Überheblichkeit tut selten gut

Die Woche:

1. Nicht oft hat ein Trainer so offen über seine Arbeit im Umfeld von Spielerberatern und Vertragsverhandlungen geredet, wie Michael Köllner. Auslöser war die Frage nach der Zukunft von Cedric Teuchert und der Umstand, dass der nicht einmal zum Kader gehörte beim Auswärtssieg in Düsseldorf. „Jeder meiner 27 Spieler bekommt die maximale Wertschätzung“, sagte Köllner. Bei Teuchert hätten nicht die Vertragsverhandlungen eine Rolle gespielt, sondern eine „gewisse Müdigkeit“, „mangelnde Frische“ und dass er „nicht hundertprozentig beinander“ war. Er hoffe, „dass er den Kopf frei kriegt und sich wieder auf Fußball konzentrieren kann“, sagte Köllner im Hinblick auf die Vertragsverhandlungen und die Rolle von Teucherts Berater Hannes Winzer von der Agentur „Spielerrat“. Er wünsche allen seinen 27 Spielern, „dass sie nur von Leuten umgeben sind, die es ernst meinen mit ihnen.“ Als „indiskutabel“ bezeichnete es der Clubtrainer, wie die Kadernominierung vor dem Düsseldorfspiel an die Öffentlichkeit geraten ist. Teuchert sei „wichtiger Bestandteil unserer Mannschaft und wird auch wichtiger Bestandteil bleiben“.

Ob Cedric bleibt oder nicht, wissen wir jetzt zwar auch nicht. Auf jeden Fall hat Köllner alles dafür getan, ihn, aber auch andere Spieler, zur Vertragsverlängerung zu bewegen.

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Wer hätte das gedacht?

Wieder ein Dreier! Die Durststrecke, die wohl regelmäßig nach Siegen in Wolfsburg einsetzt, ist vorbei. Am Ende wurde es zwar in Kaiserslautern noch spannend (wobei da auch – wieder mal – der Schiedsrichter Schuld war). Aber sonst hatte der Club alles sicher im Griff. Gab gerade so viel Gas, um den Gegner auf Abstand zu halten. Der musste wohl auch anerkennen, dass der Nürnberger Gast einfach besser war, strukturierter, geordneter und souveräner spielte und nicht zu Unrecht oben dabei ist. Dass wir sowas nochmal erleben dürfen! Hach!

Der Becherwurf auf Ekici war wohl auch ein Symptom dafür, dass man am Betzenberg nicht glaubte, dem Club mit normalen Mitteln beizukommen. Gut, Kaiserslautern kam dann doch noch gefährlicher auf. Aber bisschen Spannung muss ja auch sein 😉 Drei Punkte einfach nur langweilig nach Hause bringen, das will man als Clubfan ja auch nicht. Oder?

Noch was zu den Spielern. Julian Schieber war noch nicht wieder der Alte. Dafür gibt Christian Eigler wieder den Goalgetter. War aber auch Klasse die Vorbereitung von Timothy Chandler. Der eingewechselte Robert Mak machte das beim 2:0 ebenfalls super.

Nun geht den Mainzern wahrscheinlich die Muffe. Wird also eine heiße Nummer am Ostersonntag. Kampf um Europa: Nürnberg gegen Mainz. Wer hätte das gedacht?