Fahrstuhldiskussion mit Tom Brunner

„40 Jahre Club im Fahrstuhl“: So lautet der Titel einer Diskussionsveranstaltung, die am Donnerstag, 25. Juni, um 19.30 Uhr im Südpunkt (Pillenreuther Straße 147) stattfindet, der Eintritt ist frei. Sportreporter Günther Koch unterhält sich dabei mit drei Spielern, die das ewige Auf und Ab des „Ruhmreichen“ in den vergangenen vier Jahrzehnten mitgeprägt haben.

 

Thomas Brunner zum Beispiel bejubelt zwar auf unserem Foto aus dem Jahr 1993 den Klassenerhalt (im Hintergrund ist Christian Wück zu sehen), der durch ein 4:1 gegen Saarbrücken am letzten Spieltag sichergestellt wurde  – aber nur ein Jahr später ging es bergab. Der treue Tom, mit 328 Einsätzen Bundesliga-Rekordspieler des Clubs, war auch beim Abstieg 1984 und dem Wiederaufstieg 1985 dabei. Und er gehörte im letzten Jahr seiner Karriere 1996 zu jener Mannschaft, für die der Fahrstuhl dann in der Drittklassigkeit halt machte. 

Da war auch Frank Baumann schon dabei, der anschließend zwei Aufstiege und vor seinem Wechsel zu Werder Bremen noch den legendären Last-Minute-Abstieg 1999 mitmachte. Kochs dritter Gesprächspartner ist Horst Leupold. Er verteidigte beim Club, als dieser seine Liebe zum Fahrstuhl entdeckte: Im Jahr 1969 stieg der FCN erstmals ab, und zwar als amtierender Meister. 

Veranstaltet wird die Diskussion von der Deutschen Akademie für Fußball-Kultur im Rahmen der neuen Gesprächsreihe „Weißt du noch, damals“.

Ein Freilos gegen St. Pauli

Die Saison war ja bisher relativ nervenschonend, dümpelte der ansonsten doch stets im Aufstiegs- oder Abstiegskampf steckende FCN doch im gehobenen Mittelmaß vor sich hin. Zwar war der Kontakt zur Spitzengruppe nie ganz abgerissen, doch es sah lange nicht so aus, als würde die Oenning-Elf wirklich in der finalen Saisonphase noch um den Aufstieg mitspielen. Nun, nach vier Siegen in Serie, ist alles anders. Gegen St. Pauli wäre sogar der Sprung auf Platz zwei drin. Und vorbei ist es mit der gemütlichen Saison im Niemandsland.

Ich werde mir das Duell mit dem Kiez-Klub von der Haupttribüne aus zu Gemüte führen. Die Deutsche Akademie für Fußball-Kultur  hat zwei Tickets unter Journalisten verlost und ich war einer der glücklichen Gewinner. Jetzt hoff ich mal, dass sich der Gewinn nicht als trojanisches Pferd entpuppt und der Club ausgerechnet, wenn ich nach längerer Absenz mal wieder dabei bin, ein Waterloo erleidet…Aber eigentlich geht es für Pauli doch um nichts mehr. Vielleicht denken die Hamburger ja an das Jahr 2001. Da hat der als Zweitliga-Meister feststehende FCN das letzte Spiel gnädig mit 1:2 gegen die Jungs von der Reeperbahn verloren und den St. Paulianern damit den Mitaufstieg ermöglicht. Danach feierten Club- und Pauli-Fans gemeinsam. Zeit, sich zu revanchieren, oder, FC St. Pauli?