Kommt da noch was?

1. Die WM ist vorbei, das Leben geht weiter. Während im Training inzwischen die Standards höchste Priorität genießen, beschäftigt uns Fans erstmal die wesentliche Frage: Ist das neue Clubtrikot schön oder häßlich? Für den Verbleib in der ersten Liga bedeutsamer dürfte allerdings eine andere Frage sein: Wird der Club noch auf dem Transfermarkt aktiv?

2. Es hat fast schon eine gewisse Regelmäßigkeit: Immer wenn sonst nicht viel passiert am Valznerweiher taucht ein Meeske-Wechselgerücht auf. Finanzvorstand Michael Meeske wird dann mit irgendeinem Verein in Verbindung gebracht (diesmal der VfL Wolfsburg) und dementiert dann ein paar Tage später. Aber vielleicht ist das auch als Signal zu verstehen: Wer gut ist, kann auch bleiben und muss nicht jedem Wink mit dem Geldbündel hinterherlaufen.

3. Ein bisschen kann man den ASV Neumarkt verstehen. Kaum gehört der Partnerverein wieder zu den Großen, schon fängt er das Wildern an. Vier Tage vor Trainingsbeginn warb der FCN den Neumarkter A-Jugendtrainer Sebastian Schwarzfischer ab um ihn als Co-Trainer von U17-Coach Marek Mintal einzustellen. „Unterirdisch“, meint der ASV-Geschäftsführer.

4. Neuzugang Törles Knöll machte im Vorbereitungsspiel gegen eine Regionalligaauswahl in Crailsheim nicht bloß einen guten Eindruck, sondern auch drei Tore innerhalb von vier Minuten.

5. Einen doppelt faden Nachgeschmack hinterließ das „Freundschaftsspiel“ des Club gegen den Halleschen FC in Weismain. Der Club verlor mit 1:2. Zudem gab es nach dem Testspiel Fan-Ausschreitungen, offenbar verursacht durch Leute, die zwar Stadionverbot haben, das aber bei solchen Spielen nicht umgesetzt wird. Im Nachgang sorgten noch gegenseitige Schuldzuweisungen zwischen FCN und dem Veranstalter des Spiels, dem SCW Obermain, für böses Blut.

6. Im Testspiel am Samstag ging es in Würzburg gegen einen Gegner, für den es bereits nächste Woche wieder ernst wird. Obwohl der Club im Vergleich zu den Würzburger Kickers noch nicht so weit ist in der Vorbereitung und auch ein bisschen die Frische vermissen ließ, reichte es zu einem souveränen 4:0-Sieg. Edgar Salli machte dabei zwei Tore. Die beiden anderen Treffer erzielten Löwen und Palacios. Neben Salli wusste auch Neuzugang Tillman zu gefallen..

7. An Dario Lezcano haben wir Clubfans nicht unbedingt die allerbesten Erinnerungen. Im November war er wesentlich beteiligt am Auswärtssieg seines Noch-Vereins FC Ingolstadt im Morlock-Stadion. Zudem läutete er dabei auch noch das Ende der Ära Kirschbaum beim Club ein. …und die aufreizende Art in Stop-and-Go-Manier den Elfmeter zu schießen, stieß vielen auch sauer auf. Trotzdem (oder vielleicht deshalb) steht der wechselwillige Lezcano auf der Wunschliste des FCN.. Beim Wunsch wird es wohl auch bleiben. Lezcano hat nämlich noch Vertrag in Ingolstadt und ist daher für den Club zu teuer. Manchen stimmt dies nicht unbedingt traurig.

8. So recht vergleichen lassen sich die Dauerkartenpreise nicht. Trotzdem werden immer wieder Versuche unternommen, um wneigstens gefühlt die Raffzähne von den Billigheimern zu unterscheiden. Zu letzteren gehört demnach – neben Wolfsburg und Hoffenheim, die beide nicht gerade als Fanmagnete gelten – auch der 1. FCN, obwohl die Preise natürlich gestiegen sind. Ist ja schließlich Oberhaus. Der Club hat übrigens mittlerweile 24.500 Dauerkarten verkauft.

9. Aus der Nachbarkommune ereilt uns die Kunde, dass nun der Chef einer Großbrauerei dem dortigen Zweitligisten vorsteht. Ich finde, der Club sollte die Gelegenheit nutzen und mit einem gescheiten Bier dagegen halten. Das würde mich mit manchem pörremäßigen Derbyauftritt versöhnen. Ja, ich weiß, aber man wird doch noch träumen dürfen…

Ein Letztes:

Ein Zehnjähriger aus Großbritannien hat das Nürnberger Max-Morlock-Stadion aus Legosteinen nachgebaut. Für ihn war es eine coole Herausforderung, dass es auch eine Laufbahn besitzt. Wenn der Nachwuchs auf sowas steht, sollte man vielleicht mit dem Stadionneubau noch etwas warten:

Die erste Woche des Bundesligisten

1. Es gibt weitere Neuzugänge zu vermelden. Der Wechsel von Timothy Tillman hat sich bereits angedeutet und wurde hier schon mal erwähnt. Eher überraschend war die Verpflichtung von Außenverteidiger Robert Bauer, der von Werder Bremen zum Valznerweiher wechselte. Er kommt auf Leibasis mit Kaufoption. Dass ihn Werdertrainer Kohfeldt wieder haben möchte, erscheint nach den öffentlichen Äußerungen Bauers eher unwahrscheinlich.

2. Nachdem der Club eher auf eigenen Nachwuchs setzt (setzen muss) als auf teure Transfers, lohnt ein Blick auf die U21, die mit fast völlig neuem Personal in die neue Saison geht und das obwohl es in der alten mit Tabellenplatz 5 nicht schlecht lief. Dass es diesmal keiner in die erste Mannschaft schaffte, ist wohl eine der Schattenseiten des Aufstiegs, der die Kluft zwischen Nachwuchs und Bundesligamannschaft dann eben doch vergrößert.

3. Bereits fünf Tage nach dem Trainingsauftakt absolvierte der Club sein erstes Testspiel gegen den FSV Erlangen-Bruck. Am Ende gab´s einen 5:2-Sieg und die Erkenntnis, dass die Mannschaft erst noch zusammenfinden muss. Immerhin gelang ausgerechnet dem in der vergangenen Saison abschlussgehemmten Edgar Salli der erste Treffer. Auch die Neuzugänge machten keinen schlechten Eindruck.

4. Weite Reisen soll es in der Saisanvorbereitung nicht geben. Die Testspiele werden nur in die nähere Umgebung führen. „Die regionalen Wurzeln stärken“ heißt das. Dagegen dürfte niemand etwas haben.

5. Eine Woche vor dem Bundesligaauftakt am 25. August geht es für den 1. FCN bereits um den DFB-Pokal. Das Spiel gegen den SV Linx wird in Kehl ausgetragen, der Heimat von Clublegende Dieter Eckstein. Der drückt dabei aber lieber dem Sechstligisten die Daumen. Auf den Club ist er sauer. Irgendwas mit Autogrammkarten, also: verletzte Eitelkeiten.

Ein Letztes:

Bei allem Bemühen um Integration: Mancher Spagat wirkt einfach unglaubwürdig:

Die einzig wahre Mannschaft

1. So, eigentlich dachten wir (obwohl wir es nach dieser nach wie vor gültigen Analyse nach der EM2016 besser hätten wissen können), die WM-Pause würde etwas länger dauern. Aber dann widmen wir uns halt jetzt schon der einzig wahren Mannschaft, dem Club. Nächste Woche beginnt dort wieder das Training und da braucht der Neu-Bundesligist schon mal nicht auf die mentalen Probleme von WM -Teilnehmern Rücksicht nehmen. Die Schnittstellen zur WM waren ohnehin gering. Da mussten schon die rasant angestiegenen Instagram-Follower von Ex-Cluberer Rurik Gislason herangezogen werden. Das Clubtrainerteam war und ist deshalb bei der WM eher distanzierter Beobachter.

2. In der Zwischenzeit hat der Club die Verträge mit Eduard Löwen und Lukas Mühl verlängert. Torwart Thorsten Kirschbaum hat bei Bayer Leverkusen angeheuert https://www.heise.de/newsticker/meldung/Spanien-App-der-Fussball-Liga-sucht-uebers-Mikro-unlizenzierte-Uebertragungen-4075636.html

3. Der Aufstieg das FCN, das bekam mancher Fan in den letzten Wochen demonstriert, hat auch seine Schattenseiten. Mit einem einzigen Pay-TV-Abo kommt man nicht mehr hin. Die Bundesliga-Freitagsspiele werden nämlich nicht mehr von Sky übertragen. Dafür braucht man zusätzlich einen Vertrag mit Eurosport. Und wie oft der FCN freitags ran muss, konnten uns bislang weder Sky noch die DFL mitteilen. Nächste Woche soll es dann den Spielplan geben. Mal sehen, ob wir dann mehr wissen.


Ein Letztes:

Zurück aus der Zwangspause

1. In unserem letzten Beitrag vor der, durch die DSGVO bedingten Zwangspause haben wir die Frage gestellt, ob der Club mit Schwung oder mit Erfahrung in die Erstligasaison gehen soll. Was das (jetzt verstärkte) Trainerteam angeht, wurde die jetzt beantwortet. Wäre schön, wenn der Dacia-Verkäufer da zurückrudern müsste.

2. Im Clubtor setzen besagte Trainer weiter auf Konkurrenz. Zwar hat Fabian Bredlow das Duell gegen Thorsten Kirschbaum – dessen Vertrag nicht verlängert wurde (danke und alles Gute!) – für sich entschieden. Jetzt bekommt er aber mit Christian Mathenia vom HSV einen neuen Mitbewerber um den Platz im Kasten an die Seite gestellt.

3. Oft sind es Kleinigkeiten. Da wird der Übeltäter zur Sturmhoffnung der Nation, während der Leidtragende jetzt vor einem Scherbenhaufen steht. Immerhin hofft man dort noch auf dringend benötigte Transfereinnahmen und die sollen unter anderem auch von Club kommen.

4. Bundestorwarttrainer Andreas Köpke hat seine Verdienste um den Club. Trotzdem scheint es ganz gut zu sein, dass sich eine von manchem Fan gewünschte Geschäftspartnerschaft zerschlagen hat. Für den FCN hat die plötzliche Kehrtwende von Vater und Sohn allerdings auch eine Schattenseite: Hannover 96 wird nun mit aller Macht versuchen, seinen Stürmer Niklas Füllkrug zu halten. Das heißt: Andreas Bornemann muss auf die erhofften Einnahmen aus dem Transfer des früheren Clubspielers wohl verzichten.

5. Wer hätte das gedacht? Bei der Wahl des Cluberers/Clubspielers der Saison holte sich Kapitän Hanno Behrens den Titel. Er wird Nachfolger von Raphael Schäfer. Was treibt der eigentlich?

6.Beim Club dürfte es nächste Saison andere Prioritäten als den Pokalsieg geben. Trotzdem hätten die Optimisten unter uns natürlich nichts dagegen, wenn sich das mit dem Nichtabstieg verquicken ließe. In der ersten Pokalrunde muss der Club übrigens gegen den SV Linx ran. Der erhoffte sich einen „leichten Gegner“. Mal sehen!

Ein Letztes:

Hier erst einmal eine Mahnung an alle, die meinen, sie seien zu gut für den Club. Nachgereicht wurde dann auch eine
an jene, die meinen, so jemanden „beraten“ zu wollen.

Zu den, manchen als publizistisch verzichtbar erscheinenden, Vorgängen versetzt das exklusiv berichtende Medium der Konkurrenz (die Clubfreunde sind allerdings entschuldigt) auch noch einen Seitenhieb:

Mit neuem Schwung oder mit erfahrenen Legionären?

1. Etliche Clubspieler machen Party auf Mallorca und prompt stellen sich dort ungebetene Gäste ein, die zumindest das Baden schwierig gestalten. Aber vielleicht ist das ein gutes Omen dafür, dass der Club auch in der ersten Liga nicht baden geht.

2. Urlaub machen kann jetzt auch Mikael Ishak. Seine Hoffnung, bei der WM in Russland für Schweden spielen zu können, erfüllte sich nicht. Blöd für den Clubstürmer. Aber noch blöder für die schwedische Nationalmannschaft, bei der nicht unbedingt Kompetenz am Ruder zu sitzen scheint.

3. Nach dem vom HSV kommenden Stürmer Törles Knöll meldet der Club einen weiteren Neuzugang: Kevin Goden vom ebenfalls abgestiegenen 1. FC Köln. Beide sind eher Optionen auf die Zukunft, also sogennannte Perspektivspieler. Ob sich der FCN noch Bundesligaerfahrung einkaufen will oder ob er bewusst lieber auf den Nachwuchs als auf irgendwelche Legionäre setzt, ist bislang unklar.

4. Offenbar hat Andreas Bornemann aber zumindest einen Nachfolger für Kevin Möhwald an der Angel. Es handelt sich um den, hier bereits erwähnten, Kevin Stöger, der zuletzt beim VfL Bochum spielte.

5. Ein anderes beim Club gehandeltes Talent, zieht hingegen den FC Heidenheim vor: Niklas Dorsch, der Kapitän der zweiten Mannschaft des FC Bayern.

Ein Letztes:

Falls jemand später den Grund sucht, warum die deutsche Meisterschaft doch wieder spannend geworden ist:

Kleiner Dämpfer für den Rekordaufsteiger

Die Woche:

1. Hauptsächlich mit den Aufstiegshelden will es der Club in der ersten Bundesliga angehen. Das kündigte Sportvorstand Andreas Bornemann an. Die eine oder andere Verstärkung wird es aber sicher noch geben. Aber eben nur punktuell und mehr als vie Millionen Euro stehen dafür nicht zur Verfügung.

2. Irritationen ausgelöst haben ein paar in die nächtliche Aufstiegsfeier eingebettete, nachdenkliche Sätze von Club-Trainer Michael Köllner. Er „kokettiere mit dem Abschied“ hieß es hinterher. Im Grunde genommen hat Köllner aber nur darauf verwiesen, dass im Fußball Euphorie und Depression ziemlich nahe beieinander liegen und es keine Automatismen in diesem Business gibt. Dass er sich ein bisschen prophylaktische Unterstützung für zu erwartende Durststrecken abholt, ist da verständlich.

3. Während am Valznerweiher rund 10.000 Fans die Aufstiegsmannschaft feierten, ging es im BR-Sport um die spannende Frage, was Timo Hildebrand im Augenblick treibt. Außerdem durfte Sepp Maier wieder mal die Anekdote erzählen, wie er damals nach einer Ente hechtete. Gut, ein paar Liveminuten vom Club gab es dann auch noch. Schließlich zahlen ja nicht nur FCB-Fans Rundfunkgebühren. Das muss den BR-Sportlern wohl dann irgendwer gesteckt haben, jedenfalls lieferten sie dann – mit großer Posaune angekündigt – ausführlichst – und länger als angekündigt – die Clubaufstiegsfeier nach. Diesmal sogar ohne Luchs (Nachtrag: Er kam dann doch noch, als Reminiszenz)

4. Dass beim Aufstieg noch ganz andere mitgewirkt haben, darauf verweist das Magazin des Erzbistums Bamberg. In der Club-Kabine, so wird dort Enrico Valentini zitiert, sei auch oft über Gott diskutiert worden. In die Fußballergebnisse greife Gott aber nicht ein. Sonst gäbe es schließlich höchstens Siege gegen Mannschaften, die aus lauter Atheisten bestehen.

5. Das Gipfeltreffen zum Saisonabschluss pfiff Bibiana Steinhaus. Für das am deutschen Fußball ansonsten stark interessierte iranische Fernsehen ein No-Go. Beim Spiel der Bayern letzte Woche wurde die Schiedsrichterin jedenfalls konsequent rausgeschnitten. Noch sind der Club und die Fortuna nicht in der ersten Liga. Da kann man auf die Übertragung des Spiels auch ganz verzichten.

6. Obwohl er während der Saison vom Club zum SV Sandhausen gewechselt ist, hat Rurik Gislason jetzt ebenfalls Grund zu feiern: Er wurde ins isländische WM-Aufgebot berufen. In Rußland trifft er möglicherweise auf einen alten Bekannten aus FCN-Zeiten. Mikael Ishak hofft nämlich noch, für Schweden berufen zu werden.

Das Spiel:

Beim Club hallen die Festtage noch lange nach. Vor Beginn des Saisonabschlusssoiels wurden erst einmal die Meister von 1968 geehrt. Dann ging es für die derzeit aktiven Spieler um die Zweitligameisterschaft und auch gleich gut los. Bereits nach sechs Minuten konnte Georg Margreitter das 1:0 erzielen. Fortuna-Keeper Wolf hatte einen Löwen-Freistoß nur nach vorne abwehren können. Der Club blieb aber weiter am Drücker und wurde in der 13. Minute erneut belohnt. Diesmal war es Tim Leibold der nach Ishak-Zuspiel den Ball zu 2:0 ins Düsseldorfer Tor hämmerte. Aber wie das so ist, wenn alles zu reibungslos läuft. Da rappelt sich dann plötzlich der Gegner auf und die eigene Konzentration lässt etwas nach. Zunächst vereitelte Fabian Bredlow zwei Großchancen bravourös. In der 37. Minute war er dann allerdings gegen den Kopfball des freistehenden Usami machtlos. Anschlusstreffer!

In der zweiten Hälfte kam der Club aus dem Vorfreude-Modus nicht mehr so richtig raus. Andererseits hatte er das Spiel weitgehend im Griff, was ja manchmal trügerisch ist. Nach knapp einer Stunde gelingt Gießelmann mit einem Sonntagsschuss der überraschende Ausgleich. Gut, dachte man beim Club wohl: Unentschieden reicht auch. Als dann die Sorge bereits einem vorzeitigen Platzsturm galt und der Stadionsprecher bat, doch bitte nach dem Schlusspfiff noch fünf Minuten zu warten, da schlug dann die Fortuna erneut zu und schnappte durch Ayhan in der Nachspielzeit dem Club noch die Meisterschaft weg.

Aus der Meisterfeier wurde so nur eine Aufstiegsfeier. Aber, was heißt denn hier nur?

Ein Letztes:

Wenn man auf so vielen Hochzeiten unterwegs ist, kann das schon passieren:

Endlich wieder daheim!

Die Woche:

1. Sogar an prominentester Stelle im Stadtbild ist der FCN präsent:

2. Der Aufstieg hat auch musikalisch Folgen. Der Erlös geht dabei an das Fan-Hilfsprojekt „Franken-hilft“:

3. Selbst wenn die Südkurve meistens geschlossen blieb und häufig über mangelnden Zuspruch gejammert wurde: Der FCN ist was die Zuschauerzahlen angeht auf jeden Fall (Saisonabschlussspiel ist ausverkauft) Zweitligameister.

4. Ein paar Personalien gibt es zu vermelden. Unter dem Wechsel von Kevin Möhwald muss jetzt leider ein Haken gemacht werden.
Ebenfalls zu Bremen geht erstmal Ulisses Garcia. Der hat dort ohnehin noch Vertrag. Aber wohl auch keine Zukunft. Die sucht hingegen ein Nürnberger Talent, das allerdings erst von den Fürthern und dann von den Bayern entdeckt wurde, jetzt möglicherweise beim Club: Timothy Tillmann. Und dann wären da noch anstehende Vertragverlängerungen, mit Ondrej Petrak und eventuell bleibt auch Tobias Werner.

Das Spiel:

Im Hardtwaldstadion hatte der Club fast so etwas wie ein Heimspiel. Rund 9000 Fans waren zur Unterstützung und zur eventuellen Aufstiegsfeier nach Sandhausen gekommen. Auf dem Platz sahen sie allerdings zunächst eher zähe Kost. Der SV Sandhausen bemühte sich praktisch nur darum, unsere Mannschaft vom Strafraum fernzuhalten. Außer einer Chance bereits in der ersten Minute (Löwen drüber) kam daher nicht viel rum. Bis zur 38. Minute. Da war es nach einer Valentini-Ecke passiert. Den Kopfball von Margreitter konnte SVS-Keeper Schuhen zwar noch parieren, doch der Ball landete genau bei unserem Kapitän und derzeitigen Top-Torjäger, Hanno Behrens, der nur noch zur absolut verdienten Führung einköpfen musste.

Nach der Pause lie0 es der FCN ruhiger angehen. Nach vorne ging gar nichts. Eigentlich spielten nur die Hausherren. Aber die schafften es trotz des gut spielenden Ex-Clubberers Rurik Gislason nicht, Fabian Bredlow zu überwinden. Und so war es dann ein Konter in der 76. Minute, der die Entscheidung brachte. Die Sandhäuser waren aufgerückt und so konnte dann Tim Leibold ziemlich unbedrängt den Sack zu und den Aufstieg perfekt machen.

Am Ende bescherten die die auf den Platz stürmenden Clubfans dem SV Sandhausen dann auch noch Erlebnisse, die sie so wohl noch nicht kannten.

Der Club ist wieder da, wo er hingehört. Nie mehr zweite Liga, nie mehr, nie mehr!

—und nächsten Sonntag geht es im letzten Spiel dann noch um die Zweitligameisterschaft.

Ein Letztes:

Auch wenn sich Wege trennen, finden sich Gemeinsamkeiten:

Souverän die Hürde gemeistert

Die Woche:

1. Da wollten einige schon im Anschluss an das Braunschweigspiel den Aufstieg feiern. Der Bürgermeister hatte via Facebook Fans mit eigenem Vorgarten schon den Mund wässrig gemacht. Die hofften dort bereits am Tag der Arbeit ein Stück Siegerrasen pflanzen zu können. Auch die Öffnung der Südkurve wurde wegen des zu erwartenden Ansturms der Feierwilligen angekündigt. Doch schon am Sonntag bewiesen die Ingolstädter, dass ihnen der Club wurst ist. Genau wie übrigens der FCB-Werbesendung „Blickpunkt Sport“. Dort wurde lediglich beklagt, die Niederlage der Schanzer gegen Holstein Kiel habe Jahn Regensburg die Relegationshoffnungen genommen. Der Club kam dort nur in einer Randbemerkung („spielt auch noch um den Aufstieg mit“) vor.

2. Ohnehin erhebt sich die Frage, wo denn der Fan überhaupt noch feiern oder vielleicht den einen oder anderen Frust herunterspülen soll. Letzte Woche erreichte uns nämlich auch die Meldung: „s`Gärtla“ ist endgültig Vergangenheit. Die städtische Bürokratie hat sich da wieder mal erfolgreich als Totengräber betätigt.

3. Gerade hatte der Spezi noch in seiner NZ-Kolumne angeregt, in jeder städtischen Amtsstube ein Club-Bläbberla aufzuhängen, da sprang auch schon der bayerische Kruzifix-Präsident, der mit selbigen auch im Stadion aufschien, auf den Zug auf. Er werde für die Mannschaft im Aufstiegsfall einen Empfang geben. Jetzt fragen sich viele: Motiviert das, oder eher nicht?

4. Und nein, es geht beim Club nicht nur um den Aufstieg:

Das Spiel:

Auch wenn der Aufstieg noch nicht perfekt gemacht werden konnte, waren mehr als 45.000 Zuschauer zum letzten Montagsspiel ind Morlock-Stadion gepilgert. Die Atmosphäre war also schon mal bundesligareif. Aber auch auf dem Rasen ließ der Club keine Zweifel daran aufkommen, dass man es wissen will. Das war auch der Braunschweiger Eintracht ziemlich schnell klar, die eher ängstlich und nervös auf Schadensverhinderung aus war. Das wäre in der ersten Halbzeit auch beinahe gut gegangen. Denn trotz drückender Überlegenheit gelang es dem Club wieder mal nicht, den Ball im Kasten zu versenken. Bis zur 45. Minute. Dann war es der auch sonst souverän spielende Erras-Ersatz Ondrej Petrak, der nach einer Ecke den Ball aus 20 Metern ins rechte Ecke hämmerte, zur hochverdienten Führung.

In der zweite Hälfte waren gerade drei Minuten vergangen, da war besagter Petrak der Vorbereiter für den zweiten Treffer. Er bediente Kevin Möhwald, der im zweiten Versuch den besten Braunschweiger, Torwart Fejzic, überwinden konnte. Danach schaltete der Club einen Gang runter. Die abstiegsbedrohten Braunschweiger, die übrigens am letzten Spieltag noch gegen unseren Aufstiegskonkurrenten Holstein Kiel ran müssen, machten nie den Eindruck, als könnten sie dem Club nochmal gefährlich werden.

Auch wenn noch nichts fix ist: Ein ganz wichtiger Sieg. Jetzt lastet der Druck wieder auf den Kielern. Und deren Chancen, sich gegen den HSV verpfeifen lassen, sind heute deutlcih gestiegen.

Ein Letztes:

Als treuer Clubfan nerven einen die Trittbrettfahrer des Erfolgs, die sich nur ins Stadion bequemen, wenn es was zu bejubeln gibt. Die spechten nun massenhaft nach Karten. Aber dafür gelten strenge Voraussetzungen. Ganz strenge!

Dank Hanno auf Aufstiegskurs

Die Woche:

1. Keine Bedingungen, nur Auflagen: Auch im Club-Finanzwesen kehrt allmählich Entspannung ein. Planen kann der FCN nach der Lizenzerteilung jetzt sowohl für die erste wie für die zweite Liga. Wobei er in der ersten, was die Finanzseite angeht, erst einmal eine kleine Nummer sein dürfte.

2. Wie hier mehrfach erwähnt, wollten wir vor Jahren mal den sicher geglaubten Nichtabstieg feiern und sind dann jäh ins finstere Tal gestoßen worden. Seitdem sind wir da etwas traumatisiert. Deshalb hier – aller Siegeseuphorie zum Trotz – die Termine für die Relegationsspiele. Nur zur Sicherheit.

3. Für den wohl nach Bremen abwandernden Mittelfeldstrategen Möhwald hat der Club offenbar einen Ersatz im Auge. Und der heißt wieder Kevin.


Das Spiel:

Nun, eine B-Elf war es zwar nicht, die Trainer Michael Köllner da in Kiel aufs Feld schickte. Aber neben dem gelbgesperrten Tim Leibold musste er auch auf die verletzten Ewerton und Bredlow verzichten. Marvin Stefaniak war – wohl aufgrund wenig überzeugender Leistungen in den letzetn Spielen – ebenfalls nicht dabei. So gab es dann ein Wiedersehen mit Thorsten Kirschbaum und Laszlo Sepsi. Doch Zeit, lange darpüber zu sinnieren, blieb nicht. Der Club legte gleich mächtig los. Bereits in der 9.Minute klapperte es im Kasten der Störche. Georg Margreitter hatte eine Freistoß von Enrico Valentini per Kopf versenkt. Doch wieder gabs nichts zu sinnieren. Im Gegenzug fiel Kiels Drexler über das Bein des Nürnberger Torschützen: Elfmeter! Den verwandelte Schindler. Gleich danach gab es schon die nächste Chance für den Club. Allerdings auch eine Schrecksekunde. Plötzlich lag der eh schon lange verletzte Patrick Erras im Strafraum und musste von Betreuern vom Platz gebracht werden. Das sah gar nciht gut aus. Angeblich ist es aber „nur“ eine Innenbandverletzung im rechten Knie.

Wieder keine Verschnaufpause. Erneut bedient Valentini einen Kollegen. Diesmal ist es Hanno Behrens der den Club in Führung bringt. Danach drängten die Kieler zwar weiter. Oft auch mit unfairen Mitteln, die Schiedsrichter Osmers allerdings ungeahndet ließ.

Nach der Pause war es erneut Club-Kapitän Behrens der die Führung sogar noch ausbaute. Eine Verwirrung in der nicht immer gut sortierten Kieler Abwehr nutzte er, um das 3:1 zu erzielen. Danach versuchten dier Tabellendritte zwar alles, um nochmal ranzukommen, aber die nominell eigentlich nicht optimal besetzte FCN-Abwehr hatte die Sache weitgehend im Griff. Sogar Sepsi fügte sich mehr als gut ein.

Alles in allem: Verdienter Sieg für einen zum richtigen Zeitpunkt voll fokussierten Club.

Ein Letztes:

Nicht jeder Nürnberger ist Clubfan. Manch einer sucht halt den garantierten Erfolg. Eine fremd gehende Nürnbergerin hat in der vergangenen Woche beim FC Bayern München für die zweite Schlagzeile nach der Verpflichtung von Niko Kovac gesorgt. Auf ihre Initiative wird in der Münchner Allianz-Arena künftig Aperol Spritz serviert. Wahrscheinlich sogar mit Schirmchen und Cocktailkirsche.

Immer schön, wenn ein Knopf aufgeht

Die Woche:

1. Club-Stürmertalent Jabez Makanda wechselt zu Eintracht Frankfurt. Der dortige Trainer hat ihm einen Platz in der ersten Mannschaft versprochen. Blöderweise kann sich der 16-Jährige darauf wohl nicht mehr berufen, denn nächste Saison trainiert Niko Kovac bekanntlich die Bayern. Sollte man die Leute nicht erstmal volljährig werden lassen, bevor man sie verarscht?

2. Zur geplanten Ausgliederung der Profifußballabteilung beim Club lohnt sich ein Blick auf Vereine, die das schon vollzogen haben. Zum Beispiel den VfB Stuttgart. Zitat: „Die Identifikation ist komplett verloren gegangen.“

3. Gerade noch war ihm alles EGAL und jetzt will er auf einmal nicht nur – wie die übrige Presse schreibt – einfach aufsteigen, sondern sogar Meister werden. Wir nehmen mal an, dass dafür nicht die Sprunghaftigkeit Michael Köllners verantwortlich ist, sondern die der Bildzeitung.

4. Während andere noch Resthoffnungen verbreiten und von „erstklassigen Perspektiven“ für Kevin Möhwald schreiben (was ja auch Vertragsverlängerung bei Aufstieg impliziert), meldet der Kicker, der Wechsel des Mittelfeldspielers zu Werder Bremen sei bereits fix. Und die Bildzeitung behauptete danach auch, er habe bereits seine Nürnberger Wohnung gekündigt.


Das Spiel:

In Ingolstadt begann der Club mit Petrak für Erras. Ishak war wieder in der Startelf dabei. Gleich zu Spielbeginn überrumpelte der FCN die Schanzer, die noch gar nicht richtig sortiert waren und erspielte sich drei erstklassige Torchancen. Danach bekamen die Ingolstädter das Spiel besser in den Griff. Und hatten zumindest eine gute Gelegenheit durch den – freundlich formuliert – übermotivierten Stefan Kutschke. Nachdem er den Ball aus nächster Nähe nicht an dem diesmal fehlerfreien Fabian Bredlow vorbei brachte, verlegte er sich fortan aufs Elfmeterschinden. Das verfing bei Schiedsrichter Willenborg allerdings nicht. Der gab nämlich nicht einmal zwei völlig berechtigte Elfmeter für den Club.

Mit 0:0 ging es erstmal in die Pause. In der hatte Clubtrainer Michael Köllner offenbar gesteigerten Redebedarf. Jedenfalls standen die Ingolstädter minutenlang allein auf dem Platz ehe sich unsere, diesmal in Weiß auflaufenden Spieler dazu bequemten. Leider dauerte es dann keine fünf Minuten für die Weißen, um sich ein echtes Kacktor einzufangen. Die Situation schien bereits geklärt zu sein, da behinderten sich zwei Clubverteidiger im Strafraum gegenseitig, so dass Leipertz an den Ball kam und zum 1:0 einschob. Wieder einmal brauchte der Club offenbar einen Rückstand als Weckruf. Denn plötzölich gab es mehr Zug nach vorne. Dort haperte es dann aber in letzter Konsequenz. Stefaniak blieb weitgehend ein Fremndkörper im Angriffsspiel. Ishak war auch nicht so präsent wie vor einer Woche und Möhwald schien mit den Gedanken irgendwo an der Weser zu weilen.

Als dann auch Mikael Ishak ausgewechselt wurde, schwand bei vielen der Glaube an einen Torerfolg. Für Ishak kam Adam Zrelak. Der war aber keine vier Minuten auf dem Platz, da hämmerte er einen abgewehrten Schuss vom ebenfalls eingewechselten Tobias Werner ins rechte Toreck. Es gibt doch nichts schöneres als wenn bei Clubstürmern der Knopf aufgeht. Leider blieb es bei dem einen Treffer.

Am Ende hatte der Club dann noch eine Ingolstädter Drangphase zu überstehen, so dass wir mit dem einen Punkt zufrieden sein müssen. Zwar ist jetzt der Abstand zu den Kielern auf zwei Punkte geschrumpft, dafür haben wir auf Düsseldorf einen Punkt gut gemacht. Es bleibt also noch spannend, wer von den drei Mannschaften in die Relegation muss. Sollten wir das sein, brauchen wir uns allerdings bei der im Audisportpark gezeigten Leistung keine übersteigertehn Hoffnungen machen.

Ein Letztes:

Wenn einer eine Pressemitteilung verfasst, geht er davon aus, dass die auch veröffentlicht wird. Die hier ist leider untergegangen. Also holen wir das nach.