Hoppla, der Club kann es auch auswärts!

Die Woche:

1. Man muss wohl alles einmal mitnehmen in seinem Fußballerleben. Und nachdem die jungen und meist noch erstliogaunerfahrenen Clubspieler noch nie bis zu einem Elfmeterschießen vorgedrungen waren, schienen sie es in Rostock auf diese Erfahrung abgesehen zu haben. Zumindest liegt diese Interpretation angesichts des Spielverlaufs nahe. Da reihten sich Fehler an Fehler und eine vo den Zuschauern zwar frenetisch angetriebene, aber dann doch oft nicht konsequente und spielerisch limitierte Heimmannschaft wurde geradezu eingeladen, einem doch, bitteschön, in den Kasten zu ballern. Fast schon Slapstickmomente offenbarte diese Einladung in der 35. Minute. Ausgerechnet Robert Bauer, der Spieler mit der größten Bundesligaerfahrung verstolperte da zwei Mal den Ball. Dieser rollte dann irgendwie in den Strafraum, wo Simon Rhein (von der Bildzeitung nach einem guten Spiel bereits als „Jungstar“ bezeichnet) so um ihn herumtänzelte, dass er zum hinter ihm stehenden Rostocker durchflutschte, der dann praktisch gar nicht anders konnte als das 1:0 zu erzielen. Ähnliche Übungen vollführte übrigens auch Törles Knöll auf der anderen Seite. In aussichtsreicher Position schaffte er es mehrfach, seine Beine so zu verknoten, dass sie nicht durch voreilige Treffer das Elfmeterschießen in Gefahr bringen konnten. Der große Lehrmeister aus der Oberpfalz hatte mit Adam Zrelak ohnehin noch einen Trumpf im Köcher, so dass das Unterrichtsziel doch noch erreicht werden konnte. In der dafür notwendigen Verlängerung bedurfte es schließlich noch eines zweiten Jokers: Federico Palacios. Durch einen Sonntagsschuß war Hansa Rostock nämlich abermals in Führung geraten und besagter Palacios musste daher seine Dribbelkenntnisse im Strafraum auspacken um erneute Torgleichheit herzustellen.

Kann natürlich sein, dass alles ganz anders war. Beispielsweise, dass der auswärts ohnehin nicht souveräne FCN auch noch die falschen Schuhe für den nassen Ostseerasen und den ungewohnten Ball gewählt hatte. Anyway: Der Club ist eine Runde weiter und hat die Kassenlage um 600.000 Euro verbessert.

2. Vor dem Rostockspiel kam es zu auch medial ausgeschlachteten Ausschreitungen. Schließlich musste auch erklärt werden, warum im, übrigens ungeschickt platzierten, Gästeblock deutliche Lücken zu erkennen waren. Ein großer Teil der Ultras saß nämlich in Polizeigewahrsam und konnte nicht ins Stadion. Rostock-Fans hatten zudem den Club-Bus beschädigt und ein Warnschuss seitens der Polizei wurde auch abgegeben. Als „total krank“ bezeichnete Clubtrainer Köllner diese Begleitumstände.

3. Woanders bessere Chancen erblickte wohl FCN-U21-Trainer Reiner Geyer. Obwohl schon seit seiner Jugend dem Club eng verbunden, zog es ihn jetzt nach Österreich, wo er Trainer des FC Admira Wacker wird. Vorerst betreut Co-Trainer Fabian Adelmann die U21 und führte sich bereits gut mit einem 1:0-Sieg gegen die Zweite des FCA ein.

Das Spiel:

In Augsburg durften wieder Mühl, Petrak und Fuchs ran. Auch Joker Adam Zrelak tauchte in der Anfangself auf. Gegenüber dem FCA hatte der Club einen Tag weniger Pause und dazu noch eine längere Reise hinter sich. Das erklärte aber kaum, warum die Augsburger zunächst bissiger spielten, näher am Gegner waren und robuster in die Zweikämpfe gingen. Offenbar waren sie auch in der Einschätzung der Gegenspieler überlegen. Während auf der einen Seite der gefährlichste Nürnberger Angreifer Misidjan permanant auf die Socken bekam (Koo wäre dafür von den meisten anderen Schiedsrichtern längst vom Platz geflogen), hatte sich bei den Nürnbergern augenscheinlich nicht herumgesprochen, dass Finnbogason nicht viele Chancen braucht, um Tore zu machen. Wenn man ihn dann auch noch – wie in der 11. Minute – mutterseelenallein in Tornähe zum Schuss kommen lässt, ist das halt eine sichere Kiste. Der Club lag also wieder mal hinten und angesichts der Verunsicherung in der Abwehr, durften wir froh sein, dass die Augsburger nicht nachlegen konnten.

Nach der Pause kam der Club aber plötzlich wesentlich aggressiver zurück. Auf einmal ergaben sich Chancen. Auch das Glück stellte sich ein. Während Finnbogason in der 54. Minute nur das Lattenkreuz traf, machte Alexander Fuchs im Gegenzug den Ausgleich. Misidjan hatte ihn zuvor schön in Szene gesetzt. Allerdings lag der Club dann auch prompt wieder hinten. Wie schon in Rostock wieder durch einen Sonntagsfreistoß. Schmid konnte diesen genau in den rechten Torwi9nkel zirkeln. Der Club gab aber nie auf und wer dachte, den Spieler stecke noch das Pokalmatch in den Knochen, der sah sich getäuscht. Belohnt wurde die Mannschaft allerdings erst in der 88. Minute, als Lukas Mühl nach einem Eckball den verdienten Ausgleich erzielen konnte. Immerhin bewies die zweite Halbzeit: Der Club kann´s auch auswärts, wenn er beherzt nach vorne spielt.

Ein Letztes:

Reisende soll man nicht aufhalten:

http://www.spiegel.de/sport/fussball/fc-bayern-muenchen-pruefte-ausstieg-aus-bundesliga-und-champions-league-a-1236452.html

Club springt auf Rang 14

Die Ausgangslage vor dem Spiel versprach enorme Spannung: Der  Club hat seine ersten beiden Rückrundenspiele gewonnen und sich  dann  gegen die übermächtigen Münchner Bayern  gut aus der Affäre gezogen  – der vor der Saison stets als Abstiegskandidat gehandelte  FC Augsburg wiederum segelte nach acht Spielen ohne Niederlage und vier Heimsiegen in Serie Richtung Europacup.

Der 1.FC Nürnberg musste aber gegenüber dem München-Spiel auf die verletzten Chandler, Frantz und Ginczek verzichten, dafür war der genesene Nilsson wieder dabei. Zudem rückten Angha und Mak in die Startelf, der den Vorzug vor Gebhart bekam – jedenfalls 55 Minuten lang, dann musste Mak für den Ex-Stuttgarter weichen.  Für Gebhart wiederum war dann aber bald auch wieder Schluss, Trainer Gertjan Verbeek wechselte den gerade erst in die Partie gekommenen Mittelfeldspieler  wieder aus, worüber Gebhart freilich wenig amüsiert war.
Seine Teamkollegen indes dürften besserer Laune sein. Josip Drmic köpfte mit seinem elften Saisontor (Platz vier der Torschützenliste) den Club zum dritten Saisonsieg. Der 1:0-Auswärtserfolg ist vor allem deshalb wichtig, weil man sich damit in tabellarische Gefilde bewegen konnte, die vor kurzem noch fast unerreichbar  schienen: Auf Platz 14 liegt der Club nun, zog an Freiburg und auch an Stuttgart vorbei, die tags zuvor verloren hatten.  Der Club, bei dem der nach der Pause für den angeschlagenen Kiyotake eingewechselte Campana sein Bundesligadebüt gab, hat vor dem direkten Abstiegsrang 17 jetzt vier Zähler Vorsprung. Es kam den Nürnbergern zupass, dass Schlusslicht Braunschweig den Vorletzten HSV mit dem 4:2-Erfolg noch tiefer in die Krise riss und der FCN sich daher weiter von dem Bundesliga-Dino absetzen konnte.
Eintracht Braunschweig ist der nächste Gegner – mit einem Sieg vor eigenem Publikum könnte der Club den Vorsprung auf die  Niedersachsen auf acht Punkte ausbauen.

Mit Pino nix, ohne Pino noch nixer

Gegen Hoffenheim hatten wir Glück. Gegen die Hertha hat uns der Schiri nicht leiden können. Gegen die Bayern kann man verlieren. Bisher konnten wir also noch nicht sagen, wo der Club steht in der Saison 2013/14. Bis heute!

Das Spiel gegen die Augsburger dürfte auch dem letzten gezeigt haben, der Club wurde zurecht von vielen als Abstiegskandidat gehandelt. Vor allem aber: Die Mannschaft scheint nichts dazu gelernt zu haben. Da stimmt wenig bis nichts. Der eine weiß nicht, was der andere macht. Struktur fehlt völlig und im Spiel nach vorne muss man froh sein, wenn mal mehr als ein Pass ankommt. Eine Bank ist lediglich Raphael Schäfer.

Der hielt auch lange Zeit die Null fest, so dass die Niederlage gegen die Augsburger keineswegs unverdient ist.

Klar, auch diesmal hat der Schiedsrichter (Michael Weiner) mitgemischt und den Club benachteiligt. Auch diesmal war wieder Pinola einer der Auslöser. Der scheint auf die Pfeifenleute nicht den sympathischsten Eindruck zu machen. Dennoch: Auch wenn er auf dem Platz steht und keine Schiedsrichter provoziert, hilft er dem Club schon seit Monaten nur noch wenig. Insofern wären zwei Außenverteidiger vielleicht wichtiger gewesen als ein Sechser, den sich der Club jetzt mit Hasebe für ziemlich teures Geld gesichert hat.

Freilich kam auch von den Kollegen nichts. Selbst wenn Pinola weiter hätte mitmachen dürfen und das Gegentor nicht gefallen wäre, müssten wir die Leistung des FCN als erschreckend schwach bezeichnen. Die Augsburger waren nämlich alles andere als eine Übermannschaft und stellten sich, was das Tore schießen anging, doch ziemlich stümperhaft an. Gegen einen besseren, zielstrebigeren Gegner wäre der Club schon vorher mit drei, vier Toren hinten gelegen.

Insofern sollten wir endlich aufhören, da irgendetwas schön zu reden. Auch ein Michael Wiesinger muss sich langsam mal die Frage gefallen lassen, was er mit seinen Leuten eigentlich übt.

Verdienter Dreier in Augsburg

Im Vorfeld ging schon wieder das große Unken los. Aber der Club macht dankenswerterweise die Punkte, wenn es wichtig ist. Doch nicht nur nach Punkten, auch auf dem Platz zeigten die FCN-Spieler, dass zwischen den Augsburgern und ihnen doch ein kleiner Klassenunterschied herrscht. Das war einfach ein anderes Kaliber. Der Club taktisch und spielerisch besser, ließ die Augsburger mit dem Ball laufen, hatte aber alles im Griff. Dazu kam diesmal ein völlig anderer Alexander Esswein. Den hatten die Augsburger eh schon in schlechter Erinnerung. Da knüpfte er jetzt wieder an und bereitete ein Tor vor und machte das zweite selber.

Der Pass zu Kiyotake beim 1:0 war Klasse. Das zweite Tor war ein 119-Kilometer-Hammer per Freistoß. Das genaue Gegenteil war das dritte Tor eines Clubberers. Der zwischenzeitliche Ausgleich durch Raphael Schäfer, der sich durch eine verunglückte Pirouette den Ball selber ins Tor legte. Schaut blöd aus. Ist peinlich. Aber passiert halt. Kein Problem, so lange wir trotzdem gewinnen!

Wiesinger hat ebenfalls einen guten Job gemacht. Zuerst hat er den FCA durch einen offensiven Start überrascht. Dann hat er offenbar das Pauseninterview mit Daniel Baier mitgehört. Der hatte die Taktik des FCA ausgeplaudert. „Über Rechts kommen, Plattenhardt unter Druck setzen und hoffen, dass der die zweite Gelbe bekommt.“ Wiesinger wechselte zur Pause Pinola ein und nix wars mit diesem sinistren Plan.

Der Club hat jetzt 31 Punkte und kann wieder entspannt weiter spielen. Nach oben gucken könnte er auch. Sind schließlich nur sechs Punkte auf den nächsten Gegner Schalke 04. Und die stehen auf einem Europa-League-Platz. Bevor aber allzuviel Ehrgeiz aufkeimt, sollten wir uns das mal reinziehen. Die Europa-League scheint mittlerweile eher eine Loser-Veranstaltung zu sein. Mir wäre Platz 7 da fast lieber.
weiter lesen

Hoffentlich bleibt es auch langweilig

Club-Freund vip beklagt die Langeweile. Andererseits ist es doch mal ganz nervenschonend, nicht permanent am Abgrund zur Zweitklassigkeit zu stehen. Zwar bewegt sich der Club tabellarisch seit Wochen in enger Nachbarschaft zu den Abstiegsrängen, aber selten schien es so ungefährlich, zwischen  Rang 13 und 15 herumzudümpeln, wie in dieser Saison. Denn Hoffenheim verliert seit Monaten fast jedes Spiel und Augsburg sowie Fürth präsentierten sich von Anfang an heillos überfordert. Doch nun könnte es doch nochmals brenzlig werden.

 Der FC Augsburg wird immer stärker, und gewinnt er am kommenden Freitag das Derby gegen unseren Club, könnte es echt nochmals eng werden für Schäfer und Co.; erinnert sei an die vergangene Saison – da hatte die Konkurrenz aus Berlin und vor allem Köln  die Tabellennachzügler aus   Freiburg und Augsburg auch schon abgeschrieben und fand sich nach  einer enorm starken Rückserie der beiden Außenseiter plötzlich in der Zweiten Liga wieder.

   Andererseits macht die Vorrunde Mut: Immer wenn der Club mit dem Rücken zur Wand stand, hat er gewonnen. Gegen Wolfsburg am zehnten Spieltag (1:0) und gegen Hoffenheim in der 14. Runde (4:2) vermied er jeweils den Absturz auf Relegationsrang 16. Der droht zwar diesmal akut noch nicht, dafür ist das Polster dann doch zu groß, aber bei einer Niederlage wären es nur noch vier Punkte auf die immer stärker werdenden Augsburger. Ein Remis sollte der FCN daher mindestens holen. Damit es langweilig bleibt.

War das Bundesliga?

Da kann man bloß noch Mitleid haben. Zum Beispiel mit den enttäuschten Zuschauern, die sich bei dem unwirtlichen Wetter ins Nürnberger Stadion begeben hatten. Aber auch mit den Journalistenkollegen, die dieses trostlose Gekicke zweier angeblicher Bundesligamannschaften in geschliffene Worte fassen sollen.

Ich muss gestehen, mir fällt da eigentlich kaum etwas ein. Höchstens: Ein Punkt ist besser als kein Punkt. Aber dass es nicht die fünfte Niederlage in Folge wurde, lag dann wohl eher an den Augsburgern, die den Club wohl ein bisschen überschätzt hatten.

Bemerkenswert eigentlich nur der verletzungsbedingte Torwartwechsel. Von Patrick Rakovsky haben wir ja schon immer große Stücke gehalten. Insofern hat sich die Krise durch die Verletzung von Raphael Schäfer nicht noch weiter verschärft. Da ist sie aber immer noch. Dass sie ausgerechnet auf Schalke ihr Ende finden wird, ist eher zu bezweifeln.

Ein Punkt gegen den Abstieg

Trainer Dieter Hecking machte am Spielfeldrand nicht den Eindruck, als wäre er mit einem Unentschieden unzufrieden. Weder was seine Mimik anging, noch sein Verhalten. Eher schien es so, als habe er die beiden Stürmer (Pekhart und Bunjaku) nur wegen des äußeren Scheins auflaufen lassen. Um die Augsburger ein bisschen zu irritieren. Damit sie die Deckung nicht ganz aufgeben. Das mit den Stürmern schien nur ein Scherz zu sein, den Hecking dann auch nach der Pause prompt korrigierte. Erst wechselte er Pekhart gegen Hegeler aus und dann nahm er auch noch Bunjaku runter.

Der für Bunjaku eingewechselte Alexander Esswein (im Bild links) hatte dann in der stürmerlosen Schlussphase immerhin zwei hochkarätige Chancen. Dazu hatten auch Chandler und Cohen je eine. Es wäre also sogar durchaus ein Sieg drin gewesen. Allerdings auch eine Niederlage, denn kurz nach der Großchance musste Raphael Schäfer mit letztem Einsatz den Treffer der Augsburger verhindern und Schiedsrichter Jochen Drees verweigerte danach den Augsburgern einen Handelfmeter, den mancher Schiri, der es mit dem Club weniger gut meint, vielleicht gegeben hätte. Und davor hatte eigentlich überhaupt nur der FCA nennenswerte Chancen.

Das hört sich jetzt dramatischer an als es eigentlich war. Im Grunde genommen war es ein grottiger Abstiegskick, bei dem eigentlich nur etliche gelbe Karten Farbe ins Spiel brachten. Schuld waren möglicherweise die Platzverhältnisse. Wegen einer angeblich defekten Rasenheizung war die eine Hälfte des Spielfelds teilvereist, die andere aber trocken. Vielleicht war auch das der Grund, dass kaum ein Ball ankam und das Offensivspiel nur im trockenen Halbfeld einigermaßen funktionierte. Dann aber wäre es vielleicht besser gewesen, der Club hätte in der zweiten Halbzeit im trockenen Strafraum einen treffsicheren Stürmer gehabt…

So war das kein Befreiungsschlag, sondern nur die Vermeidung des Worst Case und einer Verschlechterung des Status Quo. Dem Club hilft der Punkt dennoch mehr als den Augsburgern. Trotzdem: Das Zittern geht weiter!

Der Luchs kommt nach Augsburg

Der FC Augsburg ist für uns Clubfans normalerweise eher ein Konkurrent im Kampf gegen der Abstieg. Im Kampf gegen die München-Zentriertheit des Bayerischen Rundfunks ist er allerdings ein Verbündeter. Nach der letzten Sendung von „Blickpunkt Sport“ im Bayerischen Fernsehen hat sich Peter Birks, Aufsichtsratsvorsitzender des FCA, jedenfalls beim BR-Sportchef beschwert, wie mit seinem Verein in der Sendung umgegangen wurde. Der hatte immerhin gewonnen (erster Erstligasieg des FCA!). Trotzdem wurde er von den Mirsanmir-Journalisten des BR wie ein unbedeutender Vorortverein abgekanzelt:

„Irgendwie kann ich mich des Eindruckes nicht erwehren, dass unser Sieg in Mainz den „Machern“ Ihrer Sendung so gar nicht in den Kram passte. Hätte man nach einer erneuten Niederlage doch noch viel schöner auf die „bundesligauntauglichen“ Augsburger einschlagen können.“

Letztlich erleben die Augsburger nun das, was wir Clubfreunde schon seit Jahrzehnten vom BR kennen. Alles, was außerhalb Münchens stattfindet, hat den Hauch des Provinziellen, ist nur Folklore, der man halt aus Proporzgründen auch ein bisschen Sendezeit einräumen muss. Insofern ist jetzt der Luchs auch in Augsburg angekommen.
Hallo, FCA, willkommen im Club!
YouTube Preview Image

Mut zum miesen Spiel

Als Clubfan musst du Geduld und Stehvermögen haben. Andererseits muss man als Trainer wohl auch den Mut zum miesen Spiel entwickeln. Immerhin sprang gegen die Augsburger der erste Heimsieg seit langem heraus. Wahrscheinlich ging das nur so. Denn der Club kann daheim einfach nicht das Spiel machen. Da fehlt das Potenzial.

Diesmal fiel auch noch Markus Feulner kurz vor Spielbeginn aus. Julian Wießmeier (Bild) durfte dafür von Anfang an ran. Aber ein Kreativbolzen ist er keiner. Auch sonst fehlen die in der Clubmannschaft.

Daher entwickelte sich im Frankenstadion 77 Minuten lang ein Spiel zum Abgewöhnen. Keine Ideen, kaum Torszenen, manchmal peinliches Mittelfeldgestopsel. Hin und wieder durften wir froh sein, dass die Augsburger so schwach agierten und überraschende Abwehrschwächen des Club nicht bestraften. Wenn überhaupt, dann lief beim Club nur etwas über Rechts, über Hegeler und Chandler.

Aber eigentlich waren das 77 Minuten zum Vergessen. Allerdings eben nicht ganz. Denn die Augsburger dachten dann wohl, das läuft immer so weiter. Lief aber nicht. Plötzlich explodierte der eingewechselte Alexander Esswein. Setzte einen Konter über Links (!) und machte das entscheidende Tor. Da sah man, dass der Club halt doch ein paar Lektionen mehr gelernt hat als der FCA.

Fazit: Wichtiger Heimsieg gegen einen Abstiegskonkurrenten. Drei Punkte! In ein paar Tagen fragt keiner mehr, wie sie zustande gekommen sind.

Die besten Fans der Liga

Mal abgesehen von den Qualen, die einem die Relegationsspiele bereiten, haben sie jedoch auch ihr gutes. Zur besten Sendezeit werden diese im Öffentlich-rechtlichen ausgestrahlt. Da kann dann auch einmal einem größeren Kreis gezeigt werden, wie der Club spielt (eher schlecht, aber erfolgsorientiert) und was er für Fans hat. Bei letzteren waren dann nicht nur die „Pausenkasper“ Reinhold Beckmann und Mehmet Scholl beeindruckt. Auch sonst machten sie für die TV-Zuschauer einiges wieder wett, was die Mannschaft spielerisch schuldig blieb. Die Fans haben den Erstligaverbleib jedenfalls verdient. Das meinte übrigens auch unsere Mitarbeiterin Katrin Meistring, die im Fanbus mitfuhr, und uns diese Bilder zur Verfügung stellte.
hupnk
fansk
fans2k
…und dass die Mannschaft sich nach dem Sieg entsprechend bei ihren Fans bedankte, das war dann nur recht und billig:
jubelk