Der beste Schäfer aller Zeiten

Fuflball 2. Bundesliga 20. Spieltag: TSV 1860 M¸nchen - 1. FC N¸rnberg am 06.02.2016 in der Allianz Arena, M¸nchen (Bayern). Fanbetreuer J¸rgen Bergmann geht nach Spielende vor Torwart Raphael Sch‰fer von N¸rnberg auf die Knie. N¸rnberg siegte mit 1:0. Foto: Andreas Gebert/dpa (Wichtiger Hinweis: Aufgrund der Akkreditierungsbestimmungen der DFL ist die Publikation und Weiterverwertung im Internet und in Online-Medien w‰hrend des Spiels auf insgesamt f¸nfzehn Bilder pro Spiel begrenzt.) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Raphael Schäfer ist in Topform. Und das tut dem 1. FC Nürnberg gut. (c) dpa

Fußball ist ein Mannschaftssport. Was eigentlich ein Satz fürs Phrasenschwein ist, hat der 1. FC Nürnberg am Samstagnachmittag beim 1:0-Erfolg gegen den TSV 1860 München eindrucksvoll untermauert. Schon die komplette Vorbereitung über hatte sich gezeigt: Der FCN kann auch ohne Alessandro Schöpf gewinnen.

Keine Frage: Mit Schöpf hat der Club seinen Dreh- und Angelpunkt verloren. Doch die besten Einzelspieler bringen nichts, wenn die Mannschaft nicht funktioniert. Man denke da nur an die Abstiegssaison nach dem Pokalsieg 2007 zurück. Misimovic, Charisteas, Koller – was nützen diese namhaften Namen, wenn am Ende nur Murks rauskommt?

Nicht dabei war 2007/2008 Keeper Raphael Schäfer. Der spielte damals (erfolglos) in Stuttgart und kam erst nach einem einjährigen Intermezzo wieder zurück an den Valznerweiher. Knapp acht Jahre später sehen wir in Nürnberg den besten Schäfer aller Zeiten. Vergangene Woche erst 37 geworden, avancierte er gegen die Löwen zum Matchwinner. Abermals.

Schäfer wehrte gleich mehrere Großchancen der Weiß-Blauen ab, präsentierte sich in einer herausragenden Form. Vor rund 50.000 Zuschauern rettete der Club dank Schäfers Paraden das sehenswerte 1:0 durch Patrick Erras (23.) über die Zeit – es war der erste Dreier in der Allianz-Arena überhaupt.

Mit Schäfers Rückkehr zwischen die Pfosten schaffte der 1. FC Nürnberg im November die Wende. Und wir legen uns fest: Wenn der 37-Jährige so weitermacht, dann schafft der Club mit Schäfer auch den Aufstieg. Der Abgang von Schöpf ließ sich durch die Mannschaft locker kompensieren. Bei Schäfer sieht das etwas anders aus.

Mit ihm würde der FCN nicht nur einen wichtigen Spieler, sondern auch seine wichtigste Persönlichkeit verlieren. So hat der Club aktuell gar keine andere Wahl: The Schäfer must go on!