Fußballspruch des Jahres: Vorauswahl

Auch 2009 wählt die Deutsche Akademie für Fußballkultur wieder den Fußballspruch des Jahres. Wir haben die Sprüche, die in die engeere Wahl kommen, bereits „zugespielt“ bekommen. Am 28. August wird dann eine Fachjury vier davon auswählen. Unter denen wird das Publikum bei der Preisgala am 2. Oktober den Sieger auswählen. Wie schon im letzten Jahr dürfen die Leser des Clubfreunde-Blogs schon einmal für ein Meinungsbild sorgen (das sich übrigens im vergangenen Jahr exakt mit dem des Publikums deckte).

Zur Auswahl stehen folgende elf Sprüche:
1. 
Ich habe keine Lust, immer der einzige Idiot zu sein, der einen Fehler zugibt. Deswegen mache ich es heute auch nicht. (Dietmar Beiersdorfer)
2. Zu spät gepisst ist auch gedopt! (Plakat von Borussia Dortmund-Fans beim Spiel gegen Hoffenheim)
3.Sieg oder Niederlage, manchmal liegt es an Kleinigkeiten, manchmal liegt es an nichts. (Lucien Favre)
4. Wir haben keine Auswärtsschwäche, sondern eine Ergebnisschwäche in Auswärtsspielen. (Christian Gentner – VfL Wolfsburg)
5. Immer wenn ich die Kiste mal treffe, denke ich: Und was machst du jetzt? Und dann laufe ich da so jämmerlich rum mit Gesten, die ich hinterher peinlich finde. (Thomas Hitzlsperger
)
6. Die Tabelle, die ja nie lügt, täuscht ja oft. (Felix Magath)
7. Wir schießen so wenig Tore, vielleicht heißen wir deshalb auch die Knappen. (Manuel Neuer
)
8. Das Wort Abstiegskampf ist nicht richtig. Denn um abzusteigen, brauchst du nicht zu kämpfen. (Bojan Prasnikar)
9. Er muss ja nicht unbedingt dahin laufen, wo ich hingrätsche. (Neven Subotic zu einem Foul an Hoffenheims Stürmer Demba Ba)
10. Bis zum 1:0 haben wir gut gespielt. Leider fiel das Tor schon in der 6. Minute. (Rudi Völler)
11. Ich habe Thorsten Fink nicht beleidigt. Ich habe ihm nur gesagt, dass er die Fresse halten und auf seinen Platz zurückgehen soll. (Uwe Wolf – Interimstrainer von 1860 München nach seinem Platzverweis im Spiel gegen Ingolstadt)

Zur Abstimmung:

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Was ist der Fußballspruch des Jahres?(online surveys)

Last-Minute-Abstieg war am schlimmsten

Das 2:6 in Aachen hat uns vor Augen geführt, wie schnell der Club doch in der Lage ist, Tiefpunkt an Tiefpunkt zu reihen. Daher haben wir uns (schließlich sollte man für die Zukunft offen sein und daher nicht allzulange Vergangenes nachkarteln) entschlossen, unsere Tiefpunkte-Abstimmung nunmehr auszuwerten. Schließlich können wir sie bei passender Gelegenheit gerne wieder, ergänzt um neues Material (ja auch um den verpassten Aufstieg von 1974 und natürlich den in seiner Folgenhaftigkeit noch nicht richtig einschätzbaren Auslöser der Umfrage, den Abstieg als amtierender Pokalsieger), durchführen.

Nach dem Stand des augenblicklich vorherrschenden Irrtums ergibt sich also folgendes Ergebnis:

Der Oscar für den tiefsten Tiefpunkt geht an den Last-Minute-Abstieg 1999 (er erhielt 30 Prozent der Stimmen). Zur Erinnerungsauffrischung hier noch einmal die legendäre Bundesligakonferenz mit Günther Koch live aus dem Nürnberger Stadion:

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Auf Platz 2 folgt mit 21 Prozent (die Prozentzahlen sind jeweils aufgerundet) die „Mutter aller Abstiege“, der eigentliche Favorit der 3 Clubfreunde, der erstmalige Abschied eines amtierenden Meisters aus dem Fußballoberhaus im Jahr 1969.

Mit 15 Prozent auf Rang 3 landete das Regionalligagastspiel des FCN 1996/97.

Die weiteren Platzierungen:

4. Phantomtor und Abstieg 1994 (11 Prozent)

5. Die Ära Voack (6 Prozent)

6. „etwas anderes“ (4 Prozent) Genannt wurden unter anderem: die Vereinsgründung, das 7:3 gegen die Bayern versäumt, in der gleichen Liga mit Fürth spielen müssen, Schmelzer als Präsident, Luchs statt Club im BR, drohender Konkurs im Dezember 94.

7. Böbels schwarze Kasse (3 Prozent)

8. Retter Hoeneß (2 Prozent)

9./10. Katastrophensaison 83/84 gleichauf mit Pistolero Roth (2 Prozent)

11./12.  Pokalaus gegen Ulm gleichauf mit Geenens Verbalausfall (1 Prozent)

13./14. Spielerrevolte und Turbantor im Pokalfinale 82 (1 Prozent)

15. Kasalos Eigentore kamen nur auf 0 Prozent.

Wir bedanken uns bei allen, die mit abgestimmt haben.