スーパー 清武

Beim Nürnberger Bildungszentrum wird man wohl die Plätze im Japanisch-Kurs aufstocken müssen. So wie Hiroshi Kiyotake in Mönchengladbach aufspielte, möchten ihm sicher viele in seiner Sprache ihre Hochachtung ausdrüclen. In Gladbach machte er jedenfalls den Unterschied. An allen drei Toren war er beteiligt. Das dritte machte er selber. Die anderen beiden legte er für die Abwehrspieler Timm Klose und Timmy Simons auf. Nach Standards. Auf desem Weg ging beim Club jahrelang gar nichts. Durch Kiyotake ist das jetzt anders. Dass das auch für die Gladbacher überraschend kam, belegt vielleicht der Umstand, dass die Borussia unter Trainer Favre noch nie drei Tore in der Bundesliga kassiert hat. Die waren da offenbar nicht richtig auf den Japaner eingestellt. Da hat auch Trainer Dieter Hecking mitgeholfen, indem er vor dem Spiel angekündigt hatte, Robert Mak solle die Nadelstiche setzen. Tja, manchmal kommt es anders.

Allerdings: Auch mit Kiyotake ist der Club immer noch der Club. Mit einem depperten (Abseits!) Treffer kurz vor der Halbzeit brachte er erst den Gegner wieder zurück ins Spiel. Dann ließ er sich prompt den Ausgleich einschenken. Und obwohl dann Kiyo das dritte Tor nachlegte, war am Schluss wieder extremstes Nervenflattern bei uns Fans angesagt. Ohne einen Raphael Schäfer in Topform hätte es da wohl noch geklappert. So aber: Auswärtssieg, Super-Auftakt, Super-Kiyotake (auf Japanisch: スーパー 清武). Langsam muss der Club allerdings auch oben mitspielen, sonst wird er den Hiroshi wohl nicht halten können.

In Japan jubeln die Fans übrigens auch.
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Auch ein Grund, die Sprache zu lernen.