Bitte nicht den Ballack!

urn:newsml:dpa.com:20090101:100609-99-01624Um sich von Ölkatastrophen, Finanzkrisen oder unfähigen Regierungen abzulenken, suchen sich manche gern andere Probleme. Zum Ablenken. Heute bin ich schon in aller Früh von gutgelaunten Radiomoderatoren auf so ein Problem gestoßen worden. Es lautet: Wohin mit Ballack?
Michael Ballack sucht bekanntlich einen neuen Verein. Und da werden unter anderem Leverkusen, Schalke und Real Madrid genannt.
Doch was sagte dann einer der Gutgelaunten: „Wäre der nicht was für den Club?“
Ballack zum Club? Spontan fiel mir da nur ein: Wir haben doch schon den Charisteas. Noch einen, der seinen Zenith schon überschritten, aber immense Gehaltsforderungen hat, sollte man sich eigentlich nicht antun. Im Radio meinte dann immerhin einer, Ballack könnte vielleicht zu teuer für den FCN sein.
Danke! Dieser vernünftige Einwand wurde dann allerdings durch den Einwurf einer weiblichen Ulknudel konterkariert, der Club habe doch schon einen Torwart.
Eine Mittelfeldeverstärkung könnte der FCN sicher noch brauchen. Aber bitte nicht den Ballack. Bitte nicht!

Ballack stoppt Bevölkerungszuwachs

Anderswo wird alles dafür getan, dass sich die Mitarbeiter fortpflanzen. Sogar schwangerschaftsfördernde Stühle sind da im Einsatz. Im Fußball wird inzwischen jedoch das genaue Gegenteil propagiert. Fördert die Zeugungsunfähigkeit! Oder so. Jedenfalls scheint das die Botschaft des neuen Werbespots von Adidas (übrigens auch Clubausrüster) zu sein. Und wer ersetzt die Pille für den Mann? Michael Ballack. Ich sage nur: Aua!

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Nutella im Hirn

Der Club soll froh sein, dass er in der 2. Liga spielt, wo es etwas rustikaler zur Sache geht und wo statt Mimosen, Nesseln oder höchstens Gänseblümchen wachsen. Was derzeit eine oder zwei Ebenen höher abgeht, erinnert mich verdammt an Andi Möller („vom Feeling her hab ich ein gutes Gefühl!“), der damals noch ein Einzelfall war.

Was erlauben Kuranyi, Frings oder Ballack? Wenn Leute, die noch nie (Kuranyi) oder schon lange keine (Ballack, Frings) gescheiten Leistungen abgeliefert haben, anfängen von Stammplätzen, Kapitänsämtern, Pfründen etc. zu faseln, da stimmt doch was nicht. Nutella im Hirn, würde ich sagen, und muss ausnahmsweise mal den Franz Beckenbauer loben, der gesagt hat:

Das ist ein Mimosenhaufen geworden, das ist schier unglaublich. Die sollen ihren Mund halten und Fußball spielen.

So, und jetzt ein Arbeitssieg gegen Koblenz. Ich habe fertig!