Der Club, jetzt auch Dominanzdepp

1742674827Selten hatte Dominanz im eigenem Stadion etwas derart Trostloses wie am heutigen Freitagabend in Nürnberg. Der Club diktierte 90 Minuten lang das Spiel, hatte im Mittelfeld die Kontrolle, ließ die Blauen aus Heidenheim kaum in die eigene Hälfte kommen, eroberte verlorene Bälle meist postwendend wieder und verdiente sich somit zumindest die eine oder andere Haltungsnote. Bis zur 28. Minute war das aus ganz gefällig und erinnerte uns ältere Fans an Zeiten, als der Club im Frankenstadion noch eine Macht war und dort kaum ein Spiel verlor.

In der 28. Minute war es aber dann vorbei. Da wurden wir jäh aus unseren Träumen geweckt. Da stand es nach einem Fehler von Patrick Rakovsky auf einmal 1:0 für die Gäste. Die führten ohne Dominanz, ganz einfach so. Wie kann das gehen? Das Tor erzielte ein gewisser Wittek. Grund genug, das Träumen wieder aufzunehmen. Waren das noch Zeiten als der Robert bei uns im Sturm stand. Der hätte einer solchen Dominanz längst mit ein paar Toren Sinn gegeben. Aber wen haben wir? Mlapa? Der stand in der Mitte wie Falschgeld herum. Was nicht allein seine Schuld war. Denn seine Kollegen zogen vor dem Abspiel meistens erstmal nach innen, um dann – umringt von Blauen – den Ball zu verdaddeln. Im Lauf des Spiels wechselte dann Planlosigkeit in Verzweiflung. Dann wurde aus der zweiten Reihe abgezogen. Manchmal sogar aus aussichtsreicher Position. Typisch ein im Ansatz torgefährlich anmutenden Polak-Schuss, bei dem dann ausgerechnet Mlapa im Weg stand. So wird aus Dominanz auch noch ein Nachteil.

Heidenheim setzte einfach nur auf die Ideenlosigkeit der Nürnberger und gewann. Der FCN bewies wieder einmal seine Qualität als Aufbaugegner für schwächelnde Komnkurrenten. Der FCN ist allerdings jetzt nur noch 2 Punkte vor den Heidenheimern. Ich hoffe, das reicht all denjenigen, die immer noch vom Aufstieg träumten, wieder in der Realität anzukommen.

Ich träume derweil von Robert Vittek und besseren Zeiten. Ob die irgendwann auch real wieder kommen? Da steht leider nicht nur Mlapa im Weg.