein Guter.

2. Ein bisschen verwirrend war die Meldung, der Club würde freiwillig auf den Aufstieg verzichten. Häh? Was soll denn das? Die Meldung ist zwar richtig. Aber sie betrifft die U21 des FCN. Die hat am Samstag vor rund 18.000 Zuschauern im Max-Morlock-Stadion gegen den Tabellenführer der Regionalliga Bayern ein 2:2 erreicht.

3. Wenn man sieht, was da bei anderen Vereinen in der 2.Liga abgeht, versteht man, warum manche in der Regionalliga zufrieden sind. Unser Gegner beim möglicherweise auf längere Sicht letzten Frankenderby hat nämlich Schwierigkeiten, sein Kartenkontingent von knapp 4000 Tickets an den Mann zu bringen und bettelt jetzt sogar auf Twitter um etwas mehr Unterstützung.

Das Spiel:

Die Nullnummer beim „Angstgegner“ Bochum erinnerte ein bisschen an das Pauli-Spiel. Eine neuerliche Übungseinheit in der Null-Disziplin. Sicherheit zuerst. Nach vorne lief nicht viel zusammen. Leider ließ sich das auch diesmal nicht ohne Verletzte bewerkstelligen. In Bochum traf es Eduard Löwen. Ansonsten verschaffte uns das Spiel, an das sich schon jetzt kaum einer mehr erinnern will, einen weiteren Punkt Vorsprung auf den Relegationsplatz. Wenn die anderen Aufstiegskandidaten verlieren und wir holen jedesmal ein 0:0, reicht das schließlich auch.

Ein Letztes:

Schaut gut aus!

Die Woche:

1. Wie schon befürchtet fällt FCN-Torjäger Mikael Ishak wegen der gegen St. Pauli erlittenen Verletzung mehrere Wochen aus. Wir wünschen gute und schnelle Genesung. Schon damit Ishak noch auf den schwedischen WM-Zug aufspringen kann.

2. In dem Zusammenhang mutet es ein bisschen seltsam an, wenn nun die Club-Pressestelle in einem Statement erklärt, es gebe Alternativen zu Ishak. Zum einen seien das Spieler, die der Trainer vorne reinstellen kann, zum anderen hätten auch andere bewiesen, dass sie Tore schießén können. Wären wir jetzt von alleine vielleicht auch drauf gekommen. Aber offenbar gab es da einen Richtigstellungsbedarf.

3. Da spielt der Club vorne um den Aufstieg mit und hat die Chance, einen Konkurrenten auszuschalten, aber die Zuschauer bleiben zuhause. Zumindest teilweise. Clubtrainer Michael Köllner hat sich deswegen ein bisschen mokiert. Wobei man auch sagen muss: Zuschauerandrang und Tabellenplatzierung haben nicht unbedingt etwas miteinander zu tun. Selbst ein Regionalligaspiel kann mehr als 20.000 Zuschauer ins Stadion locken. Zum Beispiel, wenn der Gegner 1860 München heißt. Für den Club wiederum bedeutet das: In der zweiten Mannschaft hast du auch nicht weniger Publikum als in der ersten.

Das Spiel:

Wie gesagt, es war ein bisschen traurig, dass nur gut 23.000 Zuschauer zum einigermaßen wegweisenden Duell gegen die aufstrebenden Duisburger ins Morlock-Stadion kamen. Aber beim Club dachte man sich wohl, bedienen wir die gut, dann erzählen sie es weiter. Ehe sich der MSV an die Nürnberger Atmosphäre gewöhnt hatte, lag er nämlich schon 2:0 hinten. Beide Male war es Kapitän Hanno Behrens. Erst traf er in der 8. Ninute per Elfmeter (Tobias Werner war im Strafraum gefoult worden), dann 15 Minuten später nach Klassevorarbeit von Palacios. Da war der FCN eigentlich schon auf die Siegerstraße eingebogen.

Aber, es ist halt der FCN. Und da sollte man sich nie vorschnell zurücklehnen. Diesmal leistete sich Clubkeeper Fabian Bredlow (gegen Pauli noch Nullgarant) einen Klops und gab bei einem MSV-Angriff den Reservierten. Stoppelkamp sagte Danke und markierte den Anschlusstreffer.

Nach der Pause übnernahm der MSV plötlich das Kommando. Der FCN bekam wenig auf die Reihe. Aber wie das so ist: Nicht der optische Eindruck zählt, sondern wer das Tor macht. Und das war Eduard Löwen mit einem Sonntagsschuss in der 71. Minute. Einen Abwehrversuch der Duisburger nahm er volley und hämmerte ihn via Innenpfosten zum umjubelten 3:1 ins MSV-Tor.

Ein Letztes:

Der Club hat mit dem 3:1 die Tabellenspitze erklommen und kann sich zudem auch noch darüber freuen, dass die Konkurrenz derzeit schwächelt.

Unglückliche Verletzung, glückliches 0:0

Die Woche:

1. Nur selten erfährt die Öffentlichkeit davon, dass der Club auch einen Aufsichtsratsvorsitzenden hat. Das ist durchaus nicht negativ zu verstehen. Bedeutet es doch meistens: Der Laden läuft. Jetzt hat der Nürnberger Presseclub den FCN-Aufsichtsratschef trotzdem und eigentlich ohne Not ins Rampenlicht gerückt. Und Thomas Grethlein hat auch pflichtschuldig das eine oder andere von sich gegeben, damit die Pressekollegen was zu schreiben haben. Am griffigsten war wohl seine Prognose, der Club werde weiterhin Pendler zwischen erster und zweiter Liga bleiben. Einerseits eine realistische Einschätzung, die belegt, dass man beim FCN nicht abhebt. Andererseits vielleicht das falsche Signal an etwaige Sponsoren heranzuführen und junge Talente zum Bleiben zu ermuntern.

2. Fast drei Jahre ist es her, da wurde ein polnischer Fußballfan durch ein Gummigeschoß der Polizei tödlich verletzt. Fans in ganz Europa erinnerten an den Vorfall. Ein Nürnberger Fan wurde deshalb zunächst zu einer Haftstrafe verurteilt. In der 2. Instanz wurde das Verfahren gegen ihn jetzt eingestellt. Das Gericht konstatierte einen Übersetzungsfehler (demnach entspricht die Abkürzung CHWDT dem englischen ACAB) . Für das Verfahren muss jetzt der Steuerzahler aufkommen.


Das Spiel:

Am Millerntor ließ Trainer Michael Köllner die gleiche Elf auflaufen, die schon gegen Aue Wiedergutmachung betrieb. Wiedergutmachung war nach der unglücklichen Niederlage im Hinspiel auch gegen St.Pauli angesagt. Da hatte der Club zwar Chancen im Überfluß und dominierte das Spiel, kassierte aber ein blödes Gegentor. Diesmal besaß freilich der FC St.Pauli ein deutlichens Chancenplus. Allerdings ohne was daraus zu machen.

Der Club versuchte zunächst über Spielkontrolle nach vorne zu kommen und hatte zumindest die erste Großchance. In der 25. Minute traf Mikael Ishak per Kopf allerdings nur den Pfosten. Beim Nachschuss verletzte er sich leider am Innenband und musste runter. Auf der Clubbank merkte man, für diese Situation gibt es eigentlich keinen Plan B. Joker Teuchert ist bekanntlich bei Schalke. Schließlich wechselte Köllner Tobias Werner ein, der sich zwar gleich mit einer gelben Karte einführte, aber ansonsten nicht viel Torgefahr verbreitete. Bei den weiteren Angriffsbemühungebn war das Fehlen von Ishak deutlich zu spüren. Dafür kam Pauli mehrfach dem 1:0 nahe. Einmal rettete Fabian Bredlow auf Linie, ein zweites Mal Leibold.

Auch in der zweiten Halbzeit hatte St. Pauli die besseren Torgelegenheiten. Die größte in der 78.Minute als Bouhaddouz allein vor Bredlow auftauchte, der aber mit einer Weltklasseparade den Club im Spiel hielt.

Am Ende muss man mit dem Punkt zufrieden sein. Ein Selbstläufer ist der Aufstieg eben nicht, selbst wenn die Konkurrenz schwächelt. Wichtiger als die zwei verlorenen Punkte (wobei das diesmal eher ein Punktgdewinn war) ist ohnehin, dass Ishak bald wieder eingreifen kann.


Ein Letztes:

So schnell kann es gehen. Noch letzte Woche wurde der FC Kaiserslautern mit Häme überschüttet, weil er Martin Bader als Sportvorstand engagiert hatte. Jetzt landete der FCK im ersten Spiel mit Bader einen Sieg gegen Aufstiegskonkurrent Holstein Kiel und schon gibt es Dankadressen:

Auweh, jetzt haben wir die Favoritenrolle!

Die Woche:

1. Mit Patrick Kammerbauer verließ kurz vor Schließung des Wintertransferfensters ein weiteres Clubtalent den Valznerweiher. Der 20-Jährige kickt ab sofort für den SC Freiburg. In der Bildzeitung kritisierte Kammerbauer mangelnde Wertschätzung beim Club. Es sei immer nur von den auslaufenden Verträgen von Möhwald und Leibold die Rede gewesen, aber nicht von seinem. Dass das vielleicht auch mit den eigenen nicht so konstanten Leistungen zusammenhing, auf die Idee kommt man mit 20 wohl noch nicht Club-Sportvorstand Andreas Bornemann zeigte sich im Interview daher auch leicht angefressen. Nicht nur was Kammerbauer angeht, sondern generell. Für die solventeren Vereine seien solche jungen Spieler kaum ein Risiko, weshalb sich die Situation hinsichtlich des Verbleibs von Möhwald, Leibold oder Löwen (den nannte er ungefragt) leider auch nicht verbessert habe.

2. In diesem Zusammenhang ein kurzer Blick auf die Insel: Dort erinnert der „Examiner“ daran, dass bei Huddersfield seit einigen Monatren ein vielversprechendes Talent, nämlich der aubameyangmäßig vom Club geschiedene Abdelhamid Sabiri mittrainiert, der jetzt langsam mal zeigen könnte, was er drauf hat.

3. Die Haltung von Peter Fischer, Präsident von Eintracht Frankfurt, zieht Kreise. Jetzt geht der 1. FC Nürnberg gegen den Fanclub „Club Warriors“ vor, weil dort ein NPD-Funktionär im Vorstand sitzt.
http://www.nordbayern.de/region/nuernberg/der-1-fc-nurnberg-zeigt-rechten-die-rote-karte-1.7180348?utm_source=feedburner&utm_medium=twitter&utm_campaign=Feed%3A+clubfanspressespiegel+%28Clubfans+United+-+Pressespiegel%29

4. Der Club-Fanshop in der Ludwigstraße schließt. Den FCN-Verantwortlichenn ist das dortige Umfeld nicht gepflegt genug. Außerdem soll eine bessere Lage auch mehr Laufkundschaft anziehen. Wo der neue Shop, der auf jeden Fall kleiner ausfallen dürfte, aufmacht, ist zur Zeit noch unbekannt.

5. Nachdem der Club zuhause nicht immer den Erwartungen der Fans entspricht, sind die auch sensibler, was andere Frustfaktoren angeht. Zum Beispiel die, die von den Tauben ausgehen, die auch gerne ins Stadion pilgern. Vor allem aber wegen der Rasensamen. Die Tauben bekacken derzeit vor allem die Besucher der Gegengerade. Die Beschwerden nehmen laut FCN aber rapide ab, wenn der Club gewinnt.

Das Spiel:

Gegen Erzgebirge Aue hatte der Club in der Hinrunde eine seiner Tiefpunkte und verlor mit 1:3. In der Zwischenzeit ging es beim Gegner kontinuierlich bergab, während der Club nach oben kletterte. Insofern erwartete jeder einen klaren Sieg, auch wenn der Club sich zuhause eher schwer tut.

Eine gute halbe Stunde lang war das eine äußerst zähe Angelegenheit im Morlock-Stadion. Die vernunftbegabteren Fans verwiesen auf das „erwartete Geduldsspiel“, die anderen fingen das Murren an oder gingen Bier holen. Letztere verpassten dann nicht nur den ersten gefährlichen Angriff, sondern auch ein besonders schönes Tor: der diesmal voll überzeugende Neuzugang Federico Palacios legte überlegt auf Kevin Möhwald zurück, der den Ball volle Kanne ins Auer Gehäuse hämmerte. Das war der Dosenöffner. Zumal eine Minute nach dem Wechsel Möhwald erneut auf Zuspiel von Palacios das 2:0 machte.

Beim Gegner ging jetzt nicht mehr viel zusammen. Der Club konnte das Spiel locker verwalten. Bei diesen Verwaltungsbemühungen sprang dann unter anderem jene Ecke heraus, die Valentini in der 71. Minute auf den Kopf von Patrick Erras zirkelte, der sich mit dem 3:0 nach seiner langen Verletzungspause wohl vollends zurückmeldete. Mitten im allgemeinen Jubel verlor Eduard Löwen wieder mal in prekärer Position einen Ball und ermöglichte Soukou so den ebenso überraschenden wie unnötigen Anschlusstreffer. Wenig später stellte der eingewechselte Tobias Werner jedoch mit seinem ersten Ballkontakt – übrigens ging der Assist wieder an Palacios – den alten Abstand wieder her.

Der Sky-Reporter jubelte dann: „So spielt ein Aufsteiger!“ Dennoch: Es kommen mit Sicherheit noch Gegner, bei denen das Bretterbohren um einiges schwerer wird.

Ein Letztes:

Welche Drogen werden eigentlich in den Sportredaktionen konsumiert? Nachdem es beim Cliub gerade ganz gut läuft, macht sich der Fan halt anderweitig Sorgen:

Diekmeier: Jubiläum und Rekord

Gestern Club – und heute? Die Club-Freunde wollen sich in loser Folge auf die Spuren von Kickern begeben, die einst am Valznerweiher heimisch waren. Zum Auftakt geht es um einen Spieler, der am vergangenen Wochenende ein Jubiläum feierte und dabei ein erstaunliches Alleinstellungsmerkmal weiter ausbaute.

Der Club wird ja auch deswegen gerne als „Depp“ gescholten, weil er immer so tolle Rekorde aufstellt. Etwa, als Meister abzusteigen (1969) oder als Bundesligist gegen einen Fünftligisten aus dem DFB-Pokal zu fliegen (2001). Oder aber eine ganze Vorrunde lang sieglos zu bleiben. Diese glücklose Serie, die die Nürnberger im Abstiegsjahr 2013/14 ereilte, haben sie weiterhin im Fußball-Oberhaus exklusiv, da der 1.FC Köln am 17. Spieltag der laufenden Serie doch noch seinen ersten „Dreier“ einfuhr.

Eigentlich hätte es angesichts solcher fragwürdiger „Bestmarken“ gepasst, wenn Dennis Diekmeier seinen Torlos-Rekord, denn er Woche für Woche ausbaut, im Club-Trikot aufgestellt hätte. Am vergangenen Wochenende absolvierte er seinen 200. Bundesligaeinsatz und blieb auch in diesem Jubiläumsspiel wie in den 199 zuvor ohne Tor. Das passt zum Club, aber natürlich auch zum Hamburger SV, der in Sachen Pleiten, Pech und Pannen auch alles andere als unbeleckt ist.
Außerdem hat Diekmeier ja Club-Vergangenheit und die ersten 30 der besagten 200 Einsätze für den 1.FC Nürnberg absolviert. Das war in der Saison 2009/10, nach dem Wiederaufstieg, an dem der im Winter 2008/09 aus Bremen gekommene Defensivspieler als damals gerade mal 19-Jähriger durchaus seinen Anteil hatte.

Überhaupt muss betont werden, dass Diekmeier eine sehr respektable Laufbahn hingelegt hat. An dem soliden, inzwischen 28-jährigen  Rechtsverteidiger liegt es auch sicher nicht, dass der HSV schon wieder so tief im Schlamassel steckt. Aber das Toreschießen ist halt nicht sein Ding –  und skurril ist sein Rekord freilich schon. Vorgänger in dieser Hitparade war übrigens Markus Schuler, den Diekmeier während der Vorrunde ablöste und der für Hannover und Bielefeld in der Bundesliga in 182 Spielen torlos blieb. Auf Platz drei der Liste steht Thomas Eichin mit 180 Einsätzen im Oberhaus – der langjährige Gladbacher spielte am Ende seiner Laufbahn (1994/95) auch noch eine Saison für den Club, allerdings in der Zweiten Bundesliga, wo ihm prompt auch ein Tor gelang. Und auf Platz fünf folgt mit Ferdinand Wenauer gar ein zweifacher Meisterspieler des 1.FC Nürnberg. Er bestritt zwischen 1963 und 1969 168 Spiele im Oberhaus ohne jemals einen Treffer zu erzielen.
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Erfolgreiche Abwehrschlacht

Die 3/7-Woche:

Erinnert ihr euch noch, als wir bei jeder sich bietenden Gelegenheit „Bader raus!“ getwittert haben? Nun, das können jetzt die Fans des FC Kaiserslautern schon mal üben. Wobei wir dem dortigen neuen Vorstandschef natürlich alles Gute wünschen. Vor allem wünschen wir ihm das wegen der Einwohner Kaiserslauterns, denen nämlich im Falle eines FCK-Abstiegs die Grundsteuer erhöht würde. Schlechter Support bedeutet also: Steuern rauf. Da sieht man mal welch soziale Aufgabe, wir Fans wahrnehmen.

Das Spiel:

Mit gleich mehreren Überraschungen gegenüber dem Regensburgspiel wartete Trainer Michael Köllner in Berlin auf. Die beiden Stammkräfte Georg Margreitter und Edgar Salli fehlten. Und das obwohl bei Salli am Dienstag endlich der Knoten geplatzt war. Auch Petrak musste pausieren. Dafür spielten Lukas Mühl, Eduard Löwen und Winter-Neuzugang Federico Palacios von Anfang an. Geschuldet war das, zumindest zum Teil, einer Systemumstellung. In der Alten Försterei agierte der Club zunächst mit einer Dreierkette und zwei Angreifern.

Prompt bauten die Gäste enormen Druck auf. So war es nicht unverdient, als Ewerton in der 11. Minute per Kopf eine Valentini-Ecke im Berliner Tor versenkte. Danach ließ es der Club freilich ruhiger angehen. Einerseits muss man in englischen Wochen mit den Kräften haushalten. Andererseits mussten schließlich die Berliner kommen, wenn ihnen der Aufstiegszug nicht aus dem Blickfeld geraten sollte. Glücklicherweise fehlte dabei die notwendige Präzision bei den oft durch Club-Fehler begünstigten Chancen. Besonders Erras und Mühl erwiesen sich mehrfach als Unsicherheitsfaktoren in der Abwehr. Dafür zeigt Löwen aufsteigende Tendenz und Ewerthons Leistung gegen Regensburg schien eher ein Ausrutscher gewesen zu sein.

In der zweiten Hälfte ging es ähnlich weiter. Union drängte den Club hinten rein, doch die FCN-Abwehr brachte immer ein Bein dazwischen. Trotzdem schien auch Trainer Köllner zu merken, dass er was schrauben muss. Er brachte in der 66. Minute Salli für den unauffälligen Debütanten Palacios und stellte auf 4-1-4-1 um. Sofort machte der Club einen sichereren Eindruck und nachdem auch noch Werner für Möhwald eingewechselt wurde, gab es wieder die eine oder andere Entlastung – für unsere Nerven, aber auch für die dauerbeschäftigte Clubabwehr.

Bei den Berlinern baute sich zunehmend Frust auf. Das „belohnte“ dann auch Schiedsrichter Patrick Ittrich. Zunächst schickte er Leistner wegen eines Fouls am Nürnberger (!) Strafraum mit Gelb-Rot runter. Wenig später durften die erst eingewechselten Spieler Hosiner und Salli vorzeitig zum Duschen. Der Berliner Spieler war Salli erst an die Gurgel gegangen, der lange ihm dafür unnötigerweise ins Gesicht. Gelb hätte es freilich auch getan. Zehn Cluberer schaukelten die knappe Führung dann gegen neun „Eiserne“ nach Hause.

Ein alles andere als glanzvoller Sieg zwar. Aber genau solche Spiele…. Doch wem sage ich das?

Ein Letztes:

Immerhin eine schöne Momentaufnahme:

Zurück auf dem Boden der Tatsachen

Die Woche:

1. Auf einmal hat der Club die Favoritenrolle im Aufstiegsrennen. Wir werden hier seit Jahren nicht müde, mhier auf die Erwartungsbremse zu drücken. Nicht weil wir Nörgler und Pessimisten sind, sondern weil wir aus Erfahrung wissen, wie das beim Club endet. Immerhin scheint Trainer Michael Köllner (genau wie übrigens auch Sportvorstand Andreas Bornemann) da ebenfalls eine Gefahr zu sehen und dämpft da schon mal verbal: „Wir müssen nicht auf Biegen und Brechen aufsteigen.“

2. Mit Identifikationsfiguren tun sich die meisten Vereine mittlerweile schwer. Spielt einer mal längere Zeit erfolgreich, wird er prompt weggekauft. Nach Max Morlock ging es auch beim Club identifikationsmäßig bergab. Marek Mintal war noch so einer. Deshalb wurde er beim FCN nach seiner aktiven Laufbahn auch weiterbeschäftigt. Bei Raphael Schäfer war das zunächst genauso. Jetzt hat der Club die Zusammenarbeit beendet. Warum, das blieb bislang im Dunklen.

3. Noch einen weiteren Weggang hatte der FCN zu vermelden. Rurik Gislason stürmt in der Rückrunde für den Ligakonkurrenten SV Sandhausen. Dort will sich der Isländer seinem Nationaltrainer empfehlen um doch noch zur WM nach Russland fahren zu können. Der Club kann damit zwar einen Spieler, der noch einen „guten“ Altvertrag besaß, von der Gehaltsliste streichen. Der Deal hat aber auch Deppenpotenzial, denn am vorletzten Spieltag geht es gegen Sandhausen. Nicht auszudenken, aber gerade deshalb wohl typisch Club, wenn da ausgerechnet Rurik…

Das Spiel:

Und wenn es dann erst wird, dann sind die Winterpausendebatten auch schon wieder Makulatur, Zum Beispiel der Köllner-Vergleich mit dem Testspielgegner Heart of Midlothian. Die hat der Club noch mit 5:0 vom Platz gefegt. Aber Jahn Regensburg war halt ein anderes Kaliber. Taktik, in dem Fall hoch pressen, ist da das eine. Aber wo keine Ballsicherheoit vorhanden ist und jeder zweite Ball verloren geht, ist die Taktik eigentlich egal. Diesmal erwischte ausgerechnet der sonst so solide Ewerton einen schwarzen Tag. Dazu kam, dass der gleich zu Beginn auflaufende Neuzugang Marvin Stefaniak und Tim Leibold auf der linken Seite deutliche Abstimmungsprobleme hatten. So schenkte der Jahn dem Club bereits in der 6. Minute den ersten Treffer ein. Immerhin brauchten wir nicht lange für die passende Antwort. Vier Minuten später konnte Kapitän Hanno Behrens abstauben, nachdem der Regensburger Keeper Pentke einen Leibold-Schuss nicht festhalten konnte. Am konfusen Abwehrverhalten änderte das jedoch nichts und so ging Regensburg nach einer knappen halben Stunde erneut in Führung. Danach merkte man den Clubspielern an, dass sie verunsichert waren. Regensburg war einfach besser und raubte unserer Mannschaft mit dem frühen Angreifen den letzten Nerv. Nicht nur wir Fans sehnten daher die Pause herbei in der Hoffnung, dass kein Gegentor mehr fällt.

Nach dem Seitenwechsel kam Mühl für den indisponierten, aber wohl auch verletzten Ewerton. Das Highliight des Spiels durften wir wenig später erleben. In der 49. Minute nach einer Möhwald-Flanke macht ausgerechnet Edgar Salli per Kopfball den Ausgleich. Wo hat Köllner den denn aus dem Hut gezaubert? 😉 Nun ja, schön dass es endlich mal geklappt hat. Wenig später hätte Salli sogar noch den Siegtreffer machen können, brauchte aber einen Tick zu lange für die Ballannahme. Allerdings hatte auch der Jahn durchaus Chancen, den Siegtreffer zu landen.

Köllner wechselte dann noch Erras für den offenbar im Training überzeugenderen Petrak ein und Löwen für den noch nicht eingebundenden Stefaniak. Wobei Löwen leider nicht ganz bei der Sache zu sein scheint. Aus welchen Gründen auch immer.

Wer aufsteigen will, der sollte Heimspiele gegen Mannschaften wie Regensburg eigentlich gewinnen. Angesichts des Spiels und des Auftretens der Gäste müssen wir aber mit dem Punkt zufrieden sein.

Ein Letztes:

Die Schalker kaufen nicht nur gerne beim Club ein, sie unterstützen auch dessen fränkische Konkurrenz. Tröstlich immerhin, dass sie es nicht blicken, wann wir harte Konsonanten nur weich aussprechen und wann sie wirklich weich sind.